| Beamte in Göttingen durfte nicht essen: „Kein Frühstück für RassistInnen“ |
|
|
|
| Geschrieben von: BN-Redaktion |
| Dienstag, den 20. April 2010 um 10:21 Uhr |
|
Stadt klagt wegen Verstoßes gegen das Antidiskriminierungs-Gesetz Der Vorfall ereignete sich bereits im März 2010. Letzte Woche machte ihn die Zeitung publik. Die Stadt Göttingen sieht im Rauswurf ihrer Beamtin einen Verstoß gegen das Antidiskriminierungs-Gesetz. Rechtliche Schritte gegen das Café seien nicht ausgeschlossen, teilte der Sprecher der Stadtverwaltung, Detlef Johannson, der taz mit. „Kein Frühstück für RassistInnen“ forderten die Verfasser des Flugblatts. „Ich bin keine Rassistin und könnte meinen Dienst kaum ausüben, wenn ich solche Gedanken hätte“, betonte die Beschuldigte gegenüber dem Göttinger Tageblatt. Das Café Kabale zeigte zum Zeitpunkt des Rauswurfs eine Ausstellung der Initiative „Kein Mensch ist illegal“. Kritisiert wurde dort unter anderem die damaligen Abschiebeverfahren Niedersachsens gegen Aschkali und Roma. Das Kabale führt ein etwa 15-köpfiges, basisdemokratisches Kollektiv. Eine offizielle Stellungnahme gibt es seitens des Cafés noch nicht. Im schlimmsten Fall könnte der Verstoß gegen das Antidiskriminierungs-Gesetz zum Entzug der Gaststättenlizenz führen.
Bild: Pixelio.de |