Singuläre Perestroika?

Einen interessanten Blick hat Martin Lichtmesz heute auf die uns allen doch recht am Herzen liegende Bewältigungsbewältigung geworfen. Ich stimme zu, dass immer mal wieder entnervte Stimmen medial zugelassen werden, die die logischen Mängel der ritualisierten Neurosen der deutschen Öffentlichkeit dem Leser bzw. Zuhörer fast zum Greifen nahe bringen. Doch mit Logik hat das alles eben nicht viel zu tun, weshalb die Kraft des Arguments in der Summe nicht zählt. Es ist ein religiöser Kult, der von seiner eigenen Diktion lebt. Ein perverser Totenkult sogar.

Ich bin weniger optimistisch in Bezug auf den Gedanken an eine allgemeine, linear einsetzende Perestroika. Untergründig mag das vielleicht zutreffen, insbesondere durch das physische Ausscheiden der vehementesten Singularisten, aber eher ist anzunehmen, dass der Bogen nochmal kräftig überspannt werden wird. Entscheidend ist, wie lange es noch möglich sein wird, in der Öffentlichkeit stehende Persönlichkeiten zu einem Bekenntnis zu zwingen, bzw. bei dessen unterbleiben zu bestrafen. Ein solches Bekenntnis enthält in der Regel mindestens eine der folgenden Wendungen: sechs Millionen, menschenunwürdig, menschenverachtend, singuläre Verbechen, wissen ja bereits, haben ja gesehen, historische Verantwortung, Scham, Schande, sowie den Namen eines oder mehrerer Konzentrationslager; und geht einher mit einer geradezu inbrünstig zur Schau gestellten Verehrung des jüdischen Kultus (bes. durch die FrauInnen), der auch gleich mit zu einer, wenn nicht gar der Wurzel der germanisch-christlichen (vulgo: europäischen) Kultur – quasi als nachträgliche Wiedergutmachung – gemacht wird.

Das deutlichste Zeichen für die selbstverordnete Knechtschaft der deutschen Intelligenz liefern dann diejenigen, die sich nun auch noch einen Juden als Zeugen für die Richtigkeit ihrer Auffassung herbeiholen, um mithilfe seiner allgemeinen Indemnität die intellektuelle Auseinandersetzung zu gewinnen.

Selbstverständlich habe ich auch ein aktuelles Beispiel parat. In der Papierausgabe der Thüringer Allgemeine vom 11.11.2010 (hier online) erschien ein Artikel über einen Betrug iHv 42 Mio. $ zugunsten von Nicht-Entschädigungsbedürftigen, an dem auch Mitglieder der bekannten Jewish Claims Conference beteiligt gewesen sein sollen.

Diese Meldung durfte aber die Redaktionssitzung der TA nicht passieren, ohne dass die entsprechende Bewältigungspropaganda dazugeschaltet worden wäre. Denn gegen den möglicherweise an der Richtigkeit fortlaufender “Entschädigungen” zweifelnden Leser darf der Feullitonist der TA – Henryk Goldberg – leitartikelndDie Kraft der Toten” einsetzen:

Ausgerechnet. Es gibt kein anderes historisches Ereignis, das von den Nachgeborenen ein solches Maß an Respekt und Demut einfordert. (Übersetzt: “von Euren Nachgeborenen” oder bloße Propagandafloskel. Vermutlich das Zweite. Respekt für den Holocaust einzufordern, sollte einem Nichtjuden jedenfalls in Deutschland besser nicht passieren.) Und deshalb gibt es auch nichts Vergleichbares, das eine solche moralische Unangreifbarkeit in sich selbst benötigt als eine Art Schutzschild gegenüber den Anwürfen derer, die diesen Respekt und diese Demut verweigern.

Dieser Schutzschild wurde jetzt beschädigt.

Dieses Gaunertum, gewissenlos, hemmungslos, verantwortungslos, beschmutzt in gewisser Weise sogar die tatsächlichen Opfer, obgleich die im Namen Deutschlands beschmutzt wurden auf singuläre Weise. (Die Gauner haben vielleicht beschmutzt, aber nicht singulär! Achtung wichtig, deshalb ist der Satz auch so gestelzt.)

Denn in der öffentlichen Wahrnehmung wird mancher der Überlebenden, laut oder leise, die zutiefst beleidigende Frage auszuhalten haben, ob er nicht schließlich auch nur ein kleiner Geschäftemacher sei. (Richtig!)

Das zynische (wieso zynisch?) Wort von der Holocaust-Industrie wird wieder Konjunktur haben. Denn der Umgang mit diesem deutschen Erbe ist immer wieder ein Thema, nicht nur unter Rechtsradikalen. (Holocaust-Industrie ein deutsches Erbe? Jetzt gehts aber los! Oder worauf bezieht sich dieses deutsche Erbe? Oder etwa deutsch-jüdisches Erbe? Ich bitte Sie Herr Goldberg…)

Es gibt einen Trend zur entspannten Leichthändigkeit, einen Trend, die Freiheit von individueller Schuld zu übersetzen in eine Freiheit von historischer Verantwortung. (Erster Teil des Satzes passt nicht zum zweiten Teil des Satzes, Propaganda)

Die Historisierung des Holocaust wird nicht aufzuhalten sein, irgendwann einmal wird man das betrachten, wie wir die Hexenprozesse betrachten. Aber so lang es noch Überlebende gibt, ihre Kinder und Kindeskinder, haben wir kein Recht auf diese Betrachtungsweise.

(Mit Abstand der deutlichste Absatz und zugleich aufregendste Teil des Artikels. Die Historisierung wird nicht aufzuhalten sein, aber “wir haben” kein Recht zu dieser Betrachtungsweise! Und wie lange? Na solange es Überlebende, Kinder und Kindeskinder gibt. Wessen Überlebende, Kinder und Kindeskinder? Na jüdische UND deutsche (wegen den Hexenprozessen!). Zuerst dachte ich, dass das “wir” besser mit “ihr Deutschen” zu übersetzen wäre, doch das ist ganz und gar falsch. Auch die Juden dürfen den Holocaust nicht historisieren, solange wir Deutschen noch nicht mit dem Verschwinden aus der Weltgeschichte bestraft wurden. Diese Botschaft ist auch an die Mitjuden gerichtet, die zu einer Versöhnung mit uns Deutschen bereit wären (spez. die Russlandjuden, die mittlerweile die Synagogen dominieren). Hier tut sich eine alttestamentliche Tiefendimension des deutsch-jüdischen Schismas auf, das bestimmte jüdische Kreise offenbar als unaufhebbar ansehen. Gerechtigkeit heißt hier “Auge um Auge, Zahn um Zahn.” Die Vergebung ist neutestamentlich. Dass die westliche jüdische Lobby aus wohlbewußtem Eigeninteresse uns das Recht zur Historisierung absprechen will, sollte uns allerdings nicht daran hindern, es einzufordern!)

Diese Millionenbetrüger sind Gauner der gewissenlosesten Art. Es steht nirgendwo geschrieben, dass einer kein Gauner sein kann, nur weil er ein Jude ist. (Richtig!) Doch wir dürfen den Betrügern nicht mehr moralische Prägekraft zubilligen als sechs Millionen Toten.

(Aha! Ergebnis stimmt. Es muss alles so weitergehen wie bisher, die paar Euros an die Falschen haben wir zu schlucken. Die magische Zahl darf am Ende nicht fehlen.)

(Hervorhebungen und farbige Kommentierungen von CR)

BAMM! Da hat er wieder zugeschlagen. In dem Text ist wirklich alles drin. Übrigens gehe ich stark davon aus, dass diese Artikel immer auch eine Botschaft an das eigene (hier jüdische) Milieu enthalten. Der Subtext, den ich versuchte offenzulegen, spricht jedenfalls nicht für einen Hang zur Perestroika. Die Zeiten werden rauher und es ist leicht möglich, dass sich bestimmte Bezugspunkte verschieben werden. Ich vermute aber, dass dazu dann eher äußere Veränderungen Anlass geben werden. Aber das war vermutlich auch eine Vorbedingung für den letztendlichen Erfolg der polnischen Perestroika.

Deutschland schafft sich ab

Momentan erleben wir wieder das stolze Repertoire eines Medienbetriebes, der ganz beflissen darauf ist, uns, den Einwohnern Deutschlands und Gliedern des 2000 Jahre alten Lebewesens namens Deutsches Volk, Sand in die Augen zu streuen.

Die Thesen in den Massenmedien lauten:

- wir brauchen qualifizierte Einwanderung

- wir müssen ausländische Bildungsabschlüsse anerkennen

- Seehofer ist böse, obwohl er das Mindestalter von Kindern für den Familiennachzug von 16 auf 12 Jahre absenken (!) will

- wir brauchen noch mehr Einwanderung

- es gibt gar keine echten Probleme, sondern nur Ängste in der Bevölkerung, denen man begegnen müsse

- es wird jetzt ganz gefährlich, weil die Mittelschicht ihre Ängste vor dem sozialen Absturz auf die Einwanderer projiziere

- auch muslimische oder arabische Einwanderung sei nicht bessere oder schlechtere Einwanderung

- die Politik müsse eben besser kommunizieren, um Vertrauen zurückzugewinnen

- wir brauchen noch mehr Einwanderung

- alternativlos

- wir müssen, müssen, müssen

- alle wollen Einwanderung, weil Monokulti sowas von doof ist

- einerseits ist Islam ein Teil Deutschlands, andererseits gibt es den Islam gar nicht

- bunt statt braun, bunte Vielfalt, eiapopeia

- globaliserte Welt erfordert …

- bla, bla, bla

Diese Maßnahmen zur Volkserziehung sind selbstverständlich die völlig erwartbare Reaktion auf die Dreistigkeit der Deutsch-Deutschen für Sarrazins Buch absolut freiwillig millionenfach als Abnehmer herzuhalten. Das interessanteste ist nach wie vor der Titel des Sarrazinbuchs, weil er das eigentliche Problem markiert und nun über 1.000.000 mal im Bücherregal Platz greift. Es geht nämlich nicht um Integration, Migration und Blablabla, sondern um die ganz entscheidende Frage, ob die demokratische Mehrheit in Deutschland allen Ernstes die Abschaffung Deutschlands will, sofern sie entsprechend informiert ist. Und ob diese bereit ist, der Politik zu glauben, dass ein Türke, der sagt er sei und bleibe ein Türke, jetzt ein Deutscher wird, weil Maria Böhmer die totale Integration ausruft. Stete 80%  pro Sarrazin innerhalb der Netzgemeinde sprechen eher dagegen.

Ist es nicht so, dass besonders die Menschen im Beitrittsgebiet vielfach das Problem der Überfremdung noch gar nicht verstanden haben? Und ist es vielleicht so, dass auch die Deutschen in den ländlichen Gebieten der Alt-BRD überall nur deutsche Menschen sehen und noch gar nicht die Tragweite der größten Katastrophe seit dem 30-jährigen Krieg (demographische Implosion) erkannt haben, die uns Deutschen im 21. Jahrhundert unausweichlich bevorsteht?

Und ist es nicht so, dass unsere Funktionselite aus diversen Gründen, bildlich gesprochen, andauernd nur Vorschläge macht, die dem Versuch gleichkommen, den Brand mit der Ausweitung des Glutbettes zu löschen?

Das derzeitige Nebelkerzenfeuer wird auch wieder verhallen. Wir sollten nicht erwarten, dass die Zeit schon für Taten seitens der politischen Kaste reif ist.  Entscheidend wird bleiben, die undemokratisch beschlossene Auflösung unserer Nation und unseres Volkes zu thematisieren. Wir sollten uns nicht weiterhin durch den Kakao ziehen lassen, um unsere Sachlichkeit gegenüber einer politischen und intellektuellen Führung beweisen zu wollen, die nicht beabsichtigt sich entschieden öffentlich für oder gegen das Deutsche Volk zu bekennen.

Mit den antideutschen Trittins, Kahanes, Friedmans oder Joschkas kann man noch irgendwie leben. Die machten nie einen Hehl daraus Deutschland vernichten zu wollen. Das sind Feinde. Die Todfeinde sind diejenigen, die immer ausreden haben und auf morgen vertrösten, weil sie vorgeben für die deutschen Interessen einzustehen, obwohl sie Deutschland längst aufgegeben haben. Das Thema dieser Groteske, der wir gerade beiwohnen dürfen, lautet Deutschland schafft sich ab. Können wir das wollen? Und was heißt das eigentlich? Das ist der Kern – nichts sonst.

Das Bild oben links ist übrigens die sehr präzise Darstellung dessen, was die Volkserzieher von Dir, Mir, von Uns erwarten, nämlich, dass wir die Kacke freudig schlucken, die man uns aufs Brot schmiert. Doch das können sie sich abschminken!

Etiam si omnes, ego non.

Propaganda: Neues aus der Wirtschaftsforschung

Onkel Zimmermann vom dubiosen Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, richtig, von wo auch Prof. Dr. Katharina Spieß ihre Rückverdummungspläne verbreiten darf, redet uns Deutschen die Zuwanderung aus anderen Kulturkreisen schön:

Die Aufnahmefähigkeit von Migranten aus muslimischen Ländern ist nicht automatisch schlechter als die von anderen Migranten“, sagte Zimmermann weiter. “Menschen mit einem größeren kulturellen Abstand haben auch eine größere Bereitschaft, diesen Abstand zu vermindern.

Im ersten Moment denkt man sich, dass Zimmermann sie wohl nicht alle hat. Doch dann entdeckt man den Doppelsinn seiner Worte und weiß, die mohameddanischen Invasoren wollen unseren kulturellen Abstand zu ihnen vermindern. Na logo! Deshalb bauen die die ganzen Moscheen. Ein etwas verklausuliertes, aber doch recht deutliches Eingeständnis bezüglich der Islamisierungserwartung und bezüglich des Terminus Integration. Wer hören will, der höre…

Herr Zimmermann kann sich allerdings seine kulturrelativistische Schwachsinnigkeit sonstwohin schieben. Ein Deutschland ohne Deutsche ist eben wesensmäßig nicht mehr Deutschland. Mit diesem Sermon kann er vielleicht Liberale beeindrucken, uns nicht.

Diese Leute beraten Eure Regierung – Das ist aber der eigentliche Skandal!

PS: Wer sehen will, wie weit die Bestrebungen zum Abbau kultureller Differenzen vorangeschritten ist, besuche www.moscheesuche.de, gebe einen beliebigen Ort ein und scrolle dann mal über die Deutschlandkarte. Im Ruhrpott gibt es so viele Götzentempel, dass man nicht einmal den ganzen Pott auf einmal in seiner multikulturellen Moscheenpracht bewundern kann.

Gerade die Alt-BRDler fordere ich doch auf, auch einmal den diesbezüglich wohltuenden Bereich der Landkarte zu studieren.

Niemand hat vor Deutschland zu islamisieren

Jetzt gibt es schon das erste schari’akonforme Mietshaus. Von wegen Multikultihochhaus…

Weitere Links:

Türkern fordern Entschuldigung wegen Ruf nach Einwanderungsstopp

Man muss sich trennen können“, Welt-Online denkt vorsichtig an notwendige Rückführung

Rechtsruck außerhalb der BRD fortgesetzt: FPÖ holt im roten Wien fast 27%

Zumutbarkeitsgrenzen

In den vergangenen Monaten waren einige Zumutbarkeitsgrenzen von den Presseorganen erreicht oder gar überschritten worden. Die Welt hatte ihre unsägliche Ausländer-in-Deutschland-Grafik, die ohne die Türken auskam, an die zwanzigmal verwandt. Die Leser fielen nicht darauf rein und kommentierten hämisch. Das war schön.

Die Grafik ist jetzt geändert worden. Immerhin. Das zeigt jedenfalls, dass es etwas bewirken kann, wenn man sich nicht verscheißern lässt. Wir müssen wühlen, wühlen und nochmals wühlen, um unseren Anliegen Gehör zu verschaffen. Dass heißt auch, nicht voreilig eine Tendezwende herbeizureden. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass bald Integration durch Teilhabe im öffentlichen Sprechduktus ersetzt wird, um die Landnahmeansprüche der Einwanderer [engl. invaders (!)] zu untermauern und zu perpetuieren. Die Abstimmung bei BILD zu Islam-Wulff ist auch so eindeutig wie gewohnt. Bei über 170.000 Klicks sind über 80% nicht der Meinung, dass Islam zu Deutschland gehört.

Warum ist das so deutlich?

Nun dafür gibt es einen Grund: “Islamisierung” ist zu einem Schlagwort geworden, dass nur partiell stimmt. Eine nennenswerte Zahl von Konvertierungen zum Islam gibt es nicht. Islamisierung und Territorialisierung durch Einwanderer (sog. Parallelgesellschaften) sind (vorerst) weitestgehend identisch. Dass bedeutet, dass die Islamfrage nach wie vor unmittelbar zur Frage fremdethnischer Einwanderung führt. Inklusive aller tabuinduzierter Ängste.

Das moderne UK: Wo ist Europa?

Solange ich es noch sagen darf: Das sind sehr, sehr finstere Gestalten! NIEMAND außer unsere Politiker will sie hier haben. Noch bitterer ist, dass wir auch noch ihren Lebensunterhalt finanzieren sollen.

Muslime drängen ab einer gewissen Quantität immer in den öffentlichen Raum, was sie maßgeblich von anderen Religionen unterscheidet. Teilhabe heißt für den Mohamedaner Vorherrschaft.

PS: Zum Thema Kreuzzüge hat der Templer auf seinem Blog das Nötige geschrieben.

Ausländer überfallen Weimarer Anti-Rechts-Bündnis

Zusammen mit mehreren Schulen veranstaltete das Bündnis gegen Rechts am letzten Freitag einen Projekttag unter dem Motto „Vielfalt entdecken, fördern, leben“ im „Mon ami“ in Weimar. Doch die Vielfalt, die die Teilnehmer dann entdeckten, war so nicht eingeplant. Denn die anschließende Abschlussparty wurde von einer größeren Gruppe Ausländer angegriffen, und endete in einer Massenschlägerei.

…, schreiben die Kompakt Nachrichten. Über die OTZ darf Kathrin Schuchardt zu dem Vorfall ihre Streetworkervorurteile verbreiten, und die bösen jungen Kerle vorschieben, anstatt zu gestehen, dass es keine Horde Vietnamesen war, die die Abschlußparty der Projekttage “bereichert” hatte. Beachtenswert auch die jeweilige Leserkommentierung.

Im Übrigen ist es auch um den Leipziger Hauptbahnhof bereits wiederholt vorgekommen, dass herumlungernde Punks von Einwanderern die Nase begradigt bekommen haben. Wie sich die Dinge doch gleichen.

Der Professor ein Sympath: Tatbestand Zivilcourage

Prof. Dr. iur. utr. Ralph Weber (CDU) ist offenbar der Auslöser für den (vermutlich rechtswidrigen) Beschluss der Universitätsverwaltung der Ernst-Moritz-Arndt-Unversität Greifswald, ein Verbot von “Thor Steinar”-Klamotten auf dem Universitätsgelände über die Hausordnung durchzusetzen.

Ein Mann, der aus exakter Kenntnis der Theorie des liberademokratischen Rechtsstaates heraus offen Position bezieht, gerät in das Visier der Deutschen Jakobiner und deren Kindergärtner. Und wird vom Spiegel assoziativ mit Postnationalsozialisten zusammengerührt. Diese Vorgehensweise ist langsam als billigstes Standardrepertoire der rot-grün verseuchten Presseorgane bekannt. Dass stalinistische Methoden auch von Teilen der Universitätsleitung zu erwarten waren, zeigte schon der glücklicherweise gescheiterte Versuch die Arndt-Universität umzubenennen.

Die Vermutung, dass Herr Weber einfach die Schnauze voll von den Idioten hat, die ihn bevormunden wollen, und wohl zum Teil auch bevormunden können, scheint nicht abwegig.

“Dass er Kleidung von Thor Steinar trägt, mag ich ihm nicht vorwerfen. Bei einem solchen Menschen liegt der Verdacht nahe, dass er eine bestimmte politische Position nur zur Provokation einnimmt. Vor allem wenn man mal bedenkt bei wem der sich habillitiert hat.”

mutmaßt der Meinungssöldner, der selbst Jurist ist.

Weber war an die EMA-Uni Greifswald gekommen, nachdem die Universität Rostock, an der er vorher lehrte, den Staatsexamensstudiengang Rechtswissenschaften abgeschaffen hat, um Jura nur noch als Bachelorstudium anzubieten. Damals schrieb er in einem öffentlichen Abschiedsbrief:

Wehmütig ist auch der Blick zurück auf die Studierenden, die meine Vorlesungen durchlaufen (und durchleiden) mussten, die aber uneingeschränkt dem 1. Juristischen Staatsexamen zustrebten, ohne diese Veranstaltungen mit nicht staatsexamensbezogenen Bachelor-Studierenden, uninteressierten Lehramtsstudenten oder notwendigerweise dabeisitzenden WiSo’s teilen zu müssen. Ihnen allen danke ich für die Aufmerksamkeit und das Gefühl, ein wenig Verständnis für die Logik der Rechtswissenschaft vermittelt zu haben.

Wut und Zorn hingegen prägen den Blick auf die Ursachen der Schließungsentscheidung. Ohne Gespür für die Notwendigkeit einer eigenständigen Juristenausbildung und ohne plausible Gründe wird eine funktionierende und von den Studierenden gut nachgefragte Fakultät auf Druck einer inkompetenten und aus bildungspolitischen Nieten bestehenden Landesregierung geschlossen, während an derselben Universität Fakultäten und Fachbereiche mit zusätzlichen Professorenstellen künstlich am Leben erhalten werden, die vom Wissenschaftsrat ein weit unterdurchschnittliches Niveau bescheinigt bekommen haben und deren Schließung der Wissenschaftsrat unserer Landesregierung nahegelegt hat. Scheinbar muss man in diesem Lande nur richtig schlecht und erfolglos arbeiten, um als Fakultät wie als Minister gefördert bzw. gefeiert zu werden. Wie schade für alle nicht ganz so Schlechten!

[...]

Enttäuschung dagegen bietet der Blick auf dasjenige, was unserer Juristischen Fakultät in Rostock nunmehr bevorsteht. Unterricht für Nichtjuristen, die niemals die Befähigung zum Richteramt und damit die Zulassung zu den klassischen juristischen Berufen (Richter, Staatsanwalt, Rechtsanwalt, Notar) erlangen werden und nicht vor Gericht auftreten dürfen. Denn der sich hinter der wichtig klingenden Bezeichnung „Wirtschaftsjurist“ versteckende Bachelor in Jura ist eben kein juristischer Grad, der die Befähigung zum Richteramt verleihen würde, sondern Jura light für Sachbearbeiter in Wirtschaft, Versicherung und Banken, die hier aber mit den vielen mit eher schlechtem Staatsexamen besser qualifizierten Volljuristen um die wenigen Plätze konkurrieren – also eine Ausbildung mit und für die Arbeitslosigkeit. Das hat diese Fakultät nicht verdient. Und diejenigen, die ihr das antun, sie in die 2. Liga der Fakultäten verbannen und Universität wie Ministerium damit das Feigenblatt belassen, die Juristische Fakultät ja gar nicht geschlossen, sondern nur den Staatsexamensstudiengang genommen zu haben, verdienen dafür weder Respekt noch Mitleid, denn sie wissen, was sie da tun! Ein ehrenvolles „Nein“ zu solchen Plänen wäre besser gewesen – ganz nach dem Motto: „Lieber stehend sterben als knieend leben“ (Böhse Onkelz). Deshalb bleibt auch kein Wunsch nach Erfolg für diesen Studiengang, sondern die Hoffnung, dass die potentiell hier „Wirtschaftsjurist“ Studierenden erkennen, dass sie als Feigenblatt missbraucht und in die Arbeitslosigkeit ausgebildet werden.

Ein unbequemer Mann, der der Deutschen Tugendwacht schon durch ein Interview mit der JF verdächtig wurde, weil er – wohl im Gegensatz zu Seehofer – nicht an der Möglichkeit einer neuen Rechtspartei zweifelt.

Auch Weber ist offenbar das Opfer von Rückverdummungsplänen der Bundes- und Landesregierung geworden, und muss einsehen, dass sich die neue Partei zuallererst gegen solcherlei Bestrebungen wird auflehnen müssen.

Meister Bolz: Man will Diskussionen blockieren

Norbert Bolz, Professor für Medientheorie, Medienwissenschaft und Medienberatung diskutiert u.a. mit Ulrike Draesner (Schriftstellerin) über Political Correctness, Peter Sloterdijk, Thilo Sarrazin, linke Medien, Intoleranz und direkte Demokratie.

Noch ein wahres Wort von Bolz über Parallelgesellschaften und die ganzen Vorgänge um Sarrazin bei Anne Will im Ersten:

Es gibt sehr viele Parallelgesellschaften in Deutschland, beispielsweise die Politiker, die meines Erachtens auch in einer Parallelgesellschaft leben. Ich würde sagen, Sie sind mit mir einer Meinung Herr Wowereit, dass man Kenntnisse über die Situation in Deutschland nicht durch “Herumschlendern” finden kann. Und man kann eben leider Gottes auch die Diskussion, um die es hier geht und die ja offensichtlich Millionen Menschen brennend interessiert in Deutschland, nicht lösen, indem man Einzelpersonen vorführt, die beispielsweise wunderbar integriert, hübsch, intelligent und toll sind, sondern es geht schon um Strukturprobleme und diese Strukturprobleme sind offenbar so gravierend, dass wir es doch im Moment mit einer Situation zu tun haben, dass fast die Mehrheit der Bevölkerung dankbar dafür ist, dass ein Krawallmacher – nennen wir ihn einmal einen Krawallmacher – endlich einmal Tabus durchstößt, Formulierungen wagt, die bei uns wirklich verboten sind. Wir leben weit entfernt von Meinungsfreiheit und ich halte es für den größten Witz der letzten Diskussion, dass man immer wieder sagt, wer hätte denn mehr Meinungsfreiheit als Sarrazin gehabt. Das ist lächerlich. Zur Meinungsfreiheit gehört fundamental der Respekt vor Andersdenkenden und ich sehe nirgendwo auch nur den Ansatzpunkt eines Respekts vor dem, was Andere, die nicht politisch korrekt denken, sagen und veröffentlichen, und das fehlt unserer Diskussion dringend. Die Leute draußen merken das und ich kann es Ihnen voraussagen, es werden immer mehr. Ich bin fest davon überzeugt, dass das eine Art Geschichtszeichen ist, dieses Buch von Sarrazin – nicht weil es eine hohe Qualität hat – sondern weil es eine Auslöserfunktion hat. Die Leute lassen sich nicht länger für dumm verkaufen und sie lassen sich nicht länger zum Schweigen bringen. Das hat Sarrazin auf jeden Fall erreicht. Ob das nun geschickt war, ob es Krawall war, ob es vielleicht auch rassistisch war, spielt gar keine Rolle. Das Entscheidende ist, dass die Leute nicht mehr bereit sind, sich von der politischen Klasse und von besonders arroganten neuen Jakobinern – auch in den Feuilletons den Mund verbieten zu lassen. Und das ist ein riesengroßer Gewinn für unsere Gesellschaft.

Ab 51:05 min.

Das beste ist, dass er Katrin Göring-Eckhardt (Grün) auch nochmal ins Wort fällt. Guter Mann.

1982: SPD-Kommunalexperte Martin Neuffer pflichtet Sarrazin bei

Sozialdemokrat Neuffer ist bereits seit 6 Jahren entschlafen. ER wusste, was Sarrazin weiß, schon 1982, wie das Spiegel-Archiv enthüllt:

Politische Auseinandersetzungen radikaler Ausländergruppen, besonders der Türken, führen zu zusätzlichen Krawallen und zur Beeinträchtigung der Sicherheit und des Friedens auf den Straßen und Plätzen unserer Städte. … In Städten mit hohen Ausländerquoten ist die Grenze des Tragbaren oft schon überschritten.

Die schwerstwiegenden Probleme sind bei den Türken entstanden.

Diese Verlagerung des türkischen Bevölkerungswachstums in die Bundesrepublik ist, mit Verlaub gesagt, ein gemeingefährlicher Unfug.

Die Gefahr, daß alle Integrationsbemühungen völlig illusorisch werden und daß sich zugleich eine Art türkisch-islamisches Subproletariat bildet, liegt auf der Hand.

Es ist gut, daß unter dem Druck der Entwicklung nunmehr eine intensive öffentliche Diskussion der mit der Türkeneinwanderung zusammenhängenden Probleme in Gang zu kommen scheint. Sie muß zu einer Politik führen, die den weiteren Zustrom, auch von Familienangehörigen, scharf einengt und die Verbote mit starken materiellen Anreizen für eine Rückwanderung verbindet.

Aber unser kleines Land kann nicht zur Zuflucht aller Bedrängten der Erde werden. Es bleibt uns keine andere Wahl, als das Asylrecht drastisch einzuschränken.

Todeszäune haben die Reichen zwar noch nicht errichtet, aber sonst hatte er schon 1982 recht. Vielleicht wird der Neuffer jetzt rückwirkend wegen rassistischer und faschistischer Hetze aus der SPD ausgeschlossen.