TV Berlins “Political Post”

In der ersten Folge dieses Formats, für das noch nicht sicher ist, ob sich ein Sendeplatz im TV finden wird, diskutiert unter anderem auch Manfred Kleine-Hartlage – Autor von Das Dschihadsystem – über Deutschland schafft sich ab und die öffentlichen Reaktionen diesbezüglich.

Sehen kann man die aufgezeichnete Sendung im Netz HIER.

Wim Wenders und Deutschland 09

Arte strahlt seit dem vergangenen Mittwoch eine Serie namens Deutschland 09 aus (erster Film kann bereits im Netz gesehen werden):

Bilder von dem “Erster Tag”, Dialoge zwischen deutschen politischen Legenden und Weltkonferenzen zwischen Kindern: “Deutschland ’09″ zeigt unterschiedliche Teile der deutschen Einheit. Kinostars wie Benno Fürmann spielen vor den Kameras weltberühmter Regisseure wie Fatih Akin, Wolfgang Becker und Tom Tykwer. Stets mit scharfem Blick halten sie uns den Spiegel vor und erzählen mal vom deutschen Unbehagen oder der “Idee Deutschland”.
Es geht in dieser Filmreihe um Erinnerungen, Vergangenheit und Zukunft. Mit Filmen wie “Der Weg, den wir nicht mehr zusammen gehen” und “Fraktur” reisen wir tief in die deutsche Geschichte, um später, mit Regisseuren wie Christoph Hochhäusler und Angela Schanelec, uns die Frage nach der deutschen Identität in Zeiten der Internationalisierung zu stellen. “Deutschland ’09″ kann als Patchwork von Ideen verstanden werden, von Ideen, die in ihrer Summe ein Bild von Deutschland ergeben.
Die einzelnen Filme im Überblick:
(1): “Der Name Murat Kurnaz”; (2): “Krankes Haus”; (3): “Schieflage”; (4): “Der Weg, den wir nicht zusammen gehen”; (5): “Séance”; (6): “Ramses”; (7): “Die Unvollendete”; (8): “Joshua”; (9): “Erster Tag”; (10): “Fraktur”; (11): “Eine demokratische Gesprächsrunde zu festgelegten Zeiten”; (12): “Feierlich reist”; (13): “Gefährder”.

Streckenweise erinnert Deutschland 09 an Wim Wenders großartigen, fast elegischen Film Der Himmel über Berlin von 1987. Analog zu den von uns bereits umfassend vorgestellten Gedichtfilmen handelt es sich hier um poetische Prosafilme, von denen es freilich in Deutschland noch viel zu wenig gibt. Erinnert sei auch an Wenders nicht weniger schönen Film Paris, Texas.

Bild: Otto Sanders als Engel in Der Himmel über Berlin

Muß man es so drastisch sehen?

Die Sonne scheint, es ist schön warm. Ein guter Zeitpunkt für eine Diskussion im Sinne der Förderung demokratischer Pluralität. Der Prediger von Braunschweig (nomen est omen) predigte im März auf offener Straße und erregte die Gemüter mit ungeahnter Drastik. Seine düsteren Zukunftsvisionen haben es verdient gehört zu werden:

Meine Frage: Muß man es so drastisch sehen?

(Autor des Videos: BewegtBildBau)

Kirsten Heisig: Suizid

Letzte Woche gab es wilde Spekulationen um das Verschwinden der Neuköllner Jugendrichterin Kirsten Heisig. Übereilige Kommentatoren malten sich bereits aus, welche Folgen es hätte, sollte die Jugendrichterin von einem jugendlichen Kriminellen mit Migrationshintergrund ermordet worden sein. Wir haben uns mit Absicht zurückgehalten, weil das Leben eben oftmals nicht so eindimensional ist.

Seit gestern steht nun fest: Heisig hat Selbstmord begangen. Die Gründe dafür gehen die Öffentlichkeit nichts an.

Sebnitz in Pankow

Der Tagesspiegel titelte vor einigen Tagen: “Mädchen angeblich von 90 Angreifern aus Freibad gejagt”. Das klingt echt nach einer Mischung aus Sebnitz und Mügeln mit umgekehrten Vorzeichen. Nur diesmal sind die Wellen nicht ganz so hoch geschlagen, obwohl es sich sogar um Wiederholungstäter handeln könnte und rassistische Motive nicht ausgeschlossen werden können. Seit etwas mehr als einem Monat wissen wir ja zum Glück, daß auch Migranten rechtsextrem sein können.

Vor Dutzenden Angreifern soll am Dienstagabend ein 14-jähriges Mädchen aus dem Freibad Pankow geflüchtet sein. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, habe sich das Mädchen in der Nähe eines Schwimmbeckens aufgehalten, als es von einer ihr unbekannten Jugendlichen beleidigt worden sei. Die 14-Jährige konterte laut Polizei und fing sich eine Ohrfeige ein, woraufhin sie sich in die Umkleidekabinen flüchtete. Als eine Freundin ihr dort zu Hilfe eilte, soll die Gruppe der Angreifer auf bis zu 90 Personen angewachsen sein. Die Mädchen gaben an, getreten und geschlagen worden zu sein, bis ihnen schließlich die Flucht von dem Gelände gelang. Im Krankenhaus wurden die beiden ambulant behandelt. Die Mutter eines der Opfer erstattete Anzeige. Die Polizei ermittelt jetzt auch gegen den Sicherheitsdienst des Schwimmbades wegen des Verdachts auf unterlassene Hilfeleistung

Das Wachpersonal hat nach eigenen Angaben von dem Vorfall nichts mitbekommen. Am Freitag konnte im Freibad keiner bestätigen, Zeuge einer Auseinandersetzung geworden zu sein. Einzig eine Imbissmitarbeiterin sagte, dass fünf Mädchen „südländischer Abstammung“ kurz vor Badschließung Süßigkeiten gekauft und dabei laut gesagt haben sollen: „Jetzt schlagen wir die Deutsche.“

(…)

Erst 2008 waren bei den Berliner Bäderbetrieben die Sicherheitsvorkehrungen verschärft worden. Im Sommerbad Wuhlheide hatten Vandalen einen Schaden von 260 000 Euro angerichtet, im Prinzenbad kam es 2004 sogar zu einer Messerstecherei. Auch im Sommerbad Pankow ist es nicht die erste Prügelei unter Gästen. 2006 gerieten dort an die 100 Besucher aneinander. Viele von ihnen sollen wie im aktuellen Fall Migrationshintergrund gehabt haben. Michelle Seipold und Madina Dolle, beide 13 Jahre alt, lassen sich aber nicht vom Baden abhalten. „Irgendwer pöbelt hier immer, wir sind das gewohnt und kommen trotzdem her.“

rbb spricht Klartext vorm 1. Mai …

… und Katja Kipping (Die Linke) und Franziska Drohsel (Juso-Vorsitzende) verweigern jeglichen Kommentar zu ihren Kontakten zu militanten Linksextremisten.

Beschwichtigend poetisieren

logo_frontEnde gut – alles gut.  Vor wenigen Minuten lief auf ARD das Sozialdrama “Zivilcourage” aus. Dramatisch ging’s dann kaum noch zu, das retardierende Moment hinkte hinterher und letztendlich öffnete der Protagonist – Antiquar Peter Jordan (Götz George alt) – die Fenster um beinahe wie Kolumbus Amerika auszurufen. Insofern aber ist Christian Dorns Besprechung noch viel zu wohlwollend.

Mit ein wenig Zivilcourage gegen Kriminelle mit Migrationshintergrund wendet sich doch alles zum Guten. Das ist die enttäuschende Moral dieses Films. Und so können auch der naive Mut des schnäuzbärtigen Antiquars und seine Lektionen in Hochkultur für die Analphabetin Jessica (Carolyn Genzkow) letztendlich doch nicht überzeugen. Dann eher doch Jessicas kettenrauchende Hartz-IV-Mutter. Wenigstens hier stimmt die Realität einigermaßen. Für das Genre “Sozialdrama” generell aber hebt “Zivilcourage” hoch an und landet schlecht.

Der israelische Regisseur Dror Zahavi hält den Spannungsbogen lange durch, das Ende gerät dafür umso schwächer. Der Antiquar senkt die Pistole, ruft den Migranten ein “Raus aus meinem Laden” zu und schon nimmt die Polizei den Schläger mit. So ließe sich der vorgeblich dramatische Ausklang resümieren. Irgendwie, mit einem Fünkchen Optimismus wird doch alles gut mit gewaltbereiten MitbürgerInnen.  Das dies dem Gewaltpotential der aus dem Kosovo stammenden, die Familie des Mannes bedrohenden Kosovo-Albaner vollkommen widerspricht, ignoriert die Handlung. Es scheint, als wöllte Zahavi ein längst nicht mehr zu verschweigendes Thema – Ausländerkriminalität – beschwichtigend poetisieren.

ksa: Was sucht Merkel in Paris?

Mit dabei: ein BN-Redakteur und ich.

konservativ-subversive aktion

Am 2. Mai 2008 störte die konservativ-subversive aktion (ksa) den 1968-Kongreß der Linksjugend. Dieses Video zeigt uns in Aktion. Mit dabei: mehrere BN-Autoren.