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Kristina Schröder gegen „Brechstange Quotenregelung“ PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: BN-Redaktion   
Donnerstag, den 04. März 2010 um 18:41 Uhr

Kristina SchröderBundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) präsentierte heute im Bundestag anlässlich der Plenarsitzung zum Weltfrauentag ihre Gleichstellungspolitik. Dabei nannte sie Vätermonate und das Unternehmensprogramm „Erfolgsfaktor Familie“. Quotenregelungen hingegen verglich Schröder mit Cortison: „die Symptome verschwinden, die Ursachen bleiben“. Der Bundestag nahm den Regierungsantrag mehrheitlich an.

Schröder: Familiendiskriminierung führt zu Frauendiskriminierung

Sicher hätten Frauen und Mädchen heute die besseren Schulabschlüsse und stellten die Mehrzahl der Studienanfänger. Jedoch verdienen sie beim Berufseinstieg weniger und ihr Karriereaufstieg dauert länger, kritisierte Schröder.

Mangelnde Präsenz von Frauen sei aber „nicht das Ergebnis bewusster, schenkelklopfender Diskriminierung“, sondern werde durch eine „familienfeindliche Kultur“ in den Vorständen zementiert. Quotenregelungen aber dienten hier nur als „Brechstange“. Eine Quotenregelung für Aufsichtsräte schloss sie jedoch langfristig nicht aus.

Familienfeindlichkeit benachteilige auch Männer, unterstrich Schröder: „Strukturen und Kulturen in der Arbeitswelt benachteiligen nicht nur Frauen, sondern Männern und Frauen, wenn sie Fürsorgeaufgaben in der Familie übernehmen.“

FDP: Jungen sind „Bildungsverlierer“

Monika Lazar (Bündnis 90/ Die Grünen) forderte dagegen eine Frauenquote von mindestens 40 Prozent in den Aufsichtsräten. Laut FDP-Frauenpolitikerin Miriam Gruß seien Jungen „die Bildungsverlierer“. Sie hätten häufig die schlechteren Startchancen ins Berufsleben. Cornelia Möhring (Linke) bezeichnete Schröders Vorschläge als „überflüssig und verlogen“.

 
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