Jens Kassner vom Netzwerk für Kultur- und Jugendarbeit mag Rilke-Preis nicht

Wir sind regelrecht begeistert über die große Teilnahme an unserem Rilke-Preis. Es sind schon über 100 Arbeiten eingesandt worden. Das schmeckt nicht allen. Ein gewisser Herr Dr. Jens Kassner hat sich gestern an den Fachbereich Germanistik der TU Chemnitz gewandt, um vor dem Rilke-Preis zu warnen. Er schreibt:

… da wir erfahren haben, dass sich einieg (sic!) Germanistik-Studenten der TU an dem vom Chemnitzer Online-Journal “Blaue Narzisse” ausgeschriebenen Rilke-Literaturpreis beteiligen, möchten wir Sie bitten eine Erklärung des Netzwerkes für Kultur- und Jugendarbeit e.V. zu diesem Wettbewerb auf geeignete Weise in Ihrem Fachbereich zu verbreiten. Die Studenten sollten wissen, dass dahinter Organisationsstrukturen des rechten Randes der Politik stehen.

Viele Grüße
Dr. Jens Kassner

Netzwerk für Kultur- und Jugendarbeit e.V.
Karl-Liebknecht-Str. 19
09111 Chemnitz

Zur Begründung liefert Kassner anbei ein denunzierendes Schreiben mit der Überschrift “Vorsicht vor Sumpfblüten”. Kassner schafft es in diesem Schreiben noch nicht einmal, das Thema des Rilke-Preises “Vergänglichkeit und Zukunft” unfallfrei zu rezitieren.


6 Kommentare zu “Jens Kassner vom Netzwerk für Kultur- und Jugendarbeit mag Rilke-Preis nicht”

  1. Johannes Schüller
    11. November 2010 um 14:21

    Schönstes, bürokratisches Denunziantendeutsch.

  2. Druide
    11. November 2010 um 14:56

    Am besten ist immer, dass die Paranoia mitschwingt, es wäre hier alles von geheimen, schwerreichen Hintermännern finanziert und beruhe keineswegs auf ehrenamtlichem Engagement.
    Aber an die geheimen Financiers der BN glaubt ja sogar ein Teil des verwandten politischen Spektrums.

  3. Nils Wegner
    11. November 2010 um 22:14

    Man hat natürlich nicht mehr so viel Zeit, sein Geschmiere auf Rechtschreibung zu überprüfen, wenn man immer soviele Autokorsos organisieren muss… http://www.jugendkulturbox.de/

  4. Calito
    11. November 2010 um 23:12

    Schon bezeichnend für diese staatssubventionierten Vereine und Netzwerke, die sich anders nicht mehr zu helfen wissen.

    Eifersüchtig? Da kommen einfach mal ein paar junge Idealisten daher und ziehen komplett ehrenamtlich und ohne Staatsknete einen Jugendkultur-Preis auf, der gleich beim ersten Mal so erfolgreich einschlägt.

    Bezeichnend auch der Bedarf, den es bei jungen Kreativen anscheinend für Projekte wie den Rilke-Preis gibt.

    Macht was ihr wollt, zieht alle Register die ihr habt. Ist eh schon ein Erfolg!

  5. Fa
    12. November 2010 um 11:38

    Dr. Kassner hat sich als mutig erwiesen. Er ist der Götz von Berlichingen unserer Tage.

  6. Th.R.
    12. November 2010 um 12:09

    “Unsere” Kanzlerin ist übrigens auch eine geborene Kas(s)ner.

    Ansonsten gilt: Laßt euch nicht von dem Titel “Netzwerk für Kultur- und Jugendarbeit e.V.” blenden. Die Kohle für diesen Verein, und damit auch Kassners Gehalt, kommt vom sächsischen Staat (höchstwahrscheinlich vom Innenministerium).

    Ihr habt es also mit einer (zu Täusch- und Blendzwecken) ausgegliederten Vorfeldorganisation des Staates zu tun. Der Parteienstaat ist es, der sich solcher von ihm selbst geschaffener, Pluralität vorgaukelnder Vereine bedient, um vor euch “zu warnen”.

    Ich denke er, und nicht Genosse-Major Kassner, ist es eigentlich, der euch das Maul verbieten will, weil ihr die Frechheit habt, die Grundrechte im GG nicht zum Ziele und im Sinne der etablierten Politik wahrzunehmen.

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