Zwei Stammtische: Berlin am 21.1. und Dresden am 23.1.

Am Sonnabend, den 21. Januar 2012, findet das 20. Berliner Kolleg über Friedrich den Großen statt. Wir nutzen diese empfehlenswerte Veranstaltung, um uns danach noch mit unseren Lesern auf ein paar Bier und traditionell Orangensäfte zu treffen. Unser Berliner Stammtisch startet am 21. Januar 19 Uhr. Den Veranstaltungsort geben wir wie immer nach erfolgter Anmeldung bekannt. Bitte meldet euch bei uns über unser Kontaktformular.

Am Montag, den 23. Januar 2012, treffen wir uns dann in Dresden. Der Stammtisch beginnt 20 Uhr. Auch hier informieren wir über den Veranstaltungsort nach erfolgter Anmeldung. Bitte auch hierfür das Kontaktformular nutzen oder eine kurze Nachricht an redaktion@blauenarzisse.de schreiben.

1000 Feiern für die Freiheit: Wir machen mit und zwar in Dresden

Damit der 17. Juni wieder stärker wahrgenommen wird, hat sich im Internet eine Initiative namens “Tag der Freiheit” gebildet, die dazu aufruft, an diesem Tag 1000 private Feiern für die Freiheit – sozusagen als Graswurzelbewegung – zu veranstalten. 1000 dürften es zwar auf keinen Fall werden, aber auch die bereits angekündigten Treffen in Würzburg, Berlin, Hamburg, Quakenbrück, Zürich, München und Erfurt sind ein guter Anfang.

Weil wir diesen unterstützen wollen, möchten wir zum “Tag der Freiheit” zu einem BN-Stammtisch nach Dresden einladen. Wer kommen möchte, meldet sich einfach über unser Kontaktformular an und erfährt dann alles Weitere.

Was am Dresdner Spuk nicht auszuhalten ist

Ich war am Wochenende nicht in Dresden und kann somit nur die Zahlen beurteilen, die von Polizei und Medien über das zurückliegende Demo-Wochenende verbreitet wurden. Diese sind aber mehr als deutlich.

Hubert Kemper von der Chemnitzer Freien Presse und Dieter Schütz von der Sächsischen Zeitung liegen diese Zahlen auch vor. Doch wir kommen trotzdem zu ganz unterschiedlichen Lageanalysen. Schütz schreibt:

Muss eine Gesellschaft solche Auseinandersetzungen wie in Dresden aushalten? Ja, das muss sie. Die Demonstrationsfreiheit ist für eine demokratische Gesellschaft elementar. Dieses Grundrecht darf man sich nicht von rechten oder linken Extremisten kaputt machen lassen.

Das klingt so, als hätten Extremisten eine friedliche Kundgebung von Demokraten gestört und nun müsse man alles dafür tun, damit sich die Demokraten noch raus auf die Straße trauen. Die Reihenfolge der Eskalation sollte man dann schon im Auge behalten: Rechtsradikale wollen demonstrieren und dies wird durch einen Zusammenschluß von friedlichen Protestierenden und militanten Autonomen verhindert. Wessen Demonstrationsfreiheit ist also – wenn schon – beeinträchtigt?

Der Kommentar von Schütz ist zwar schlecht, aber sein Kollege Hubert Kemper toppt alles. Sein Beitrag “Den Spuk beenden” in der heutigen Freien Presse auf Seite 3 müßte für die Zeitung eigentlich Grund genug sein, ihn sofort aufgrund grenzenloser Dummheit und Wirklichkeitsverweigerung zu entlassen. Aber Kemper wird sicherlich auch in den kommenden Tagen wild drauflospinseln dürfen.

Mit “Den Spuk beenden” meint Kemper den “braunen”. Für sein großes Ziel ist er auch bereit, das ein oder andere Gesetz zu mißachten und wegzuschauen, wenn die Steine fliegen. Der Kommentar beginnt wie folgt:

Dresden hat sich gewehrt. Die Mittel, die friedliche Demonstranten dabei einsetzten, mögen die Grenzen der Legalität gestreift haben. Das bleibt nicht aus, wenn sich ziviler Ungehorsam einem rechtlich genehmigten Aufmarsch entgegen stellt.

KORREKTUR: Militante Linksradikale haben sich gewehrt. Die Mittel, die sie dabei einsetzten, haben die Grenzen der Legalität klar überschritten. Ziviler Ungehorsam muß einen rechtlich genehmigten Aufmarsch tolerieren und darf ihn nicht mit verbotenen Mitteln verhindern, wenn er die freiheitlich-demokratische Grundordnung achtet.

Kemper fährt fort:

Dresden hat damit eine verzweifelte Antwort auf wirklichkeitsfremd urteilende Verwaltungsrichter gegeben, deren Entscheidungen zwar den Buchstaben des Gesetzes, nicht aber die Realität der drohenden Ausschreitungen zwischen Links und Rechts und die Überforderung der Sicherheitskräfte beachten.

Im KLARTEXT will Kemper also sagen: Rechte Demos müssen dann gerichtlich verboten werden, wenn die Linken evtl. zu gewalttätig sein könnten. Wenn linke Gewalttaten voraussehbar sind, muß die grundgesetzlich garantierte Versammlungsfreiheit aufgehoben werden.

Wieder Kemper:

Erst mutige Bürger und besonnene Polizisten haben am Samstag die Spirale der Eskalation gestoppt.

KORREKTUR: Die Spirale der Gewalt konnte nicht gestoppt werden – weder von Dresdner Bürgern, die sich an Mahnwachen beteiligten, noch von den völlig unterlegenen und hilflosen Polizisten, von denen einige schwer verletzt wurden.

Kemper:

Dresden sollte endlich als Bühne für braune Erinnerungskultur ausgedient haben – und damit auch als Treffpunkt für erlebnishungrige Chaoten aus dem linken Spektrum. Auch dieses Lager als Mob bezeichnen zu dürfen, gebietet eine unverstellte Wahrnehmung. Denn am Samstag entstammte erneut ein Großteil des Gewaltpotentials dem linksextremistischen Block.

Hoho, jetzt will Kemper also zumindest einmal drei Sätze lang seine “unverstellte Wahrnehmung” durchblicken lassen. Aber ihm gelingt es wieder nicht. Er spricht von “Gewaltpotential”, wo sich doch diese Gewalt tatsächlich entladen hat. Warum schreibt er nicht einfach, ein Großteil der Gewalt wurde von Linksextremisten verübt? Klammheimlich macht sich Kemper eben doch gemein mit den militanten Demonstranten und verharmlost ihre Taten, indem er nur das Potential zur Gewalt anerkennt, nicht aber die Gewalt an sich und die dadurch entstandenen Personen- und Sachschäden.

Nächster Satz:

Der Kampf der Linkspartei wäre noch überzeugender, wenn …

Im KLARTEXT: Kemper sagt, der Kampf der Linkspartei gegen rechts ist überzeugend, aber noch nicht perfekt.

Nächster Satz:

Vor Gericht hatten sich die Rechtsextremisten mit ihren von Steuergeldern finanzierten Beratern durchsetzen können.

Im KLARTEXT: Kemper meint also, die Linkspartei (Satz davor) arbeitet völlig überzeugend, aber die Nazis nicht, weil sie “von Steuergeldern finanzierte Berater” haben, die vor Gericht siegen. Der Justiz vertraut Kemper anscheinend überhaupt nicht und spricht ihr die Fähigkeit ab, gerecht zu urteilen, weil sie auch Urteile zugunsten der Rechtsradikalen fällt.

Der krönende Abschluß:

Der Anstoß von Innenminister Markus Ulbig (CDU), das Versammlungsrecht neu zu diskutieren, kommt zur rechten Zeit.

KORREKTUR: Der Anstoß kommt selbstverständlich zur linken Zeit. Das war bestimmt ein Fehler der Schlußkorrektur der Freien Presse. Kemper hat diese politische Unkorrektheit sicherlich nicht verzapft. Aber zur Sache: Es ist also richtig, die Versammlungsfreiheit weiter einzuschränken, solange es die Rechten zur linken Zeit trifft. Und wenn das die Gerichte nicht anerkennen, dann muß eben politisch und journalistisch nachgeholfen werden.

Dresden 1945 – Zum Gedenken

httpv://www.youtube.com/watch?v=_gZXg8lNH2g

„Wir kommen in Frieden“ und „Marsch auf Dresden“

RCQT-Designer Rodrigo Diaz hat mit größter Aufmerksamkeit unsere Diskussionen über das „Einmaleins der konservativen Kulturaktivisten“ mitverfolgt und ist über das von einem unserer Autoren beschriebene Anfängerstadium bereits hinaus. Doch der harte Winter macht dem Spanier zu schaffen und so fehlt ihm für ein neues Motiv noch der entscheidende Einfall. Deshalb möchte er euch um Hilfe bitten.

Rodrigo Diaz bittet also um Ideen, wie der obere Motivspruch „WIR KOMMEN IN FRIEDEN“ ersetzt werden könnte. Der Slogan sollte kurz und knackig sein, Bezug zu Dresden 1945 bzw. dem unteren Slogan „MARSCH AUF DRESDEN“ haben oder auch auf die Verletzung der Bürgerrechte der Demonstranten hinweisen. Dem Siegervorschlag winkt bei Umsetzung als Prämie ein T-Shirt mit dem realisierten Motiv oder ein anderer beliebiger Artikel aus der RCQT-Kollektion.

Ganz grundsätzlich stellt sich die Frage: Ist das Motiv überhaupt zu verstehen? Und natürlich: Gefällt es euch bis hierher?

Einige Leser hatten sich in den letzten Wochen eine Motivbörse auf BlaueNarzisse.de gewünscht, wo Entwürfe für Plakate, T-Shirts, Aufkleber etc. diskutiert werden können. Das wollen wir zwar noch nicht umsetzen, aber einen Schritt in diese Richtung werden wir ja wohl wagen dürfen.

Denkerische Nachbereitung

eisbergWer wie ich vorhin die Tagesschau gesehen hat, wird sich gefragt haben, wie es sein kann, dass in der Dresdenberichterstattung der deutschlandweit meistgesehenen, gebührenfinanzierten Nachrichtensendung die linken Gewalttäter und Staatsverächter nicht einmal als Chaoten Erwähnung fanden. Umso wichtiger ist es, die Berichte derer zu hören und zu lesen, die dem Schauspiel vorort beigewohnt haben.

Erklärungen für die gegenwärtigen Fehlentwicklungen gibt es viele, die meisten konnten mich nicht dauerhaft überzeugen. Wer, wie auf Altermedia mehrfach gelesen, die “Nasen”fraktion verantwortlich zeichnet oder überall Faschisten und Kapitalisten wittert, macht es sich zu leicht. Abhilfe schafft natürlich nur ernsthaftes Nachdenken. Deshalb will ich im Folgenden einige Beiträge zur Lektüre empfehlen. Es besteht keinerlei Notwendigkeit Dinge, die andere bereits (und vermutlich auch besser) niedergeschrieben haben, nochmal wiederzukäuen.


Den ganzen Beitrag lesen…

“Wenn Steine fliegen”

Die taz titelt: “Wenn keine Steine fliegen”. Es sind aber Steine geflogen und Bierflaschen und vieles mehr. Und zwar hauptsächlich von “Dresden Nazifrei” in Richtung Polizei. Überhaupt: Ich hatte den Eindruck, “Dresden Nazifrei” ist der Trauermarsch eigentlich relativ egal, vielmehr ging es den anwesenden Extremisten um eine gewaltige Auseinandersetzung mit der Polizei. In dieses Bild paßt, daß die Demonstrationen, mit denen die Blockaden errichtet wurden, nicht angemeldet waren. Diejenigen Politiker von Linkspartei bis SPD, die das eingefädelt haben, treten damit das Versammlungsrecht mit Füßen. Ihr Feind ist der Staat und steht in der Mitte der Gesellschaft.

Dresden – JLO-Trauermarsch

Dresden – Auf Antifa-Seite

Dresden: Angeblich zwei Tote auf “nationaler Seite”

So ich bin zurück aus Dresden. Mit einem weiteren Reporter war ich auf diversen Antifa-Demos und beim Trauermarsch. Ganz kurz: Es ist unglaublich, wie linke Politiker gemeinsam mit militanten Linksextremisten zusammengearbeitet haben. Ich habe von Linksextremisten angezündete Straßenbahnen gesehen, Busse der JLO wurden entglast und einzelne “rechte” Demonstranten angegriffen.

Wir haben noch einen Reporter vor Ort, der mir gerade gemeldet hat, daß die Demonstranten des Trauermarschs am Bahnhof Dresden-Neustadt von der Polizei festgehalten werden. Ihren Marsch durften sie nicht machen. Außerdem berichtete unser Reporter von einem Gerücht: Angeblich sollen zwei “Nationale” von Antifas überfallen worden sein und zu Tode geprügelt. Ich konnte bisher aber keine Bestätigung dieses Gerüchts finden.

Demnächst werden wir Bilder vom Trauermarsch und den Antifa-Demos veröffentlichen.