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Geschrieben von: BN-Redaktion
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Donnerstag, den 24. Juni 2010 um 10:03 Uhr |
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Nach Frankreich und Belgien wird bald auch in Spanien das Tragen der islamischen Burka verboten. Mit einer denkbar knappen Mehrheit von nur zwei Stimmen (131 zu 129) setzte sich damit der Antrag der oppositionellen konservativen Volkspartei gegen die sozialistische Regierung durch. In Spanien leben, vornehmlich in den industriellen Regionen, etwa 2,2 Millionen Muslime.
Denkbar knappe Mehrheit für ein umstrittenes Verbot Die Antragsteller argumentierten damit, dass eine Ganzkörperverschleierung die Würde der Frau verletzen würde. Gegner solcher Verbote halten dagegen, dass Burkas ohnehin ein äußerst seltenes Phänomen seien, das keiner Sondergesetzgebung bedürfe. Auch die Parlamentarische Versammlung des Europarates lehnte das Ergebnis in Spanien in einer gemeinsamen Mitteilung einstimmig ab. Man dürfe die Rechte der Frauen nicht beschneiden, die ihr Gesicht aus freiem Willen verschleiern. Dennoch betonte man in Straßburg, dass Einschränkungen „aus Sicherheitsgründen oder aufgrund der Erfordernis der religiösen Neutralität bei öffentlichen oder beruflichen Funktionen von Einzelpersonen oder der Erfordernis der Sichtbarkeit des Gesichtes“ nötig seien. In den Debatten geht es ausschließlich um das Verbot von Burkas und Nikabs. Beides sind Ganzkörpergewänder, die nur einen kleinen Sehschlitz (Nikab) beziehungsweise ein Sehgitter (Burka) zulassen. Traditionelle Kopftücher (Hidschabs) und Tschadors (eine Art Ganzkörpertuch) sind von einem Verbot nicht betroffen.
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