Zukunftsdialog der Bundeskanzlerin: Islam und Patriotismus ganz weit vorn

Die Bundeskanzlerin ruft gerade zu einem sogenannten “Zukunftsdialog” auf, bei dem natürlich nichts rauskommen wird. Aber zumindest ist er ein Barometer, welche Themen den Deutschen wichtig sind.

Derzeit auf Platz 1: Eine “Offene Diskussion über den Islam”. In der Beschreibung heißt es:

Das Thema Islam wird von Politik und Medien gründlich gemieden, Islamkritiker werden bestenfalls ignoriert, meist aber diffamiert, Islamkritik wird pathologisiert und kriminalisiert. Eine argumentative Auseinandersetzung über den Islam muss endlich stattfinden. In der Politik. In den Medien.

Auf Platz 3 liegt derzeit übrigens ein weiteres, von uns seit Jahren angesprochenes Thema: “Die eigene deutsche Identität stärken!” Dazu heißt es:

Wir Deutschen sind laut Umfragen das Volk, dass sich selbst am wenigsten schätzt. Wir sind zu selbstkritisch bishin zur Selbstverleugnung unserer Kultur. Wir reduzieren uns selber auf die schrecklichen Greuel in den Jahren 1933-45 und vieles was davor und besonders danach geschah, wird ausgeblendet.

Jeder kann sich an diesem Zukunftsdialog über Deutschland beteiligen, Vorschläge einreichen oder einfach bestimmte Ziele unterstützen. Los geht´s also!

Deutschland europäisches Schlußlicht bei Kindern und Jugendlichen

(via Newsletter des Berlin-InstitutDeutschland hat innerhalb Europas den niedrigsten Anteil unter 18-Jähriger an der Gesamtbevölkerung: 16,5 Prozent. Lediglich jeder sechste Einwohner war im Jahr 2010 also ein Kind oder Jugendlicher. In Island dagegen lag der Anteil unter 18-Jähriger an der Gesamtbevölkerung bei 25,4 Prozent – das ist europäischer Rekord. Der 12. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes zufolge wird der Kinderanteil in Deutschland sogar noch weiter zurückgehen: Wenn die Geburtenhäufigkeit gleich bleibt und der Wanderungssaldo, also die Differenz aus der Zahl der Zuzüge und der Fortzüge, bei 100.000 Personen pro Jahr liegt, dann sinkt der Anteil der unter 18-Jährigen bis zum Jahr 2030 voraussichtlich auf 15 Prozent.

13,1 Millionen Kinder und Jugendliche lebten im Jahr 2010 in Deutschland, allerdings sehr ungleich verteilt auf die Regionen und insbesondere auf Ost- und Westdeutschland: Auf dem Gebiet der ehemaligen DDR wohnten nur 2,1 Millionen Kinder. Und während in Westdeutschland die Zahl der Kinder zwischen 2000 und 2010 um etwa zehn Prozent gesunken ist, betrug der Rückgang in Ostdeutschland sogar knapp 29 Prozent. Das ist ein Ergebnis des jüngsten Mikrozensus, einer jährlich durchgeführten Befragung von einem Prozent aller Haushalte.

Das Sinken der Zahl der Kinder lässt sich mit den niedrigen Geburtenzahlen erklären: Schon Ende der 1970er Jahre fiel die durchschnittliche Kinderzahl je Frau auf 1,5, und seit den 1980er Jahren liegt sie bei rund 1,4, – mit der Folge, dass seither jede Generation ein Drittel kleiner ist als die ihrer Eltern.

In westdeutschen Städten mehr Kinder mit Migrationshintergrund

Etwa ein Fünftel der gesamtdeutschen Bevölkerung hat einen Migrationshintergrund, ist also selbst zugewandert oder hat mindestens ein Elternteil, das eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzt oder die deutsche durch Einbürgerung erhalten hat. Bei den Kindern ist der Anteil der Migranten noch höher: Gut vier Millionen lebten 2010 in Familien mit Migrationshintergrund. Damit stammt rund ein Drittel der Kinder und Jugendlichen in Deutschland aus einer Familie mit Migrationshintergrund.

In großen Städten und Gemeinden lag der Anteil der Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund höher als in ländlichen Gegenden und im Westen höher als im Osten: Die Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund wohnten zu 91 Prozent im ehemaligen Bundesgebiet. Fast jedes zweite Kind (46 Prozent), das 2010 in einer Großstadt mit mehr als 500.000 Einwohnern lebte, stammte aus einer Familie mit Migrationshintergrund. In Gemeinden mit weniger als 5.000 Einwohnern lag der Anteil nur bei 13 Prozent.

PAIDEIA-Chefin: Ohne die jüdische Führungsrolle wird Europa nicht überleben

Immer mal wieder stößt man auf interessante Aussagen von Personen aus dubiosen Think Tanks. Die Frau im folgenden Video, Barbara Lerner, ist Teil des European Institute for Jewish Studies in Sweden mit dem sinnigen Namen “Paideia”, was soviel wie Bildung oder Erziehung bedeutet.

So freimütig kann wohl nur eine Jüdin sprechen, die sich sehr siegesgewiss in Bezug auf ihre Positionen ist. Es dürfte klar sein, dass wir nicht ihre naive Meinung teilen, wonach aufflackernder Antisemitismus in Schweden lediglich ein vorübergehendes Phänomen sei. Vielmehr spricht alles dafür, dass mit der fortschreitenden Islamisierung antisemitische Worte und Taten erst wieder so richtig gesellschaftsfähig werden.

Das Problem mit den Jungen

Es begegnet mir von Zeit zu Zeit ein Jüngling, an dem ich nichts verändert noch gebessert wünschte; nur macht mir bange, daß ich manchen vollkommen geeignet sehe, im Zeitstrom mit fortzuschwimmen, und hier ist’s, wo ich immerfort aufmerksam machen möchte: daß dem Menschen in seinem zerbrechlichen Kahn eben deshalb das Ruder in die Hand gegeben ist, damit er nicht der Willkür der Wellen, sondern dem Willen seiner Einsicht Folge leiste.

 

Wie soll nun aber ein junger Mann für sich selbst dahin gelangen, dasjenige für tadelnswert und schädlich anzusehen, was jedermann treibt, billigt und fördert? Warum soll er sich nicht und sein Naturell auch dahin gehen lassen?

 

Für das größte Unheil unserer Zeit, die nichts reif werden läßt, muß ich halten, daß man im nächsten Augenblick den vorhergehenden verspeist, den Tag im Tage vertut und so immer aus der Hand in den Mund lebt, ohne irgend etwas vor sich zu bringen. Haben wir doch schon Blätter für sämtliche Tageszeiten! Ein guter Kopf könnte wohl noch eins und das andere interkalieren. Dadurch wird alles, was ein jeder tut, treibt, dichtet, ja was er vorhat, ins Öffentliche geschleppt. Niemand darf sich freuen oder leiden als zum Zeitvertreib der übrigen, und so springt’s von Haus zu Haus, von Stadt zu Stadt, von Reich zu Reich und zuletzt von Weltteil zu Weltteil, alles veloziferisch.

 

Sowenig nun die Dampfmaschinen zu dämpfen sind, sowenig ist dies auch im Sittlichen möglich: die Lebhaftigkeit des Handels, das Durchrauschen des Papiergelds, das Anschwellen der Schulden, um Schulden zu bezahlen, das alles sind die ungeheuern Elemente, auf die gegenwärtig ein junger Mann gesetzt ist. Wohl ihm, wenn er von der Natur mit mäßigem, ruhigem Sinn begabt ist, um weder unverhältnismäßige Forderungen an die Welt zu machen noch auch von ihr sich bestimmen zu lassen!

 

Aber in einem jeden Kreise bedroht ihn der Tagesgeist, und nichts ist nötiger, als früh genug ihm die Richtung bemerklich zu machen, wohin sein Wille zu steuern hat.

[Goethe, Maximen und Reflektionen, Betrachtungen im Sinne des Wanderers, 1829]

Youtube-Tip: BPE-Vortrag Raddatz

Demographie in 3 Minuten

Gasteig München: PI interviewt Kubitschek

Buchtipp: Die ganze Vertreibungsgeschichte für 25 Euro

Der Nachdruck der Dokumentation der Vertreibung der Deutschen aus Ost-Mitteleuropa, die vom Bundesministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte zwischen 1954 und 1961 herausgegeben worden war, ist jetzt für 25 € als Taschenbuchausgabe in 8 Bänden im Pappschuber erwerbbar. Dieses Werk ist in Verbindung mit Adolf Diestelkamp, Rudolf Laun, Peter Rassow und Hans Rothfels unter Bearbeitung von Theodor Schieder entstanden. Neben den obligatorischen Zeugenberichten enthält es alle relevanten Daten zu den Bevölkerungsdaten der Ostgebiete wie auch die entsprechenden Verwaltungsdokumente (bspw. die berühmtberüchtigten Benes-Dekrete).

Für den angehenden Historiker, aber auch für den historisch interssierten Laien eröffnet sich nun die Möglichkeit die eigene Bibliothek äußerst preiswert mit einem umfassenden Nachschlagewerk zu bestücken. Politisch lehrreich ist auch, wie schnell 800 Jahre Siedlungsgeschichte sich in Nichts auflösen können.

Gefunden habe ich es HIER und HIER.

Der Krieg gegen Deutsche

Der Krieg gegen Deutsche wird von (intellektuellen) Deutschen in Deutschland geführt. Das beweist uns Die ZEIT mit einem ideologischen Hetzartikel aller erster Güte. Die Geschichte geht so: Eine – hochgewachsene blonde (sic!) – Frau Christiane Müller, die beim LKA Sachsen arbeitet, erklärt den dummen, hinterwäldlerischen Sachsen regelmäßig die Besonderheiten im Umgang mit arabischen und türkischen Moslems. Dabei muss sie, mit einer sysiphosartigen Anstrengungsbereitschaft ausgerüstet, immer wieder mit dem Aufmalen von Strichmännchen anfangen und blickt dann ihre dämlichen Schäfchen mit ihrem überlegenen lehrerInnenhaften Blick an, als ob sie wartet, bis diese den letzten Satz fertig mitgeschrieben haben.

Doch die Lage ist natürlich fast hoffnungslos. Kaum ist zu erwarten, dass wirklich etwas hängen bleibt. Zu gering sind (noch) die Berührungspunkte mit Moslems, weshalb die interkulturelle Kompetenz (= die freudige Bejahung die eigene Identität aufzugeben) der Sachsen auch nicht so richtig in Fahrt kommen will. Denn Sachsen hat (leider, leider, leider! und noch, noch, noch!) nur einen Ausländeranteil von gerade einmal 2%, von denen wiederum nur 5,7% Türken sind.

Frau Müller ist überdies bei Ihrer Erziehungsarbeit offenbar allzuständig:

Manchmal sind es Polizisten, manchmal Lehrer, die vor ihr sitzen. Heute sind es Unternehmer, denen Christiane Müller im Auftrag der Staatskanzlei die arabische Welt erklärt.

Spätestens nach dem Satz ist es nun aber raus: Es geht hier um etwas ganz anderes! Frau Müller erklärt ihren Zuhörern die arabische Welt, aber der Artikel will eigentlich über Muslime in Sachsen reden. Jetzt wird die Redaktion deutlicher, die vermutlich Frau Müller missbraucht, um ihre ideologische Agenda voranzutreiben:

Häufig hört die Frau vom LKA bei ihren Vorträgen die Forderung, Muslime im Land sollten sich doch bitte den deutschen Gepflogenheiten anpassen. Welche die denn seien, fragt sie dann – eine Antwort bekommt sie selten. Wie gering das Einfühlungsvermögen vieler Sachsen in Bezug auf den Islam tatsächlich ist, zeigte sich im Sommer, als eine Dresdner Richterin ein muslimisches Mädchen wegen ihres Kopftuches des Raumes verwies. Oder als kurz darauf auch im Landtag heftig über ein Kopftuchverbot für muslimische Schülerinnen in sächsischen Klassen diskutiert wurde.

Eine Antwort bekommt Frau Müller selten, womit also bewiesen worden ist, dass es gar keine deutschen Gepflogenheiten gibt. Diese Masche ist sooo billig und hat sooo einen Bart. Als ob Selbstverständlichkeiten – und ja in Sachsen, aber auch in Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern gibt es deutsche Gepflogenheiten als Selbstverständlichkeiten auch im urbanen Raum noch, sonst wäre der Artikel ja auch unnötig – von jedem Einzelnen positiv expliziert werden müssten. Was sie nicht sind, ist nämlich jedenfalls klar: Kein Kopftuch, kein Türkisch, kein Arabisch, keine Moschee.

Man stelle sich auch vor: im sächsischen Landtag hat die Volksvertretung sich angemaßt ihre Arbeit zu machen Volkes Wille zu ermitteln. Dabei kennt den doch nur Simon Kremer von der Zeit, der gern seine Vorstellungen von Urlaubsgenüssen mit dem Lebensalltag vermengt, aber das ist natürlich dann der Bevölkerungswille.

Die Geschichten werden noch besser:

Im vergangenen Sommer war eine Gruppe von 60 Studenten aus Abu Dhabi in Dresden zu Gast, da klingelte das Telefon im Büro von Uta Kruse. Bei der städtischen Ausländerbeauftragten meldeten sich Bürger: Was in der Stadt los sei? All diese Verschleierten! »Es war eine Ratlosigkeit zu spüren«, sagt Kruse, »weil man das nicht kannte und damit nicht umgehen konnte.« Alle kämen sofort auf Klischees: das Kopftuch bei Frauen, Aggressivität bei jungen Männern. Es sieht aus, als teilten Sachsen alle Ausländer in zwei Gruppen: auf der einen Seite russischsprechende Migranten und Vietnamesen; auf der anderen Muslime. Die arabische Kultur ist vielen zu fern, zu fremd. Die Vorurteile ziehen sich durch alle Gesellschaftsschichten.

Die Wahrheit ist doch, dass man die Staatsgäste deshalb gar nicht mehr als Staatsgäste wahrnimmt, weil es sich auch um eine Invasion aus Berlin handeln könnte. Als wären die Sachsen generell unfähig bei ihren Fahrten in westdeutsche Großstädte Verdreckung, Verslummung und den Niedergang des Staates eigenständig wahrzunehmen. Der hohepriesterliche Simon Kremer, der vermutlich noch nie einer echten Arbeit in seinem Leben nachgehen musste, pflegt hier wunderbar alle seine antideutschen Ressentiments und ignoriert dabei die ungeheure Zahl an Arbeitsmigranten, die aus Sachsen kommend “im Westen” auf Montage arbeiten. Die sind nämlich glücklich aus dem gefühlten Ausland wenigstens am Wochenende in eine deutsche Heimat zurückkehren zu können.

Diese ungeheure Frechheit mit der sich solche Schreibtischtäter beim Kaffee mit dem Shisha-Schlauch im Maul anmaßen, darüber zu befinden, wie andere Deutsche in ihrem Bundesland zu leben hätten, ist im Prinzip unfassbar. Psychologisch muss es sich um ein Stockholmsyndrom handeln, die vorsorgliche Verbrüderung mit dem Sieger von Morgen. Deutlich wird hier auch, wie sehr die mitteldeutschen Bundesländer als Bedrohung bei der Umformung der deutschen Identität angesehen werden. Der Artikel ist für seine westdeutschen Leser – von unserer Seite aus betrachtet – eigentlich ein Auswanderungsbefehl.

Heute versucht Müller, die Teilnehmer ihrer Trainings dazu zu bringen, Muslime und die arabische Welt differenziert wahrzunehmen. »Auch Islamist ist nicht gleich Islamist«, sagt sie: Es gebe sogar Unterschiede zwischen religiösen Fanatikern; nicht jeder wolle gleich Bomben zünden. Bei jedem Vortrag kämpft Müller aufs Neue gegen die Vorurteile. Die Gelassenheit muss sie aus der arabischen Welt haben.

Wenn Kremer dann noch mit solch einem Gedankenmüll aufwartet, mit dem auf so eine primitive Weise die Überlegenheit des islamisch-arabischen Lebensgefühls gepriesen wird, dann fällt einem nur noch die Parteipropaganda vergangener Tage ein, die schlussendlich mehr zum Untergang der DDR beigetragen hat, als die ideologischen Lenker sehen wollten. Warum ausgerechnet eine Frau vom Landeskriminalamt über Moslems aufklärt, kann und will Kremer überdies auch nicht reflektieren.

Aber was ist, wenn man ganz einfach ISLAMISCHE BRÄUCHE IN SACHSEN nicht haben will, WAS DANN? Etwa alle ab ins Umerziehungslager zur Gedankenveränderung? Bisweilen hat man das Gefühl die BRD ist bereits eins.


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Wer erkennt den Widerspruch?

Tja, das sind so die Mainstreamgags im roughen Business. Nicht wahr?