|
Geschrieben von: BN-Redaktion
|
|
Dienstag, den 09. Februar 2010 um 14:55 Uhr |
|
Studenten der Uni Konstanz haben die Kündigung ihres externen Soziologieprofessoren Jost Bauch verlangt. „Acht bis neun seiner Artikel in der Jungen Freiheit enthalten einen sehr engen Kulturbegriff und argumentieren islamophob“, betonte der studentische Arbeitskreis (AK) „Bauch-Schmerz“ der Fachschaft Soziologie gegenüber BlaueNarzisse.de.
„Kein biologischer, aber ein kulturell begründeter Rassismus“ Eine Vollversammlung forderte bereits am 28. Januar die Entlassung Bauchs. Auf Nachfrage unterstrich der AK: „Er vertritt in seinen Artikeln zwar keinen biologisch, wohl aber einen kulturell begründeten Rassismus.“ Auch wenn sich seine Thesen im Bereich der vom Grundgesetz zugesicherten Meinungsfreiheit befänden, sei das doch bedenklich. Als externer Professor des Fachbereichs Soziologie und Geschichte hält Bauch pro Semester ein Kompaktseminar „Einführung in die Gesundheitssoziologie“. Dem Südkurier teilte Bauch mit: „Die Junge Freiheit ist ein sehr konservatives Blättchen, für die ich gelegentlich Artikel schreibe. Studenten müssen aushalten, dass es neben dem linken auch einen rechten Rand gibt. Mit den Themen Zuwanderung und gesellschaftliche Entwicklung müssten sich gerade die Soziologen einer Diskussion stellen.“ Viele Artikel in der Jungen Freiheit unterstütze er jedoch nicht, betonte Bauch. Bauch habe keine Dienstvergehen begangen „Eine Universität, für die im internationalen Austausch Toleranz und Respekt vor fremden Kulturen selbstverständlich ist, kann Herrn Bauchs Aktivitäten nicht billigen“, empörte sich dagegen Rektor Ulrich Rüdiger beim Südkurier. Juristisch könne die Universitätsleitung jedoch nicht gegen ihn vorgehen. Bauch habe kein Dienstvergehen begangen. Bereits im Februar 2008 rief die Antifa Konstanz durch Flugblätter zu seiner Entlassung auf. 2008 lehrte er noch an der Fachhochschule Neubrandenburg. |