Monatsarchiv für September 2010

 
 

Österreichischer Pass für deutsche Südtiroler gefordert

Österreichische Staatsbürgerschaft für Südtiroler(unzensiert.at) Der Streit um die Zugehörigkeit der deutschen Bevölkerungsmehrheit in Südtirol nimmt eine neue Wendung: Die “Süd-Tiroler Freiheit” hat eine Kampagne zur doppelten Staatsbürgerschaft gestartet. Diese Idee wurde in Südtirol mit großer Begeisterung aufgenommen – alle deutschsprachigen Parteien sprachen sich dafür aus. Nun sollen im Zuge einer Bürgerinitiative auch in Österreich Stimmen für die Südtiroler gesammelt werden.

Die Aufforderung enthält bewusst keine Gesetzesvorschläge: Die großangelegte Kampagne soll in ganz Österreich und Südtirol die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf die Zugehörigkeit der deutschen Südtiroler lenken und auf deren Bedürfnisse sensibilisieren. Bis jetzt betitelt Italien Südtirol als “inneritalienisches Anliegen”, da die Einwohner Italiener seien. Prinzipiell ist die doppelte Staatsbürgerschaft in Italien selbst vorgesehen – für Italiener, die als Mindnerheit in anderen Staaten leben. Nach diesem Vorbild können die Südtiroler die österreichische Staatsbürgerschaft erwerben und somit dem Staat Österreich mehr politische Handlungsfähigkeit für die Rechte der Südtiroler verleihen.

Der Nordtiroler FPÖ-Nationalratsabgeordnete Werner Königshofer bewertet die Kampagne als logisch und legitim. Die Angst der Südtiroler um ihre Kultur sei angesichts der demographischen Entwicklungen berechtigt: Nach diesen würde es nur noch 25 Jahre dauern, bis mehr als die Hälfte der Bevölkerung Südtirols nicht mehr deutscher bzw. ladinischer Abstammung ist. Die Kritik an der fortschreitenden Italienisierung des Gebiets ist ein Hauptpunkt des Programms der Süd-Tiroler Freiheit: Sie sieht das in den Menschenrechten verankerte Selbstbestimmungsrecht der Völker bedroht.

Für Samstag, 2. Oktober, ist ein Gesamt-Tiroler Unterschriftentag geplant, an dem in allen Tiroler Gemeinden um Unterstützung der Initiative für die Doppelstaatsbürgerschaft geworben werden soll.

Literaturbombardement 2

Und hier noch ein Beitrag zu einer Lesung von Rainhald Goetz bei Suhrkamp. Motto “Mittendrin in dieser Kaputtheit”.  Erwähnt wird auch die Stippvisite Christian Krachts bei der Scientology-Zentrale in Berlin.

Ich möchte die Gelegenheit gleich nutzen, um noch einmal auf unseren Rainer-Maria-Rilke-Preis 2010 zu verweisen.

Poetry Rain in Berlin/ Gedichteregen

Hier das Video einer sehr schönen Aktion vom 27. August 2010 in Berlin. Organisiert hat es die Literaturwerkstatt Berlin, über den Berliner Himmel flog die Lyrik deutscher und chilenischer Gegenwartsautoren. Mehr davon!  Auch die BZ hat darüber berichtet.

Ausländer überfallen Weimarer Anti-Rechts-Bündnis

Zusammen mit mehreren Schulen veranstaltete das Bündnis gegen Rechts am letzten Freitag einen Projekttag unter dem Motto „Vielfalt entdecken, fördern, leben“ im „Mon ami“ in Weimar. Doch die Vielfalt, die die Teilnehmer dann entdeckten, war so nicht eingeplant. Denn die anschließende Abschlussparty wurde von einer größeren Gruppe Ausländer angegriffen, und endete in einer Massenschlägerei.

…, schreiben die Kompakt Nachrichten. Über die OTZ darf Kathrin Schuchardt zu dem Vorfall ihre Streetworkervorurteile verbreiten, und die bösen jungen Kerle vorschieben, anstatt zu gestehen, dass es keine Horde Vietnamesen war, die die Abschlußparty der Projekttage “bereichert” hatte. Beachtenswert auch die jeweilige Leserkommentierung.

Im Übrigen ist es auch um den Leipziger Hauptbahnhof bereits wiederholt vorgekommen, dass herumlungernde Punks von Einwanderern die Nase begradigt bekommen haben. Wie sich die Dinge doch gleichen.

“Unter Linken” als TV-Reportage

Ergänzend zu seinem Buch “Unter Linken” kommt am Sonntag auf RTL in Spiegel TV Magazin (23.25 Uhr) eine Reportage, die Jan Fleischhauer dabei begleitet, wie er Christian Ströbele, Frank Bsirske, die Grüne Jugend und andere verärgert.

Jürg Halter und seine „Schule der Unruhe“ entdecken!

Um für die Lyrik eine gesellschaftlich relevante Rolle zurückzuerobern, halte ich zwei Wege für möglich: Zum einen können die Probleme der Lyrik gelöst werden, sollte es jemandem gelingen, das eine Wort, was die gegenwärtige Welt im Innersten zusammenhält, auszusprechen. Mit Rilke gesprochen:

Ich kann mir kein seligeres Wissen denken, als dieses Eine: daß man ein Beginner werden muß. Einer, der das erste Wort schreibt hinter einem jahrhundertelangen Gedankenstrich.

Zum anderen kann man es so machen wie der Schweizer Poet Jürg Halter. Er schafft mit seinen bedächtig ausgewählten Worten gepflegte Unruhe und sucht nach ruhigen Orten, wo man noch auf das Wort hört. Um dieses Projekt dennoch nicht zu langatmig werden zu lassen, reichert er seine Worte mit Klängen und Bildern an, die ebenfalls eine ganz eigene Sprache sprechen. Irgendwann einmal hat Halter halb im Scherz gesagt, er würde „Post-Hiphop-Pop-Musik“ machen. Mit seiner neuen Band Schule der Unruhe läutet er nun auch das Post-Jazz-Zeitalter ein.

Wie vielfältig Halter ist, kann man auch nach einem kleinen Rundgang bei Youtube erahnen. Die dort zu findenden Gedichtfilme zeigen Wege für eine Post-Lyrik auf. Damit ist keineswegs ein Zeitalter nach dem Gedicht gemeint, sondern die Suche nach Postwegen, auf denen die Lyrik ihre Adressaten findet.

Bild (Jürg Halter): © Matthias Günter 2010

Subtile Volksverhetzung

Im Tagesspiegel wird wieder der revolutionäre Klassenstandpunkt gefestigt, indem 137 Opfer von Rechtsradikalismus vorgeführt werden. Es ist die selbe Zahl, die Stasispitzel Anetta Kahane immer wieder über die Amadeu-Antonio-Stiftung hervorkramt, und die angesichts der “unmenschlichen Grausamkeiten” niemand überprüft. Ein Kewil-Kommentator erklärt zu der Liste:

Da stehen die 8 Opfer des Brandanschlages von Lübeck drin (ein Libanese wurde als Brandstifter angeklagt, aber nicht verurteilt) und die Opfer von psychisch Kranken, wie ein 14-jähriges Mädchen, das in Saalfeld von einem 15-jährigen, der frisch aus der Klapse kam, erstochen wurde. Daneben gibt es noch einige Fälle vor allem Anfang der 90er, die ohne Namensnennung beschrieben “Ein Obdachloser wird von seinen Saufkumpanen nach einem Streit erschlagen”. Unbestreitbar sind das alles Morde, aber bei einigen wurde ein politischer Hintergrund mühsam dazugedichtet.

Für die Volksfeinde ist eher klar, dass die Polizeistatistik von “Fascho-Bullen” gefälscht wurde, denn sie weist nur 47 Nazi-Morde auf, als dass Kahane und ihre Sympathisaten eigene Propagandainteressen haben könnten.

Der Nazi-Trick zieht aber nicht bei allen. Jedenfalls nicht bei mir. Ich erinnere gern an Sebnitz, Mittweida, Mügeln, Mannichl oder den dann doch nicht rechtsextremen Ludwigshafener Brand im Türkenhaus nach Stromklau.

Die Ausländerpolitik der BRD-Linken (CDU/CSU/SPD/Grüne/Linke) ist dermaßen menschenverachtend und schuldbeladen, dass selbst die fiktive Zahl von 137 Toten seit 1990 absolut lächerlich im Verhältnis zu den direkt durch die Asyl- und Ausländerpolitik verursachten Morden und Totschlägen erscheint. Nachweislich beträgt die Zahl der wegen Mord und Totschlag verurteilten Ausländer satte 30% an der Gesamtanzahl der wegen diesen Delikten verurteilten Delinquenten: Da sind unsere eingebürgerten Schätze noch nicht berücksichtigt, weshalb 30% als eine ziemlich sichere Zahl gelten dürfte, um die Einwanderungspolitik nach ihrer Wirkung zu beurteilen.

Nehmen wir allein die Anzahl der Morde aus dem verlinkten Wikipediaartikel, so kommen wir gegenwärtig auf ALLEIN ca. 100 Morde durch Ausländer in einem Jahr. Da sind die Totschläge noch gar nicht berücksichtigt! Wenn wir die Wikipedia-Statistik ernst nehmen, sehen wir auch, dass die absolute Zahl der Mordopfer seit Mitte der 90er zurückgegangen ist, weshalb die 100 Morde per annum auch problemlos als Mindestwert(!) für die Jahresquote innerhalb der beiden vergangenen Dekaden angenommen werden können.

Es stehen sich also 2000 Morde durch Ausländer, welche diejenigen, die die Masseneinwanderung begrüßen (“Lasst uns mit den Deutschen nicht allein!”), mit zu verantworten haben, 137 (teilweise fiktiven, aber ok) durch Nazis verübten Morden in den letzten 20 Jahren gegenüber.

Die Gefahr, durch Ausländergewalt zu  sterben, ist also MINDESTENS 14 Mal höher gewesen, als durch Nazis umzukommen. Wohlgemerkt betreffen Morde von Ausländern auch andere Einwanderer – damit wir uns nicht falsch verstehen. Davon kann man ausgehen. Wahrscheinlich ist der Faktor 14 aber völlig untertrieben, da einerseits nicht die Taten der Eingedeutschten und andererseits nur die Morde berücksichtigt wurden. Legt man nur die amtlichen 47 Toten zugrunde, liegt die Quote bei den sonst gleichen Parametern von 2000 Ausländermorden innnerhalb der zwei Dekaden seit der Wende schon bei 1:42.

Im Tagesspiegel soll bewusst Angst geschürt werden! Den Massen soll subtil vor Augen geführt werden, wohin Sarrazins Äußerungen führen KÖNNEN, wenn sich nicht alle unverzüglich zum Gegenteil bekennen.

Meine Ausführungen sollten zeigen, dass diese Panikmache nur dazu dienen soll die katastrophale, menschenfeindliche Ausländerpolitik der BRD und ihrer ROTEN Unterstützer zu vernebeln. Was gefährdet hier in welchem Ausmaß die Sicherheit oder gar das Leben der Bürger? Lasst EUCH nicht täuschen! Diese dargestellten Zahlenverhältnisse sind wichtig, weil sie die notwendigen gesellschaftlichen Prioritäten aufzeigen, und den Versuch von kommunistscher Seite die Gefühlslagen propagandistisch zu instrumentalisieren.

Die Linken tragen sehr viel Schuld! Sie werden nicht ewig von sich ablenken können. Die Verausländerer Deutschlands töten kraft Organisationsherrschaft – auch Einwanderer – wenigstens bewusst fahrlässig!

Links:

- Karl Eduards Kanal fragt: “Haben wir an unseren eigenen Totschlägern nicht genug?”

- netzwerkrecherche kommentiert den volkspädagogischen Versuch auch

- der Meinungssöldner hat auch die Zahlen gedeutet

Rilke verstehen und handeln

Unser Rilke-Preis läuft gut an. Während wir bis vor kurzem noch recht enttäuscht waren aufgrund der mäßigen Resonanz innerhalb der eigenen Reihen, zeigt sich nun, wie richtig die Ausrichtung dieses Wettbewerbs ist. Die Werbeoffensive läuft auf Hochtouren und die ersten Einsendungen sind bereits eingetroffen. Diejenigen, die die deutsche Kultur zerstören wollen, haben auch bereits reagiert und warnen vor dem Preis.

Von den Erfolgen in der Außenwirkung lassen wir uns jedoch nicht den freien Blick auf die Tatsache verstellen, daß unsere eigene Leserschaft noch viel zu wenig mit Kunst und Kultur anfangen kann. Das wollen wir ändern und nehmen den Rilke-Preis als Anlaß, euch in den nächsten Wochen und Monaten ausführlich die Gedankenwelt dieses großen Dichters vorzustellen. Das machen wir nicht, weil es eben interessant ist. Vielmehr stellen wir Rilkes Aufforderung “Du mußt dein Leben ändern!” als Motto voran. Als Persönlichkeiten können wir nur reifen, wenn wir uns auf die Tiefe des Lebens einlassen und der Schnellebigkeit trotzen.

Ein kleiner Vorgeschmack:

Jungen Menschen möchte ich immer nur dieses eine sagen (es ist fast das einzige, was ich bis jetzt sicher weiß) – daß wir uns immer an das Schwere halten müssen; das ist unser Teil. Wir müssen so tief ins Leben hinein gehen, daß es auf uns liegt und Last ist: nicht Lust soll um uns sein, sondern Leben.

[Auszug aus: Rilke - Du mußt dein Leben ändern; ab 85 Cent bei Amazon erhältlich]

Der Professor ein Sympath: Tatbestand Zivilcourage

Prof. Dr. iur. utr. Ralph Weber (CDU) ist offenbar der Auslöser für den (vermutlich rechtswidrigen) Beschluss der Universitätsverwaltung der Ernst-Moritz-Arndt-Unversität Greifswald, ein Verbot von “Thor Steinar”-Klamotten auf dem Universitätsgelände über die Hausordnung durchzusetzen.

Ein Mann, der aus exakter Kenntnis der Theorie des liberademokratischen Rechtsstaates heraus offen Position bezieht, gerät in das Visier der Deutschen Jakobiner und deren Kindergärtner. Und wird vom Spiegel assoziativ mit Postnationalsozialisten zusammengerührt. Diese Vorgehensweise ist langsam als billigstes Standardrepertoire der rot-grün verseuchten Presseorgane bekannt. Dass stalinistische Methoden auch von Teilen der Universitätsleitung zu erwarten waren, zeigte schon der glücklicherweise gescheiterte Versuch die Arndt-Universität umzubenennen.

Die Vermutung, dass Herr Weber einfach die Schnauze voll von den Idioten hat, die ihn bevormunden wollen, und wohl zum Teil auch bevormunden können, scheint nicht abwegig.

“Dass er Kleidung von Thor Steinar trägt, mag ich ihm nicht vorwerfen. Bei einem solchen Menschen liegt der Verdacht nahe, dass er eine bestimmte politische Position nur zur Provokation einnimmt. Vor allem wenn man mal bedenkt bei wem der sich habillitiert hat.”

mutmaßt der Meinungssöldner, der selbst Jurist ist.

Weber war an die EMA-Uni Greifswald gekommen, nachdem die Universität Rostock, an der er vorher lehrte, den Staatsexamensstudiengang Rechtswissenschaften abgeschaffen hat, um Jura nur noch als Bachelorstudium anzubieten. Damals schrieb er in einem öffentlichen Abschiedsbrief:

Wehmütig ist auch der Blick zurück auf die Studierenden, die meine Vorlesungen durchlaufen (und durchleiden) mussten, die aber uneingeschränkt dem 1. Juristischen Staatsexamen zustrebten, ohne diese Veranstaltungen mit nicht staatsexamensbezogenen Bachelor-Studierenden, uninteressierten Lehramtsstudenten oder notwendigerweise dabeisitzenden WiSo’s teilen zu müssen. Ihnen allen danke ich für die Aufmerksamkeit und das Gefühl, ein wenig Verständnis für die Logik der Rechtswissenschaft vermittelt zu haben.

Wut und Zorn hingegen prägen den Blick auf die Ursachen der Schließungsentscheidung. Ohne Gespür für die Notwendigkeit einer eigenständigen Juristenausbildung und ohne plausible Gründe wird eine funktionierende und von den Studierenden gut nachgefragte Fakultät auf Druck einer inkompetenten und aus bildungspolitischen Nieten bestehenden Landesregierung geschlossen, während an derselben Universität Fakultäten und Fachbereiche mit zusätzlichen Professorenstellen künstlich am Leben erhalten werden, die vom Wissenschaftsrat ein weit unterdurchschnittliches Niveau bescheinigt bekommen haben und deren Schließung der Wissenschaftsrat unserer Landesregierung nahegelegt hat. Scheinbar muss man in diesem Lande nur richtig schlecht und erfolglos arbeiten, um als Fakultät wie als Minister gefördert bzw. gefeiert zu werden. Wie schade für alle nicht ganz so Schlechten!

[...]

Enttäuschung dagegen bietet der Blick auf dasjenige, was unserer Juristischen Fakultät in Rostock nunmehr bevorsteht. Unterricht für Nichtjuristen, die niemals die Befähigung zum Richteramt und damit die Zulassung zu den klassischen juristischen Berufen (Richter, Staatsanwalt, Rechtsanwalt, Notar) erlangen werden und nicht vor Gericht auftreten dürfen. Denn der sich hinter der wichtig klingenden Bezeichnung „Wirtschaftsjurist“ versteckende Bachelor in Jura ist eben kein juristischer Grad, der die Befähigung zum Richteramt verleihen würde, sondern Jura light für Sachbearbeiter in Wirtschaft, Versicherung und Banken, die hier aber mit den vielen mit eher schlechtem Staatsexamen besser qualifizierten Volljuristen um die wenigen Plätze konkurrieren – also eine Ausbildung mit und für die Arbeitslosigkeit. Das hat diese Fakultät nicht verdient. Und diejenigen, die ihr das antun, sie in die 2. Liga der Fakultäten verbannen und Universität wie Ministerium damit das Feigenblatt belassen, die Juristische Fakultät ja gar nicht geschlossen, sondern nur den Staatsexamensstudiengang genommen zu haben, verdienen dafür weder Respekt noch Mitleid, denn sie wissen, was sie da tun! Ein ehrenvolles „Nein“ zu solchen Plänen wäre besser gewesen – ganz nach dem Motto: „Lieber stehend sterben als knieend leben“ (Böhse Onkelz). Deshalb bleibt auch kein Wunsch nach Erfolg für diesen Studiengang, sondern die Hoffnung, dass die potentiell hier „Wirtschaftsjurist“ Studierenden erkennen, dass sie als Feigenblatt missbraucht und in die Arbeitslosigkeit ausgebildet werden.

Ein unbequemer Mann, der der Deutschen Tugendwacht schon durch ein Interview mit der JF verdächtig wurde, weil er – wohl im Gegensatz zu Seehofer – nicht an der Möglichkeit einer neuen Rechtspartei zweifelt.

Auch Weber ist offenbar das Opfer von Rückverdummungsplänen der Bundes- und Landesregierung geworden, und muss einsehen, dass sich die neue Partei zuallererst gegen solcherlei Bestrebungen wird auflehnen müssen.

Hey Faz! Merkste selber, ne?

In die Rubrik “Sarrazin hat Recht – Die Deutschen werden immer dümmer” reiht sich heute Frau Katharina Spieß, Familienökonomin am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin, mit ihrer (leider unselten gewordenen) dämlichen Dämlichkeit ein.

Faz-Autor Philip Plickert weiß von Frau Spieß zu berichten:

In ihrem Vortrag konzentrierte sich Spieß auf die Frage der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Diesen Schwerpunkt setzt die deutsche Familienpolitik seit einigen Jahren. Vor allem die jungen, gut ausgebildeten Frauen sollen auf den Arbeitsmarkt. In dieser Weise hat die auf zwölf bis vierzehn Monate begrenzte Auszahlungszeit des Elterngelds gewirkt: Die verkürzte Transferzahlung lässt Frauen schneller auf den Arbeitsmarkt zurückkehren. Aussagen, ob die neue Familienpolitik nicht nur die Arbeitsmarktpartizipation erhöhe, sondern auch eine höhere Geburtenrate ermögliche, könnten noch nicht getroffen werden, gab Spieß zu. Sie befürwortete den breiten Ausbau der frühkindlichen Betreuung in Krippen, weil damit Bildungschancen erhöht und gleicher würden. “Es würde zu mehr Ungleichheit kommen, wenn die gut ausgebildeten Mütter mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen”, sagte sie.

Was ihre Aussage zu bedeuten hat, hat sie vermutlich selber nicht verstanden.  Jedenfalls gehe ich zu ihren Gunsten davon aus, weil sie andernfalls vermutlich ihren Schnabel gehalten hätte. Naja, nun isses raus. Ich brauche das auch an dieser Stelle gar nicht selbst umfänglich zu kommentieren, weil es ein treuer Stammleser der Faz bereits getan hat:

“Bryan Hayes” fasste präzise zusammen:

Betreuung in Krippen, weil damit Bildungschancen erhöht und gleicher würden. “Es würde zu mehr Ungleichheit kommen, wenn die gut ausgebildeten Mütter mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen”, sagte sie.’
Lese ich da richtig?
Soll das heißen, das größte Deutsche Wirtschaftsforschungsinstitut, das weitgehend aus Steuermitteln finanziert wird, befürwortet eine vorsätzliche Verdummung von Kindern gut ausgebildeter Mütter, indem sie gezwungen werden sollen, diese in Krippen zu geben?!

Wär Frau Spieß Hausfrau geblieben, hätte sie wenigstens nicht die Öffentlichkeit mit ihrem Irrsinn oder ihrer intellektuellen Würdelosigkeit geplagt. Jenachdem oder beides.

Doch den eigentlichen Gag hat das DIW selbst parat, die Vita von Frau Spieß:

Es erfolgten zahlreiche Forschungsaufenthalte im In- und Ausland, wie z.B. am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Berlin, am Niederländischen Interdisziplinären Institut (NIDI), Den Haag, an der Freien Universität Amsterdam, am Center for Policy Research, Syracuse University, Syracuse (USA) sowie an der Cornell University, Ithaca (USA).

Sie war u.a. Mitglied der Sachverständigenkommission für den Siebten Familienbericht der Bundesregierung. Derzeit ist sie u.a. Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats für Familienfragen beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und Mitglied der Sachverständigenkommission für den 14. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung.

Hahahahahaha! Ich habe Tränen gelacht. Unsere Vorfahren lachen uns aus, ganz sicher.

Schon wieder einen Nachtrag, halb Zwölf:

Musste feststellen, dass Frau Prof. Katharina Spieß sich mit ihrer Aussage lediglich als Anhängerin der APPD (Anarchistische Pogo-Partei Deutschlands) geoutet hatte.

So sieht ihr Weltbild aus:

Damit ist es ja quasi als Weltanschauung geschützt.