Echt DDR: Das Lied vom Vaterland
Es gibt auch gute DDR-Propaganda, was wir bisweilen nicht vergessen sollten:
Mehr Infos zum Oktoberklub und speziell zu dessen Einordnung HIER.
Joseph Intsiful: “Es geht um Kultur, die kaputt geht”
Herr Intsiful schildert bei Pro Köln seine Erfahrungen mit Jornalisten des Kölner Express und spricht über Bestechungsversuche sowie die allgemein grassierende Dummheit.
Fundstück: Ernst-Moritz-Arndt-Medaille der DDR
Der sich selbst so bezeichnende Antifaschismus bundesrepublikanischen Zuschnitts, der noch die hinterletzte Halb- und Dreiviertelnazistrohpuppe hinter dem Kachelofen hervorholen wird, damit die Fördergelder weiter fließen, tut sich auch regelmäßig damit hervor, die DDR zu verklären.
Die DDR gilt dann als fortschrittlicher, menschlicher und genügsamer Staat, ja geradezu als das himmlische Abziehbild gegenüber der neureichen, imperial-faschistischen Konsum-BRD. Soweit nichts Neues. Die Widersprüchlichkeiten, die durch die propagandistische Umbildung der Gemüter entstehen, fallen oft nicht auf.
Doch der gemeine Gutmensch hat so sehr aus der Geschichte gelernt, dass er ganz genau weiß, wer die Guten und wer die Bösen sind, weshalb der eigene moralische Maßstab unisono auf prinzipiell alle historischen Menschen auszuweiten ist. Das geschieht dann von Fall zu Fall: Mal müssen Straßen umbenannt werden. Mal ist es eine Universität, deren Namensträger den fortschrittelnden Kräften der Freiheit nicht mehr passt. Da sind wir denn auch schon beim eigentlichen Thema angekommen.
Im Falle von Ernst Moritz Arndt, der Antisemit und deutschnational aufs Schärfste war, – ein Hetzer vor dem Herrn sozusagen - kommen die Leute mit einem nahezu amourösen Verhältnis zur DDR ins Schlingern. Wikipedia berichtet uns:
Die Ernst-Moritz-Arndt-Medaille war eine Auszeichnung des Nationalrates der Nationalen Front der DDR, deren Stiftung 1955 erfolgte. Mir ihr wurden Leistungen im Kampf um die Sicherung der Friedens gewürdigt. Ihre Verleihungsanzahl belief sich bis 1975 auf etwa 10.000, wobei der Großteil dieser Verleihungen an Kulturschaffende erfolgte. Bekannte Empfänger der Medaille waren unter anderem Johannes R. Becher und Karl-Eduard von Schnitzler.
Johannes R. Becher und Karl-Eduard von Schnitzler… Nicht schlecht. – Immerhin zwei Säulenheilige der Arbeiter- und Bauernmacht als Preisträger.
Die aus Silber bestehende nichttragbare Medaille mit einem Durchmesser von 44 mm zeigt auf ihrem Avers das vom Betrachter aus gesehen links blickende Portrait von Ernst Moritz Arndt sowie seinen darüber liegende Namenszug: ERNST MORITZ ARNDT. Umschlossen wird dieses Portraits von einem Lorbeerkranz, dessen unteres Viertel von einem Schriftband geschlossen wird. Auf ihm war bis 1970 die erhaben geprägte zweizeilige Aufschrift: DAS GANZE DEUTSCHLAND / SOLL ES SEIN zu lesen. Ab 1970 zeigt die Medaille dann einen durchgehenden Lorbeerkranz. Bis 1959 zeigte die Medaille an ihrem unteren Rand auch ein wehendes Fahnenband in den Farben Schwarz-Rot-Gold, welches in der Folge dann wegfiel.
Naja, zur antifaschistischen Ehrenrettung sei zugegeben, dass erst der Schriftzug “entschärft” wurde und dann die Verleihung 1975 ganz eingestellt wurde. Man stelle sich mal die eigenartige Komik vor, wenn Egon Krenz 1989 als Organisationherr über die DDR-Grenztruppen (und damit Verantwortlicher für Schüsse an der innerdeutschen Grenze) für “Leistungen im Kampf um die Sicherung des Friedens” mit einer Medaille ausgezeichnet worden wäre, die sagt: “Das ganze Deutschland soll es sein”.
Der Geächtete: Ernst von Salomon im Hörbuch
Ernst von Salomon hatte ein spannendes bewegtes Leben, welches wir HIER schon einmal vorgestellt haben. Der einstige Mitverschwörer am Attentat auf den Weimarer Außenminister Walther Rathenau tarnte während des Zweiten Weltkrieges seine jüdische Freundin Ille Gotthelft als seine Ehefrau und trat nach dem Krieg mit dem Bestseller Der Fragebogen hervor, in dem er die Entnazifizierungspolitik der Alliierten verarbeitete.
Das zu Ehren des 100. Geburtstages Ernst von Salomons erschienene Hörbuch Ein preußischer Revolutionär kann man jetzt auch auf Youtube anklicken:
TV Berlins “Political Post”
In der ersten Folge dieses Formats, für das noch nicht sicher ist, ob sich ein Sendeplatz im TV finden wird, diskutiert unter anderem auch Manfred Kleine-Hartlage – Autor von Das Dschihadsystem – über Deutschland schafft sich ab und die öffentlichen Reaktionen diesbezüglich.
Sehen kann man die aufgezeichnete Sendung im Netz HIER.
Wie weit gehen die “Linken”?
Da haben die “Macher” der Partei Die Freiheit doch tatsächlich geglaubt durch ein wenig Abgrenzeritis in den politischen Tanzkreis der Bundesrepublik aufgenommen zu werden. Jetzt wurden Sie eines besseren belehrt. Der Xte Versuch dieser Art, das Tor zur politischen Partizipation zu öffnen, kann nun nach der Verunmöglichung, einen Tagungsraum für den Parteitag anzumieten, als gescheitert betrachtet werden.
Es ist ja nicht so, als hätten wir nicht gleich gesagt, dass es ohne ein vorpolitisches Umfeld fast aussichtslos werden würde. Stadtkewitz zu den Geschehnissen in Bild und Ton:
“Rothärmelige Blaunarzisse” präzisiert
Überrascht stellte ich heute fest, wieviele Besucher in den letzten Tagen meinen vorletzten Artikel anklickten. Es stellte sich heraus, dass das kein Zufall war, sondern Altermedias “Schriftleitung” diesen ungefragt für sich verwendet hatte, weshalb sich einige Leser offensichtlich von dort zu uns verirrten, um mich wegen vermeintlichen Witzen über politisch Ausgegrenzte und wegen vermeintlichen Witzen über einen nationalen Behinderten anzugreifen.
Damit es klar ist:
Weder Herr Battke, dessen Situation, noch der eingeschränkte Kamerad in seiner Lage werden als humorig empfunden. Der Umgang mit Herrn Battke seitens der Sportverbände und anderer Behörden ist noch stets seitens der BN aufs Schärfste kritisiert worden. Als ob irgendwer hier schonmal den bundesdeutschen Gesinnungsterror befürwortet hätte… Bleib auf dem Boden, Kamerad! Zum Zweiten: Wer tatsächlich glaubt, das Video “Schwerbehindert in der NPD” werde vom Autor als Vorlage für Behindertenwitze gehandelt, der irrt. – Ja, auch Sie Herr Meenen. – Aber gewaltig!
Die Protagonisten sind in der Tat nicht lustig. Humorig – aus Nicht-NPD-Sicht – ist allenfalls die Vorstellung, dass jemand durch das Ansehen dieser Videos – vielleicht ein unentschlossener Interessierter, vielleicht aber auch ein potenzieller politischer Gegner, über diese Videos erstmalige Bekanntschaft mit dem Zustand der echten NPD, resp. dem “Nationalen Widerstand”, macht, wenngleich im Fernsehen tagtäglich vor der in Bälde drohenden Machtergreifung des die Mitte der Gesellschaft umschließenden Neonazismus gewarnt wird.
Denn was sehen wir da eigentlich?
Im Battke-Video sehen wir einen Mann im mittleren Alter der – ganz offiziell – verkündet: “Ich werde den Sport in Sachsen-Anhalt vernichten!”
Was soll das? Soll man das ernst nehmen? Muss man darüber ernsthaft diskutieren? Hallo, sagt mal, merkt Ihrs eigentlich noch? Und dann schreibt Nutzer Bittrich:
Was habt Ihr gegen dieses Video? Macht es doch besser! Auf den Inhalt kommt es an und sonst nichts!!!
Genau der Inhalt ist das Problem, gut erkannt.
Leidtragender ist nun schon irgendwie Herr Battke, weil er zu sehen ist. Aber welcher Idiot hat zugelassen, dass dieser Film veröffentlicht wird? Ich weiß nicht, was schlimmer ist: Wenn der Text spontan gesprochen wurde und es war niemand da, der diesen Stuß mit einem freundlichen Wort beendet hätte, oder wenn das sogar die vorbereitete Version war. (Übrigens bezog sich der Hieb mit der “Proletarisierung” genau darauf: Wenn niemandem der Beteiligten auch nur ansatzweise auffällt, dass an dem Video etwas vom Sinngehalt her nicht stimmen kann und diese das Gesagte scheinbar ernst nehmen, wie soll man das dann erklären?)
Bei dem anderen Video liegt die Problematik ein bissel woanders, denn was sehen und hören wir hier:
Wir hören zu Beginn zur gefühlsmäßigen Einstimmung eine melancholisch stimmende Musik, die den Zuschauer schon in eine etwas rührselige Stimmung bringen soll, und erfahren dann, dass es einen akzeptierten Schwerstbeschädigten in der NPD gibt, dessen im späteren Leben erworbene (!) Behinderungen (Herz, Niere, abbe Beine) kein Problem für die hilfreichen Kameraden darstellen.
Was will man uns damit sagen? Man will uns aufzeigen, dass die öffentliche Wahrnehmung, es handle sich bei der NPD um eine Partei der biologistischen Rassetheoretiker und Rassehygieniker, die Behinderte als Lebensunwerte im Sinne der Erbgesundheitslehre in KZs sofort wieder “erlösen” würden, nicht stimmt, sondern perfide Feindpropaganda ist. Der Gegenbeweis ist nun Herr Winter, dessen Behinderung – aus Sicht des Zuschauers – genauso gut aus jahrelanger Ignoranz gegenüber der ärztlich verordneten, korrekten Einstellung auf Insulin herrühren könnte. Wer findet den logischen Widerspruch?
Die billige Kalkulation des Filmemachers, den Zuschauer durch Hervorrufen einer emphatischen Reaktion auf die Tragik des Sachverhalts von der volksgemeinschaftlichen Güte der NPD zu überzeugen, geht jedoch nicht auf, sondern ist so offensichtlich, dass es sch(m)erzt.
Fazit:
Erstens bräuchte es für die Parteiarbeit vor Ort diese Videos nicht, weil sich Interessierte von den Protagonisten vis-a-vis überzeugen lassen können und zweitens sind wir hier nicht im Kindergarten. Wer Parteipolitik machen will und Werbefilme dreht, die von überall aus zu jeder Zeit angeklickt werden können, muss sich an gewisse Grundgesetzlichkeiten der Öffentlichkeitsarbeit halten oder jegliche Reaktion mit Selbstironie tragen können. Nette Gefühle beim “Machen” zu haben, reicht eben nicht.
Ich sehe hier Herrn Battke und Herrn Winter als NPD-seitig in Kauf genommene Bauernopfer der Parteipropaganda. Ob da nicht eher die mit größerem Weitblick gesegneten Parteigenossen menschenverachtend handeln… Der Dialekt ist der Komik übrigens lediglich förderlich, nicht ihr Hauptgegenstand. Wie gesagt, die Komik resultiert aus der unübersehbaren Differenz von Anspruch und Wirklichkeit im Selbstbild wie im Fremdbild der Partei.
Tut mir echt leid, aber wenn mir hier “Intellektualismus” oder “Verachtung des einfachen Volkes” vorgeworfen wird, dann ist das einfach Quark. Es geht hier um die billigen Machwerke Videos und ihre fehlende Authentizität. Und Belehrungen über die Herkunft des Hochdeutschen sind nicht vonnöten, da bekannt.
Aber schön, dass noch eine echt typische Altermedia-Lesermeinung gekommen ist:
Ihre dummen Sprüche darüber zeigen,wie wenig Ahnung Sie vom Deutschen haben,d.h.,es fragt sich wes Geistes Kind oder welcher Herkunft Sie wohl sind ?
Ja, welcher Herkunft wohl? Ich meine: bei dem Namen?
Terror-Tante Viett
Die seltsame Fähigkeit, eine treffende Lagebeurteilung mit einem irreligiösen Ersatzheil zu verknüpfen, ist wirklich ein kommunistisches Spezifikum. In der Jungen Welt schrieb Viett:
Das Gebot der Stunde ist der Aufbau einer revolutionären, kommunistischen Organisation.
(…)
Eine Organisation/Partei, kann zwar fortschrittlich, antikapitalistisch, marxistisch/leninistisch sein, aber nicht revolutionär, wenn sie nicht in bestimmten Bereichen (Kommunikation, Strukturen, Verantwortlichkeiten) klandestin ist.
(…)
Eine revolutionäre Partei muß (…) den Aktivisten ideologischen und rechtlichen Schutz geben und nicht den bürgerlichen Pazifismus, die bürgerlichen Gesetze in Front gegen sie bringen. Um kämpferisches Klassenbewußtsein zu entwickeln, muß eine revolutionäre Organisation versuchen, die Kämpfe, in denen sie verankert ist, so weit wie möglich an die Grenze der bürgerlichen Rechtsordnung heranzuführen, und wenn es notwendig und möglich ist, diese überschreiten.
Dies sei nicht nur wegen dem sowieso alles umfassenden Kapitalismus-Imperialismus-Rassismus-Faschismus notwendig, sondern explizit deswegen:
Das ist eine logische, absolut notwendige Konsequenz, wenn wir ernstnehmen, was wir wissen: die Konzeption des staatlichen Sicherheitsapparates in Deutschland und die sogenannte gesamteuropäische Sicherheitsarchitektur sind in ihrer Vollendung auf totalitäre Herrschaftssicherung aus. Sie funktionieren losgelöst von demokratischen und gesetzlichen Vorgaben und sind funktional für autoritäre und faschistische Herrschaftstypen.
Wir kennen alle die Debatten, in denen Vertreter der Elite bereits jetzt ohne Scheu darüber reden, daß die demokratische Herrschaftsform den Problemen der Zeit nicht mehr dienlich ist. Wir haben es zu tun mit einer schleichenden Faschisierung unter dem Deckmantel von Phrasen wie »Freiheit braucht Sicherheit« und mit einer erschreckend hohen Akzeptanz rassistischer (? CR) Ansichten, wenn sie aus der »Mitte« der Gesellschaft kommen.
Völlig unreflektiert gibt Viett hier etwas wieder, was wir alle unterschreiben können: Das Unbehagen angesichts eines unkontrollierbaren Überwachungsstaates.
Doch warum wird das alles mittlerweile zur Aufrechterhaltung der Regierbarkeit notwendig?
1. Auch weil die (West-)Linke die Masseneinwanderung zur Auslöschung des Deutschen Volkes stets unterstützt hat und jede Umkehr als faschsistisch und rassistisch blockiert hat!
und
2. Weil eben der Sumpf, aus dem Viett stammt, die Nation als Schutzschild und Bewahrer des demokratischen Souveräns “Volk” permanent untergraben hat.
Die sozialistischen Strömungen haben seit ’68 die hedonistische Konsumwelt ganz im Sinne der Kapitalisten gefördert und die Nation ganz im Sinne des internationalen Finanzkapitals zerbröselt (Kein Mensch ist illegal, Es gibt keine Grenzen, Völker gibt es nicht, Nie wieder Deutschland).
Kurzum sie haben Deutschland als politisches Subjekt negiert und der liberalen Liquidierung preisgegeben und den demokratischen Souverän schwer beschädigt, und heulen jetzt über die von ihnen mitzuverantwortenden Konsequenzen. Das ist ja wohl der Gipfel der Unverschämtheit!
Und dass Masseneinwanderung in die Sozialsysteme die Völkerverständigung nicht fördert, sondern untergräbt, ist auch ein konservativer Dauerbrenner seit Jahrzehnten. Was Viett “rassistisch” nennt, ist in weiten Teilen (!) nichts als das immer noch vorhandene – und völlig vernünftige und demokratische (!) Verständnis, dass Deutschland Eigentum aller Deutschen ist. Ja wem gehört Deutschland denn sonst?
Achtung: PR-Berater bei NPD gesucht
Das folgende Video ist die absolute Krönung. Ich kann es einfach nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, Euch dieses unbeschreibliche Filmspektakel vorzuenthalten:
Isch … wehrde den Schbort in Sochsen-Onholld vernichden!
Touche. Also aufgepasst ihr Silbersäcke! Die Machtergreifung steht UNMITTELBAR bevor. Ehehehe.

