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Studie: Stellenwert der frühkindlichen Betreuung steigt in Politik und Gesellschaft PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: BN-Redaktion   
Montag, den 28. Juni 2010 um 12:26 Uhr

KinderImmer mehr Kleinkinder unter zwei Jahren werden in Kitas oder in der Tagespflege betreut. Das bestätigt die Studie „Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme 2010“, die vom Forschungsverband Deutsches Jugendinstitut und der Technischen Universität Dortmund im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung durchgeführt wurde. Demnach wird jedes fünfte Kind im Alter von einem Jahr fremd betreut, bei den Zweijährigen sind es bereits 40 Prozent. Eine Entwicklung, die Jörg Dräger, Bildungsbeauftragter im Vorstand der Gütersloher Stiftung, begrüßt: „Wer bei den Investitionen in die frühkindliche Bildung und Erziehung spart, zahlt in der Zukunft drauf“.

Stadtstaaten setzen Hoffnungen in Frühbetreuung von Kleinkindern

Sowohl bei den Ländern als auch bei den privaten Haushalten ist ein Anstieg der Investitionen in die frühkindliche Betreuung zu verzeichnen. Jedoch unterscheiden sich die Bundesländer in der Höhe der Förderungen zum Teil deutlich. Spitzenreiter ist Berlin mit durchschnittlich rund 4.150 Euro für jedes Kind unter sechs Jahren im Jahr 2007, gefolgt von Hamburg. Durchschnittlich am wenigsten investiert Schleswig-Holstein mit nur etwa 2.000 Euro pro Kleinkind. Auch Bayern und Baden-Württemberg befinden sich auf den hinteren Plätzen. Insgesamt investieren die neuen Bundesländer mit im Schnitt rund 3.000 Euro pro Kind mehr in die frühkindliche Betreuung als der Westen (2.400 Euro).

Dräger ist vom Sinn der Frühbetreuung überzeugt: „Investitionen in frühkindliche Bildung rechnen sich, das zeigen unsere eigenen Analysen, das zeigen aber auch internationale Untersuchungen“. Kritiker warnen, dass bei einer allzu frühen Trennung des Kindes von Mutter und Elternhaus emotionale Störungen aufkommen können. Bemerkenswert ist zudem, dass die bildungsstärksten Bundesländer in der Frühbetreuung zurückliegen, während die traditionell bildungsschwachen Stadtstaaten hohe Hoffnungen in eine solche Betreuung setzen.

 

 
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