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Vorträge über Ausländergewalt am 7. Mai in Chemnitz und am 18. Mai in Ellwangen

Morgen geht es weiter mit unserer Hochschultour. In Stuttgart spreche ich über die Skandalokratie. Am Montag, den 30. April, geht es dann in Dresden noch einmal um ein “Europa der Regionen”, das wohl kontroverseste Thema der Vortragsserie, wie auch ein Veranstaltungsbericht auf PI zeigt.

Nach der Hochschultour werde ich im Mai noch zweimal über Ausländergewalt sprechen: am 7. Mai in Chemnitz und am 18. Mai in Ellwangen. Der Vortrag in Chemnitz hat einen speziellen Grund. Hier sorgt ein Asylbewerberheim dafür, daß sich die Bürger des betroffenen Stadtteils nicht mehr sicher fühlen können. Bei der parteiunabhängigen Bürgerbewegung Pro Chemnitz ist dazu vor wenigen Tagen ein desillusionierender Brief eingegangen:

Ich wohne seit 1950 hier. Habe also zig Jahre mit den Soldaten der Roten Armee in unmittelbarer Nähe gelebt. Ich bin in meiner Jugendzeit zu jeder Zeit ohne Bedenken den Weg von der Frankenberger Straße im Dunkeln  sorglos zu meiner Wohnung gekommen ohne belästigt zu werden. Diesen ‘Luxus’ kann ich seit der Belegung der sogenannten Asylbewerber vergessen. Denn selbst im Grundstück wird man von den Bewohnern des Heimes belästigt.

Wie oft haben wir schon gesagt, wir wollen zwar ‘Erich’ nicht wieder haben aber unsere Russen! Denn da hatten wir Ruhe und mussten in unserem Umfeld nicht den Müll nachräumen, den sie fallen lassen wo sie gerade sind. Auch hätte sich kein Russe erlaubt vor unserm Fenster seine “menschlichen Geschäfte”  in aller Öffentlichkeit zu machen. Auch würde sich keiner trauen, mir sein Geschlechtsteil zu zeigen, nur weil man ihn aufmerksam macht, dass unser Gartenzaun keine Toilette ist.

Aus den vorgenannten Zeilen heraus sehen sie, wie uns als Anlieger hier zu Mute ist. Wir zahlen die gleichen Grundsteuern wie die Bürger, die in sicheren Wohngebieten wohnen. Ganz sicher auch die Frau Oberbürgermeisterin, die der Meinung ist, die Ausländer wären eine Bereicherung für die Stadt.

Wie der letzte Satz polemisch andeutet, liegt das Hauptproblem zunächst darin, daß die etablierte Politik und die Medien die offensichtlichen Mißstände totschweigen oder schönrechnen. Bevor wir also über irgendwelche Maßnahmen nachdenken können, müssen wir die Lage vor Ort erstmal gründlich analysieren. Was sagen Statistiken über das Gewaltpotential der Asylbewerber aus? Welchen Eindruck und welche Ängste haben die Anwohner?

Die Linkspartei in Chemnitz widmet sich diesen Statistiken und Sorgen der Bürger nicht. Sie hat dafür aber bereits im “Wörterbuch der Denunziation” nachgeschlagen, wie man die Aufklärer bei ihrem Vorhaben behindern könnte. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Fraktion “Die LINKE”, Susanne Schaper, hat darin die “geistigen Brandstifter” gefunden. Selbstverständlich darf auch der Querverweis zur NSU nicht fehlen:

Wohin diese Art von verantwortungsloser Politik führen kann, haben die Ereignisse um die Mitglieder des „Nationalsozialistischen Untergrundes“ leider schmerzlich bewiesen. Die NSU die auch in Chemnitz ihren Rückzugsort gefunden hatte zog von Sachsen aus durch das Land um Ausländer zu ermorden. (übernommen mit Kommafehlern)

Wer erfahren möchte, was ich wirklich zu dem heiklen Thema “Asylbewerberheim und Ausländergewalt” zu sagen habe, kommt am besten zu dem Vortrag und meldet sich mit einer Nachricht an redaktion@blauenarzisse.de dafür an!

Irland: Republikaner starten Nein-Kampagne / Referendum zum EU-Fiskal-Pakt am 31. Mai

(Pressemitteilung) Dublin/Wien – Am 31. Mai wird der Süden Irlands wohl als einziges EU-Mitglied seine Bevölkerung über den EU-Fiskalpakt abstimmen lassen. Republican Sinn Féin wird wie mehrere andere republikanische und sozialistische Organisationen, sowie große Teile der Gewerkschaften für ein „Nein“ aufrufen. Als Teil der Kampagne startet Republican Sinn Féin die Homepage www.nofiscaltreaty.net. Die Seite wird in den kommenden Wochen über die Nein-Kampagne informieren. Sie wird stetig erweitert werden.

Bereits im Zuge der Abstimmungen über den Nizza- und Lissabon-Vertrag hat Republican Sinn Féin für ein „Nein“ in den Referenden aufgerufen. Beide Verträge wurden anfänglich von der irischen Bevölkerung abgelehnt. Der Präsident von Republican Sinn Féin, Des Dalton, erklärte in einer Stellungnahme: „Das Schüren von Angst und Einschüchterungen sind abermals die Methoden, die Irlands Regierung der 26 südlichen Grafschaften und ihre politischen Meister in Brüssel gegen die Bevölkerung Irlands anwenden. Im Jahr 2012 soll das irische Volk neuerlich gedrängt werden, auch das letzte Stück an Unabhängigkeit von sich zu geben.“

„Beginnen wir uns für unser Land zur Wehr zu setzen und stimmen wir Nein!“, so Dalton.

Der internationale Pressesprecher von Republican Sinn Féin, Dieter Blumenfeld, appellierte an die Bevölkerung aller EU-Mitgliedschaftsländer, die irische Nein-Kampagne zu unterstützen. „Wieder einmal wird außer der süd-irischen Bevölkerung niemand gefragt, ob wir diesem Treiben der EU zustimmen. In den nationalen Parlamenten wird der Vertrag auf undemokratische Weise durchgepeitscht. Doch wir müssen nicht untätig bleiben. Geben wir unsere Stimme der irischen Nein-Kampagne und stärken wir so auch die Forderungen aller Bürgerinnen und Bürger für eine Volksabstimmung in ihrem eigenen Land.“

Sonderangebot der Woche: Deutsche Jugend

Als letzte Sonderaktion bieten wir diese Woche bis zum 30. April unser Motiv “Sprachproblem der deutschen Jugend” bis zu 50 % reduziert an.

Hier geht es zu den Aufklebern!

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Helden des Alltags: Linker Widerstand in Bayreuth und Düsseldorf

Rein zu dokumentarischen Zwecken muß ich kurz auf die Proteste gegen unsere Hochschultour in Bayreuth und Düsseldorf eingehen.

In Bayreuth gab es am Dienstag eine niedliche Gegendemonstration mit einer Handvoll Vertretern der Piratenpartei und anderer Organisationen. Im Internet findet man darüber auch schon einen kleinen, vermutlich selbstgeschriebenen Bericht. Der „rechte Multiaktivist Felix Menzel“ …

… ist vor allem durch sein Onlineportal „Blaue Narzisse“ bekannt geworden. Warum er bei der Burschenschaft gastierte, ist leicht erklärt. Die Gruppe ist Mitglied bei der „Burschenschaftlichen Gemeinschaft“, welche wiederum enge Kontakte zur umstrittenen NPD unterhält. Menzel sprach zum Thema „Deutsche Opfer, fremde Täter. Ausländergewalt in Deutschland”, unter dem er auch eine Internetseite betreut.

Ich habe also bei Leuten gesprochen, die jemand kennen, der jemand kennt, der die NPD kennt, was ein Beweis für „enge Kontakte“ ist. Illustriert wird der Bericht übrigens mit einem Bild eines Polizisten. Das erweckt den Eindruck, in Bayreuth hätten die Ordnungshüter die „Falschen“ geschützt. Das Gegenteil war der Fall: Die angerückte Polizei setzte auf eine „Deeskalationsstrategie“ und stellte sich lediglich neben die Demonstranten, ohne sie in irgendeiner Weise zu stören. Für einen Außenstehenden sah es so aus, als ob die Polizei auch für „Bunt statt Braun“ demonstriert hätte.

In Münster gab es gestern keine Proteste. Der Abend verlief sehr gut mit intensiven, kontroversen Gesprächen. Dafür gibt es für den Vortrag heute in Düsseldorf bereits reichlich geistigen Müll. Der linke Stadtrat Frank Laubenburg erklärt:

Felix Menzel, seit Jahren als eher kruder Autor der „neuen Rechten“ bekannt, bemüht sich derzeit, unter anderem die Mordserie der neonazistischen NSU-Terrorgruppe zu relativieren („mediale Ausnahmezustände“).

Kann mir bitte jemand weiterhelfen und den Text, in dem ich die NSU „relativiert“ habe, heraussuchen? Ich kann mich nicht erinnern, daß ich mich bisher irgendwo ausführlich dazu geäußert habe.

Die Antifa Düsseldorf geht noch einen Schritt weiter. Sie stellt mich in eine Reihe mit Horst Mahler und Hajo Herrmann und erklärt das wie folgt:

Menzel wirkt in dieser Reihe zunächst etwas harmlos, doch ein Blick auf seine publizistische und politische Tätigkeit zeigt, dass auch er der extremen Rechten zugeordnet werden muss: Er schrieb und schreibt für die „Junge Freiheit“, die „Sezession“ und auch sein Hausblatt, die „Blaue Narzisse“ widmet sich ausschließlich den Inhalten der so genannten „Neuen Rechten“. Diese gibt sich etwas intellektueller und dezenter als die militante Neonazi-Szene, vertritt im Kern aber gleichfalls autoritäre, rassistische und völkische Inhalte.

Vor drei Jahren: Wandbildskandal

Heute vor drei Jahren wurde das Wandbild von Benjamin Jahn Zschocke übermalt. Wir haben uns damals vor das Bild gesetzt und wurden daraufhin auf eine recht ruppige Art festgenommen. Die Videos zeigen unsere Protestaktionen. Jahn Zschocke hat über den Wandbildskandal mit Martin Böcker gesprochen. Den Gesprächsband Kunst gleich Leben minus X kann man hier bestellen.

Sonderangebot der Woche: Occupy the Feuilleton!

Diese Woche startet unsere Hochschultour mit Vorträgen in Bayreuth, Münster und Düsseldorf. Genauso wie unsere Aufkleber-Offensive soll diese Vortragsserie dazu beitragen, daß ein paar mehr Studenten in diesem Land uns kennenlernen. Es reicht nicht aus, den Kampf um die Deutungshoheit nur vom Schreibtisch aus zu führen. Wer nur mit “Maske und Zettel” agiert, bleibt wirkungslos.

So ist auch unser Postkarten- und Aufklebermotiv “Occupy the Feuilleton” zu verstehen. Unser Dauerstalker Jens Kassner hat sich in seinem Blog auf den Seiten des linksliberalen freitag schon den Erfolg dieser Aktion ausgemalt.

Michael Angele muss seinen Schreibtisch also bald an Felix Menzel abgeben, Kubitschek übernimmt die Kulturredaktion der FAZ, Marco Reese hat bei Lettre international das Sagen und Martin Lichtmesz beim Spiegel. Zwar wären Scharia und Sozialismus damit in Deutschland noch nicht sofort überwunden, das ist mit rein publizistischen Mitteln nicht zu schaffen, doch zumindest mit Gleichmacherei und Meinungsdiktatur wäre schlagartig Schluss. Ungarische Zustände! Eine Nebenerscheinung könnte allerdings sein, dass Deutsche Stimme und Junge Freiheit eingehen, weil sie keiner mehr benötigt.

Kassner macht sich viel zu viele Sorgen. Ich will den Schreibtisch von Angele gar nicht haben; es sei denn, er bringt ihn mir persönlich ins schöne Sachsen. “Occupy the Feuilleton” beginnt viel früher. “Occupy” ist eine Graswurzelbewegung. “Occupy” bedeutet, den Kampf um die Straßenlaterne aufzunehmen, an der Dominanz der Linken an den Unis zu kratzen und das eigene kleine Onlinemagazin gezielt auszubauen, so daß wir auf den gespendeten Schreibtisch vom freitag gar nicht mehr angewiesen sind.

In unserer Verkaufstheke gibt es deshalb diese Woche (bis Sonntag, den 22. April) das Motiv “Occupy the Feuilleton” zu besonders günstigen Preisen (bis zu 50 % reduziert), damit sich wirklich jeder an der Kulturrevolution beteiligen kann.

Hier geht es zu den Aufklebern! Und hier zu den Postkarten (bitte mit einem netten Spruch versehen und in die Redaktionen von FAZ, freitag, ZEIT, … schicken)!

Koran-Aktion fiel aus …

… zumindest heute in Dresden. Viel heiße Luft um nichts also. Somit konnte ich nur kurz mit den Leuten von der Gegenveranstaltung sprechen, die unter anderem das Grundgesetz unter die Leute bringen wollten, aber das steht schon irgendwo in meinem Bücherregal.

Ich hätte mir den Koran gerne mitgenommen und verstehe auch die öffentliche Aufregung nicht. Es gehört zur Meinungsfreiheit dazu, daß auch radikale Kräfte ihre Schriften und Bücher kostenlos verteilen dürfen.

“Ohne Rom in die Zukunft” – Freiheitsmarsch in Bozen

Heute findet in Bozen der Freiheitsmarsch der Südtiroler Schützen statt. Sie wollen sich damit vom “italienischen Staat verabschieden”. Der Marsch steht unter dem Motto “Ohne Rom in die Zukunft”.

Die Zukunftsvisionen der deutschen Parteien - Vollautonomie, Freistaat, Rückkehr zu Österreich und Europaregion Tirol – sind ja hinlänglich bekannt. Dass man Träume erst umsetzen kann, wenn man sich entschließt, auch daraus zu erwachen, werden die Südtiroler beim Freiheitsmarsch eindrücklich unter Beweis stellen. Ein Abschied vom derzeitigen Zustand ist jedenfalls bei der Umsetzung von jeder der oben aufgezählten Visionen notwendig.

Wir haben uns übrigens erst in dieser Woche mit Südtirol beschäftigt. Zu dem Artikel geht es hier entlang.

Chemnitzer “Freie Presse”: Hohe Ausländerkriminalität, die gar nicht so schlimm ist

Die Chemnitzer Freie Presse erklärt uns heute, warum die hohe Ausländerkriminalität in dem Stadtteil, wo das Asylbewerberheim steht, gar nicht so schlimm ist:

Doch Straftat ist nicht gleich Straftat. Die Statistik für das beschauliche Ebersdorf beispielsweise wird maßgeblich beeinflusst durch die dort ansässige Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge. Verstoßen deren Insassen gegen Aufenthaltsbestimmungen oder machen sie sich sonstiger ausländerrechtlicher Vergehen schuldig, werden sie in der Regel rein statistisch auch “in Ebersdorf” straffällig. Insgesamt betrug der Anteil von Ausländern an den insgesamt im Stadtgebiet ermittelten knapp 8800 Tatverdächtigen laut Polizei rund 23 Prozent – einschließlich mehr als 1000 ausländerspezifischer Delikte, die Einheimische gar nicht begehen können.

Nehmen wir das mal auseinander:

  1. Abgesehen vom Zentrum ist Ebersdorf der Chemnitzer Stadtteil mit den meisten Straftaten pro 1000 Einwohner. Während im “beschaulichen” Euba 8 Straftaten pro 1000 Einwohner im Jahr 2011 angezeigt wurden, sind es in Ebersdorf, wo das Asylbewerberheim steht, 218. Es ist aus diesem Grund schon einmal eine absolute Frechheit den Opfern gegenüber, hier von “beschaulich” zu sprechen.
  2. Liegt die hohe Zahl nun wirklich nur an “ausländerspezifischen Delikten”? Wenn ja, würde sich die hohe Kriminalität auf Ebersdorf beschränken. Das ist aber nicht der Fall. Direkt hinter Ebersdorf ist es in den angrenzenden Stadtteilen am gefährlichsten – in Hilbersdorf und Furth.
  3. 23 Prozent aller Delikte gehen auf das Konto von Ausländern. Darunter kann sich natürlich niemand etwas vorstellen. Die Freie Presse verschweigt hier ganz bewußt den Ausländeranteil der Stadt, der bei 3 Prozent liegt.
  4. Die “ausländerspezifischen Delikte” müssen wir uns noch einmal auf der Zunge zergehen lassen: Ich bin gespannt auf die Kommentierung der Freien Presse, wenn das nächste Mal aktuelle Zahlen zum Rechtsextremismus vorgestellt werden. Müssen dann auch alle Propagandadelikte herausgerechnet werden, weil die nur von Nazis begangen werden können?

Am Montag, den 7. Mai 2012, spreche ich in Chemnitz über Ausländergewalt. Sie können sich für diesen Vortrag mit einer Nachricht an redaktion@blauenarzisse.de anmelden!

Zitat des Tages

Je lebhafter und intensiver unsere Wahrnehmung des Sichtbaren ist, desto deutlicher fühlen wir die Realität des Unsichtbaren.

Das Zitat stammt natürlich von Nicolás Gómez Dávila (Einsamkeiten). Von wem sonst?