PAIDEIA-Chefin: Ohne die jüdische Führungsrolle wird Europa nicht überleben

Immer mal wieder stößt man auf interessante Aussagen von Personen aus dubiosen Think Tanks. Die Frau im folgenden Video, Barbara Lerner, ist Teil des European Institute for Jewish Studies in Sweden mit dem sinnigen Namen “Paideia”, was soviel wie Bildung oder Erziehung bedeutet.

So freimütig kann wohl nur eine Jüdin sprechen, die sich sehr siegesgewiss in Bezug auf ihre Positionen ist. Es dürfte klar sein, dass wir nicht ihre naive Meinung teilen, wonach aufflackernder Antisemitismus in Schweden lediglich ein vorübergehendes Phänomen sei. Vielmehr spricht alles dafür, dass mit der fortschreitenden Islamisierung antisemitische Worte und Taten erst wieder so richtig gesellschaftsfähig werden.

Maximen und Reflexionen (II): Liberalität

Es hat bisweilen etwas heilsames zu wissen, dass gewisse Probleme nicht neu sind und schon den Altmeister Goethe vor 180 Jahren bedrückten. Lassen wir ihn für uns sprechen:

 

Man muß sein Glaubensbekenntnis von Zeit zu Zeit wiederholen, aussprechen, was man billigt, was man verdammt; der Gegenteil läßt’s ja auch nicht daran fehlen.

 

Eine falsche Lehre läßt sich nicht widerlegen, denn sie ruht ja auf der Überzeugung, daß das Falsche wahr sei. Aber das Gegenteil kann, darf und muß man wiederholt aussprechen.

 

Wenn ich von liberalen Ideen reden höre, so verwundere ich mich immer, wie die Menschen sich gern mit leeren Wortschällen hinhalten: Eine Idee darf nicht liberal sein! Kräftig sei sie, tüchtig, in sich selbst abgeschlossen, damit sie den göttlichen Auftrag, produktiv zu sein, erfülle. Noch weniger darf der Begriff liberal sein; denn der hat einen ganz andern Auftrag.

Wo man die Liberalität aber suchen muß, das ist in den Gesinnungen, und diese sind das lebendige Gemüt.

Gesinnungen aber sind selten liberal, weil die Gesinnung unmittelbar aus der Person, ihren nächsten Beziehungen und Bedürfnissen hervorgeht.

Weiter schreiben wir nicht; an diesem Maßstab halte man, was man tagtäglich hört!

[Goethe, Maximen und Reflexionen, 1821/1824]

Das Problem mit den Jungen

Es begegnet mir von Zeit zu Zeit ein Jüngling, an dem ich nichts verändert noch gebessert wünschte; nur macht mir bange, daß ich manchen vollkommen geeignet sehe, im Zeitstrom mit fortzuschwimmen, und hier ist’s, wo ich immerfort aufmerksam machen möchte: daß dem Menschen in seinem zerbrechlichen Kahn eben deshalb das Ruder in die Hand gegeben ist, damit er nicht der Willkür der Wellen, sondern dem Willen seiner Einsicht Folge leiste.

 

Wie soll nun aber ein junger Mann für sich selbst dahin gelangen, dasjenige für tadelnswert und schädlich anzusehen, was jedermann treibt, billigt und fördert? Warum soll er sich nicht und sein Naturell auch dahin gehen lassen?

 

Für das größte Unheil unserer Zeit, die nichts reif werden läßt, muß ich halten, daß man im nächsten Augenblick den vorhergehenden verspeist, den Tag im Tage vertut und so immer aus der Hand in den Mund lebt, ohne irgend etwas vor sich zu bringen. Haben wir doch schon Blätter für sämtliche Tageszeiten! Ein guter Kopf könnte wohl noch eins und das andere interkalieren. Dadurch wird alles, was ein jeder tut, treibt, dichtet, ja was er vorhat, ins Öffentliche geschleppt. Niemand darf sich freuen oder leiden als zum Zeitvertreib der übrigen, und so springt’s von Haus zu Haus, von Stadt zu Stadt, von Reich zu Reich und zuletzt von Weltteil zu Weltteil, alles veloziferisch.

 

Sowenig nun die Dampfmaschinen zu dämpfen sind, sowenig ist dies auch im Sittlichen möglich: die Lebhaftigkeit des Handels, das Durchrauschen des Papiergelds, das Anschwellen der Schulden, um Schulden zu bezahlen, das alles sind die ungeheuern Elemente, auf die gegenwärtig ein junger Mann gesetzt ist. Wohl ihm, wenn er von der Natur mit mäßigem, ruhigem Sinn begabt ist, um weder unverhältnismäßige Forderungen an die Welt zu machen noch auch von ihr sich bestimmen zu lassen!

 

Aber in einem jeden Kreise bedroht ihn der Tagesgeist, und nichts ist nötiger, als früh genug ihm die Richtung bemerklich zu machen, wohin sein Wille zu steuern hat.

[Goethe, Maximen und Reflektionen, Betrachtungen im Sinne des Wanderers, 1829]

Regine Eckel zur Oberschule: „CDU-Beschluss ist kopflos“

Neben dem Präsidenten des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus, hält auch die Bundesgemeinschaft Gegliedertes Schulwesen e.V. die schulpolitischen Beschlüsse der CDU für falsch. Auf Nachfrage von BlaueNarzisse.de erklärte die Vorsitzende Regine Eckel:

Im Augenblick ist es sicher sehr schwierig, das mehrgliedrige, sprich dreigliedrige Schulsystem plus Förderschulen, zu „retten“. Unser einziger politischer Verbündeter ist noch die CSU. Wir halten die Beschlüsse der CDU für einen völligen Irrweg, und wir sehen darin eine generelle Planlosigkeit und Inkompetenz. Vor allem angesichts der Tatsache, dass die Gesamtschule bzw. Gemeinschaftsschule (und nichts anderes ist ja bei einem zweigliedrigen Schulsystem die sog. Oberschule) in allen empirischen und wissenschaftlichen Untersuchungen leistungsmäßig weit hinter dem gegliederten Schulsystem liegt, kann man den Beschluss des CDU-Vorstandes nur als kopflos bezeichnen. Er kann unserer Meinung nur politisch verstanden werden, in dem Sinne, dass die CDU wirklich glaubt, damit durch eine weitere Öffnung nach links Koalitionsmöglichkeiten zu schaffen. Die Wähler der CDU wird das sicher nicht überzeugen. Längerfristig wird die CDU ihren Irrtum wohl einsehen, hoffentlich!

Sie wirft auch den Eltern vor, sich nicht ausreichend über die Schulpolitik zu informieren und sich von „Heilsversprechen der linken Schulpädagogik einlullen zu lassen.“ Die Eltern aber, die sich informieren, seien alle gegen die Gemeinschaftsschule und würden dies die Politik, wie das Beispiel Hamburg zeige, wissen lassen.

“Wahrheit” über die Schule, Hambacher Fest 2.0, politische Lyrik bei der ZEIT

Drei kurze Lesehinweise möchte ich euch heute mit auf den Weg ins Wochenende geben:

  1. Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus, hat “Zwanzig Wahrheiten über Schule in Deutschland” verfaßt.
  2. Inzwischen “marschieren” auch die Piraten. Am 19. März wollen sie zu einem “Hambacher Fest 2.0″ einen “Marsch” dorthin unternehmen. Hier gibt es mehr Informationen.
  3. Die ZEIT scheint sich von unserem Rilke-Buch, das Kultur-Theorie und -Praxis zusammenführt, inspirieren lassen zu haben. Jedenfalls will sie jetzt Lyriker zu politischen Themen schreiben lassen. Diesen Ansatz halte ich für groben Unfug. Die Begründung einer politischen Kunst muß auf ganz anderen Fundamenten stehen, die vor kurzer Zeit Vinzenz Glaser für uns skizziert hat. In unserem Rilke-Buch sind zu diesem Thema zwei kontroverse Beiträge enthalten. Wir setzen dabei auf Binnendialog.

Erziehung: Ein auch von uns vernachläßigtes Thema

Vielleicht hat ja jemand gestern Abend die Talkrunde hart aber fair gesehen. Der reißerische Titel der Sendung lautete: “Übe Mozart oder Dein Kuscheltier brennt! Wie viel Härte braucht Erziehung?”. Frank Plasberg lud dabei bemerkenswerterweise drei Gäste ein, die sich mehr Disziplin und Härte im deutschen Bildungswesen wünschen, und nur zwei, die für den herrschenden anti-autoritären Stil stehen.  Der Pädagogik-Professor Micha Brumlik bewies gleich in seinem ersten Statement, welch absurde Gleichung sich in seinem Kopf festgesetzt hat. Laut ihm gilt die Gleichung: Disziplin = autoritär = menschenverachtend = deutsch = Auschwitz. Zum Glück stand er mit dieser Ansicht völlig alleine da.

Wie sich die Kräfteverhältnisse in einigen – zugegeben – recht “soften” Debatten, wie der über die Frauenquote oder eben jetzt über die richtige Erziehung, in den letzten Monaten verschoben haben, ist doch eine erstaunlich positive Wendung. Aber eins wird dann auch immer offensichtlich: Den konservativen Softies in den Talkshows fehlen meistens die elementarsten Grundlagen. Gestern meinten sie doch allen Ernstes, man müsse sich eine Scheibe von der Tigermutter und dem chinesischen Modell abschneiden. An Humboldt erinnerte sich aber niemand. Das ist schon bezeichnend.

Ich will aber gar nicht zu viel Kritik austeilen, weil wir – abgesehen von dieser experimentellen Ausnahme – auch noch nichts Grundsätzliches zur Erziehung gesagt haben. Es wird also höchste Zeit. Ich suche also einen Autor, der sich dem Thema “Erziehung” und der deutschen Bildungstradition ausführlich widmet. Wer sich das zutraut, den möchte ich darum bitten, sich einfach bei mir zu melden.

Ohne den Anspruch, jetzt auf die Schnelle die Leitgedanken dieses Themenkomplexes umreißen zu können, stehen für mich folgende Positionen fest:

  • Zur frühkindlichen Erziehung: Kindergarten ja, aber zu viel Einflußnahme des Staates halte ich für eine Gefahr. Die Disziplin-Befürworter bei Frank Plasberg glauben, daß es für den globalen Wettbewerb notwendig sei, Kinder so früh wie möglich mit Wissen und Kompetenzen auszustatten, damit sie später bestehen können. Meiner Meinung nach sollte die Kindheit als Lebensabschnitt geachtet werden, in dem sich der Aufwachsende ausschließlich spielerisch der Welt nähern darf.
  • Zur Schule: Da schließe ich mich dem Lehrer Heino Bosselmann komplett an: “Schule muss wieder heran an Natur, Arbeit, Handwerk, an die Bewährung, die nur erfolgt, wenn jungen Menschen echte Verantwortung übertragen wird.” Und außerdem: “Reine Wissensvermittlung gibt es nicht, aber die tantenhaft beschworene Methode, „das Lernen zu lernen“, funktioniert ohne Inhalte gar nicht.”
  • Selektion: Entgegen der heute weit verbreiteten Ansicht, wonach doch bitte so viele Schüler wie möglich Abitur machen sollten, setze ich viel mehr auf Auswahl. Haupt- und Realschulabschlüsse müssen wieder aufgewertet werden. Nur die wirklich Guten sollen Abitur machen, um danach studieren zu können. Die anderen sind mit einer Lehre viel besser bedient. Ansonsten habe ich an dieser Stelle einmal ausgeführt, wie wir bildungspolitisch die Weichen stellen sollten.
  • Erziehung (außerschulisch): Ich muß zugeben, daß ich so ca. ab der sechsten Klasse aufgehört habe, meine Hausaufgaben zu erledigen. Ich hatte einfach andere Dinge im Kopf, vor allem Sport. Es fällt mir also aus autobiographischen Gründen schwer, mich einem Lob der Disziplin so ohne Weiteres anzuschließen. Dennoch, an alle jungen Leser: Macht bitte eure Hausaufgaben, damit mal was aus euch wird. Außerschulisches, zweckfreies Engagement – also eine Suche nach den eigenen Begabungen und Leidenschaften – halte ich dennoch für viel wichtiger als die Hausaufgaben. Wirklich etwas für´s Leben habe ich in diversen Vereinen und bei freiwilligen Projekten gelernt. Ich halte es also für absolut richtig, wenn Eltern bei ihren Kindern darauf achten, daß sie selbst etwas aus sich machen. Ganz entscheidend allerdings ist, daß die Kinder und Jugendlichen dieser frei gewählten Beschäftigung regelmäßig nachgehen.

Gasteig München: PI interviewt Kubitschek

Echt DDR: Das Lied vom Vaterland

Es gibt auch gute DDR-Propaganda, was wir bisweilen nicht vergessen sollten:

Mehr Infos zum Oktoberklub und speziell zu dessen Einordnung HIER.

Der Geächtete: Ernst von Salomon im Hörbuch

Ernst von Salomon hatte ein spannendes bewegtes Leben, welches wir HIER schon einmal vorgestellt haben. Der einstige Mitverschwörer am Attentat auf den Weimarer Außenminister Walther Rathenau tarnte während des Zweiten Weltkrieges seine jüdische Freundin Ille Gotthelft als seine Ehefrau und trat nach dem Krieg mit dem Bestseller Der Fragebogen hervor, in dem er die Entnazifizierungspolitik der Alliierten verarbeitete.

Das zu Ehren des 100. Geburtstages Ernst von Salomons erschienene Hörbuch Ein preußischer Revolutionär kann man jetzt auch auf Youtube anklicken:

TV Berlins “Political Post”

In der ersten Folge dieses Formats, für das noch nicht sicher ist, ob sich ein Sendeplatz im TV finden wird, diskutiert unter anderem auch Manfred Kleine-Hartlage – Autor von Das Dschihadsystem – über Deutschland schafft sich ab und die öffentlichen Reaktionen diesbezüglich.

Sehen kann man die aufgezeichnete Sendung im Netz HIER.