Monatsarchiv für März 2010

 
 

Bilder aus Marxloh

Unser BN-Reporter war auch mit der Kamera unterwegs:

Mit Sowjetfahnen gegen Rechts

Auf der Hauptverkehrsstraße in Marxloh haben sich gegen 13.10 Uhr linke und linksextreme Gegendemonstranten versammelt. Dort sollen auch Sowjetfahnen zu sehen gewesen sein. Die Demonstranten zogen zur Marxloher Merkez-Moschee weiter. Dort bemühte sich die Polizei vorerst erfolglos um Deeskalation. Gegen 13.35 Uhr trafen offenbar rechte, türkische Demonstranten ein. Sie sollen kurdische PKK-Anhänger unter den linken Gegendemonstranten vermutet haben. Kurzzeitig eskalierte die Lage. Mittlerweile habe die Polizei die Lage wieder unter Kontrolle. Die Lokalzeitung “Der Westen” berichtet von bis zu 10.000 Gegendemonstranten an der Merkez-Moschee und jeweils lediglich 150 bis 200 proNRW- und NPD-Demonstranten.

proNRW- und NPD-Demonstrationen beendet

14:25: ProNRW und NPD haben ihre getrennt verlaufenen Demonstrationen soeben beendet. Die Demonstranten befinden sich mittlerweile auf dem Heimweg. Zwischenzeitlich kam es zu einer kurzen Kundgebung vor einer Polizeiblockade. Hier wiederholte der proNRW-Vorsitzende Markus Beisicht seine Kritik an einer demokratie- und frauenfeindlichen Spielart des Islams in Europa. Zudem bat er die Anwesenden für die anstehende NRW-Landtagswahl die “Daumen zu drücken”. Laut unserem Reporter sei es innerhalb der proNRW-Demo zu keinen nennenswerten Zwischenfällen gekommen.

proNRWs Presseenten: weit unter 1000 Teilnehmer, aber Immobilie für “Haus der Opfer des Islams” gefunden

13:38: ProNRW hat soeben die Kundgebung auf dem Sportplatz von Rhenania Hamborn beendet. Die Demonstranten nähern sich nun der Duisburger Merkez-Moschee. Unser Reporter ist dabei, er zählte etwa 150 Teilnehmer. Das entspricht auch den Polizeiangaben. Im Interview mit BlaueNarzisse.de vom 8. März kündigte proNRW-Vorsitzender Markus Beisicht noch 1000 Teilnehmer für den Sternmarsch an.

Beisicht versprach heute, dass proNRW nach dem Immobilienmarathon endlich ein geeignetes Objekt für das “Haus der Opfer des Islams” in Duisburg-Marxloh gefunden habe. Ein abschließendes Gespräch soll morgen mit Beisicht, dem deutsch-schwedischen Millionär Patrick Brinkmann von proNRW sowie dem Immobilienbesitzer stattfinden. Auf die Pressemitteilung von proNRW darf gespannt gewartet werden. Beisicht prophezeite bei der heutigen Kundgebung, seine Partei werde zu den Landtagswahlen in NRW viele Prozente einfahren. Zudem wolle proNRW zusammen mit anderen europäischen Rechtsparteien ein EU-weites Volksbegehren zum Minarett-Verbot in die Wege leiten.

Auf der Kundgebung sprachen unter anderem auch Filip Dewinter vom belgischen “Vlaams Belang” und Jörg Uckermann, ehemals CDU-Ortsvorsitzender von Köln-Ehrenfeld und nun proNRW-Mitglied. Letzterer bezeichnete Massenzuwanderung als “Irrweg”. Mit 40-50 Teilnehmern bildete der “Vlaams Belang” den Hauptanteil der vertretenen europäischen Rechtsparteien. Zugegen waren außerdem die österreichische FPÖ und die französische “Nouvelle droite populaire”.

Ein Gegendemonstrant mischte sich unter die Kundgebung, konnte aber rechtzeitig von der Polizei hinausbegleitet werden. Zudem musste ein Krankenwagen gerufen werden. Eine anwesende Dame erlitt einen Ohnmachtsanfall.

Bild: proNRW-Vorsitzender Markus Beisicht

Die Polizei als Opfer

Wie die Rheinische Post berichtete, kam es gestern während der NPD- und proNRW-Kundebungen in Duisburg zu Ausschreitungen.  Bei der Gegendemonstration am Duisburger Hauptbahnhof weigerten sich gewalttätige Linksautonome, hinter die Absperrgitter der Polizei zu treten.  Bei den Tumulten wurde ein Polizist am Kopf getroffen und verletzt.  Drei Personen nahm die Polizei vorläufig fest. Ein Mann und eine Frau – offenbar Polizeibeamte – mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Ein weiterer Gegendemonstrant griff einen Polizisten an und tauchte anschließend in der Menge unter.

proNRW-Kundgebung läuft an

12:06: Die Polizei hat die proNRW-Demonstranten umgeleitet. Derzeit findet die Kundgebung der Partei auf dem Sportplatz von Rhenania Hamborn statt. Laut unserem Reporter sind etwa 150 Teilnehmer zugegen. Gegendemonstranten gibt es bis jetzt keine. Die Polizei bemüht sich um die Trennung der proNRW-Demo und des Marxloh-Bündnis’.

pro NRW-Demo blockiert/ Polizei löst Sitzblockaden auf

Sternmarsch

11:25: Die Polizei löst gerade die Sitzblockaden gegen die proNRW-Demonstranten auf. Momentan blockieren zwei Grüppchen an der Ausfahrt zur A59 mit insgesamt circa 100 Teilnehmern den Sternmarsch. Etwa 20-30 Gegendemonstranten seien bereits freiwillig gegangen, berichtete unser Reporter vor Ort.

Zeitgleich blockieren etwa 150 Gegendemonstranten die getrennt stattfindende NPD-Demonstration in der Friedrich-Ebert-Straße.

SPD-Chef Gabriel in Duisburg-Marxloh

10:55: Kurz vor Beginn des Sternmarsches von proNRW kommt es in der Warbruckstraße bereits zu ersten Sitzblockaden. Unser Reporter vor Ort meldet, dass die Polizei diese noch nicht aufgelöst habe. Zudem hat das Marxloh-Bündnis im Umfeld der Duisburger-Moschee erste Infostände aufgebaut.

Auch der SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel ist vor Ort. Marxloh sei seiner Auffassung nach ein gelungenes Beispiel für gelungene Integration. Auf Anfrage eines Journalisten, warum denn der Marsch von proNRW zugelassen wurde, antwortete Gabriel:

“Die Demokratie zeichnet sich dadurch aus, dass man auch Verrückten und Spinnern das Grundgesetz zubilligt.”

Nach dem 11. September habe die Islamophobie in Deutschland zugenommen. Auch deshalb solle der Bürger in Nordrhein-Westfalen am 9. Mai eine demokratische Partei wählen.

Zu den Unterstützern Bündnis’ Marxloh gegen den Sternmarsch zählen neben lokalen CDU- und Die-Linke-Größen auch ein Ableger von Milli Görüs in Marxloh. Der Verfassungsschutz in NRW stuft die muslimische Organisation als islamistisch-extremistisch ein.

BlaueNarzisse.de wird heute aktuell aus Marxloh berichten.

“Do you wanna wischi wischi?”

Es ist als hätte Thomas Gottschalk seine alte Form zurückgewonnen. Eine urdeutsche Sendung, die man hier im ZDF sehen darf. Ganz ohne volkspädagogische Scheiße. Mit guter Musik zwischendurch. Klar Pop. Was sonst?

Lena Meyer-Landrut ist ein Symphatieträger und Stefan Raab ist man dankbar, dass er Gespür für das Metier hat. Zu Gast sind daneben auch Hansi Hinterseer, eine Klassiksängerin, deren Namen ich vergessen habe, Maria Riesch, die dicke englische Tante von Gossip und äh andere. Bei Wetten, dass.. ? Wird stramm Deutsch gesprochen wie Gottschalk verkündet. Der Chinese wettet gegen Emma Thompson. Beide können kein Deutsch, aber der Chinese kann auf Eier springen ohne sie kaputt zu machen. Als der erste Sprung fehlging, erbot sich Thomas Gottschalk dem chinesischen Artisten ein Tuch gegen Eischleim an den Schuhen mit dem multikulturellen Satz “Do you wanna .. äh .. wischi wischi?” anzubieten. Grandios! Der Chinese schafft zwar nicht seine Wette zu gewinnen, weil er es nicht schafft, drei von fünf Sprüngen erfolgreich zu absolvieren, dafür muss Thompson aus Max&Moritz vorlesen. Ein kleiner Junge geht ihr zur Hand. Süß und gut für die Sendung!

Auch die dicke Sängerin von Gossip macht sich prima auf Gottschalks Sofa, nachdem sie vorher Stimmung auf der Bühne gemacht hat.

Zwischendrin jammert Thomas Gottschalk wie schnell die Zeit vergeht und bedient damit die Generation 60+.

Eine herrlich deutsche Sendung. Fast rührend.

PS: Aus Salzburg. O-Ton Gottschalk: “Aus Österreich mit deutschem Publikum.”

Peinlicher Auftakt mit islamkritischen Mahnwachen

Heute haben die Auftaktkundgebungen zum großen “islamkritischen Aktionswochenende” von Pro NRW stattgefunden und ich frage mich sofort wieder, warum Beisicht und Co. den Mund immer so voll nehmen müssen. DerWesten berichtet von 32 rechten Demonstranten in Mühlheim gegenüber 1000 auf der Gegenseite.  Die Polizei spricht von ca. 30 Teilnehmern in Oberhausen bei 400 Gegendemonstranten.

Und was macht Pro NRW nun? Richtig, sie setzen eine Pressemitteilung auf und erklären den Auftakt zu einem “vollen Erfolg”. Angelehnt an Fußballersprache fühlen sie sich nach den ersten paar Spielminuten bereits mit “6:0″ in Führung.

Peinlich verhalten sich aus meiner Sicht beide Seiten: Pro NRW, weil sie so maßlos übertreiben, und die “zivilcouragierten” Gegendemonstranten, weil sie wegen 30 Leuten so einen Aufstand machen.

BlaueNarzisse.de wird am Sonntag übrigens einen Reporter nach Duisburg schicken und so zeitnah wie möglich über alles Wesentliche berichten.