Startseite Aktuelles „Im Kampf gegen den Untergang der deutschen Kultur kommt Mitteldeutschland eine Schlüsselrolle zu.“
„Im Kampf gegen den Untergang der deutschen Kultur kommt Mitteldeutschland eine Schlüsselrolle zu.“ PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: BN-Redaktion   
Dienstag, den 17. Juli 2007 um 01:00 Uhr

Henry NietzscheDer inzwischen fraktions- und parteilose Abgeordnete des 16. Deutschen Bundestages, Henry Nitzsche, gehörte bis 2006 der CDU an und löst regelmäßig politisch unkorrekte Debatten aus. Ende 2006 trat Nitzsche aus Partei und Fraktion aus, nachdem er in der CDU in Ungnade gefallen war, weil er den deutschen „Schuldkult“ kritisierte und verantwortungslos handelnde „Multikultischwuchteln“ in der etablierten Politik ausmachte.  An seiner Kritik gegenüber den etablierten Parteien hält er bis heute fest.Im Gespräch mit blauenarzisse.de nimmt er Stellung zur Verfassung der CDU, zum etwaigen Beitritt der Türkei zur EU und zur demographischen Entwicklung Deutschlands.

Was heißt es heute, konservativ zu sein?

Nitzsche: Was heißt denn überhaupt konservativ? Ich kann dieses Wort nicht mehr hören. All diese Leute, die sich als konservativ bezeichnen und ihren vermeidlichen Konservativismus ähnlich einem Familienerbstück in der Vitrine aufbewahren und dieses zur Gewissensberuhigung gelegentlich abstauben. Ich kenne momentan kaum ein Wort, das so nichtssagend und verbraucht ist, wie konservativ.

Ist die CDU konservativ? Wenn nein, warum nicht?

Die CDU setzt momentan alles daran, sich als Partei der Mitte zu etablieren. Da sich die politische Mitte in Deutschland allerdings so weit nach links verschoben hat, daß, benutzt man zur Verdeutlichung ein gewöhnliches Koordinatensystem, sich x-Achse und y-Achse irgendwo zwischen SPD und SED/PDS/Linkspartei kreuzen. Sprich, da ist dann die heutige politische Mitte. Und da wird dann langfristig auch die CDU zu finden sein.

Wie stehen sie zu einem eventuellen Beitritt der Türkei zur EU?

Die Türkei passt nicht in eine Gemeinschaft von Staaten, deren eigentliche Grundlage einmal die christlich-abendländische Kultur war. Sie wird trotz aller Bemühungen niemals in unserem Kulturkreis ankommen. Außerdem würde ein Beitritt der Türkei für die EU ein unkalkulierbares wirtschaftliches Risiko bedeuten. Von kulturellen und politischen Konsequenzen ganz zu schweigen. Ich sage nur EU-Außengrenze zum Irak und Kurdenproblematik. Ein EU-Beitritt der Türkei wäre vor allem für Deutschland eine Katastrophe. Hierzulande leben bereits weit über zwei Millionen Türken. Sobald jedwede Nachzugsbeschränkung fällt, wird Deutschland buchstäblich überrannt werden.

Wie beurteilen Sie das derzeitige Verhältnis des Christentums zum Islam in Deutschland?

Die christlichen Kirchen in Deutschland haben sich zu sehr der religiösen Toleranz verschrieben. Bei all dem interreligiösen Dialog vergessen sie aber, daß der Islam eben keine tolerante Religion ist. Sobald er in einem Land die Mehrheit bildet, wird er zum politischen Islam und dann hat sich das mit der freien Religionsausübung erledigt. Der Islam ist eine stark expansive Religion. In Deutschland ist man dagegen nicht mehr bereit, die eigene Religion konsequent zu verteidigen. Im Gegenteil: In Deutschland gibt es nach Aussage der Bundesregierung mindestens 2.600 muslimische Gebetsräume, davon 150 klassische Moscheen mit Kuppel und Minarett. Zusätzlich gibt es weitere 100 Bauvorhaben. Christliche Kirchen werden dagegen entweder verkauft, für Werbezwecke genutzt, als Disco umfunktioniert oder man feiert erotische Gottesdienste. Diese Schwäche des Christentums wird sich bald bitter rächen.

Wie bewerten Sie die demographische Entwicklung in Deutschland?

Über Henry Nitzsche:

Henry Nitzsche wurde 1959 in Kamenz (Sachsen) geboren. Er ist verheiratet und hat 4 Kinder. Die Wende 1989 erlebte Nitzsche als Mitglied im „Demokratischen Aufbruch“ (DA). Von 1994 bis 2002 saß er für die CDU im Sächsischen Landtag. 2002 zog er in den Deutschen Bundestag ein. Ende 2006 trat er aus der CDU aus. Aufgrund seines Direktmandates im Wahlkreis 156 „Kamenz – Hoyerswerda – Großenhain“ kann er weiterhin dem Bundestag angehören.

Es ist schon fast pervers, daß in Deutschland 2006 rund 120.000 Kinder abgetrieben wurden. Das ist beinahe drei Mal die komplette Einwohnerzahl Hoyerswerdas, der größten Stadt in meinem Wahlkreis. Anstatt hier Abänderung zu schaffen, setzt die Politik auf mehr Zuwanderung, um die sich anbahnende demographische Katastrophe aufzuhalten. Ohne dabei aber zu bedenken, daß sie damit eine ethnische Katastrophe geradezu heraufbeschwört.

Welche generellen Zukunftsaussichten gibt es für Mitteldeutschland?

Die Menschen in Mitteldeutschland haben ein anderes Verständnis von Vaterland. Bei uns setzt man nicht Volk mit Bevölkerung gleich. Das ist sicherlich kein Verdienst der sozialistischen Diktatur, sondern liegt allein daran, daß Mitteldeutschland nicht einer jahrzehntelangen Zuwanderung ausgesetzt war und die damit einhergehende Überfremdung auch nicht als begrüßenswerter Zustand verklärt werden konnte. Im Kampf gegen den vollständigen Untergang der deutschen Kultur kommt Mitteldeutschland daher eine Schlüsselrolle zu.

Was können heute konservative, junge Leute tun? Wo können sie sich sinnvoll engagieren?

Junge Menschen die etwas verändern wollen, sollten ihre Meinung offen und bestimmt sagen. Und nicht nur in irgendwelchen konspirativen Debatierzirkeln, wie das im rechten Lager momentan Usus ist. Wenn man etwas verändern will, muß man nun mal aus der Anonymität heraus. Ein Engagement in einer der momentan bestehenden Parteien, erachte ich nicht für sinnvoll. Wichtiger ist es, über einen Stimmungsumschwung in der Bevölkerung Druck auf das politische System auszuüben. So daß sich daraus eine außerparlamentarische Opposition und langfristig eine neue politische Kraft entwickelt.

 
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