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Sarrazin-Lesungen, Veranstaltungstipps für Potsdam, Brüssel, München, Berlin und Niedersachsen sowie Buch- und Filmtipps PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: BN-Redaktion   
Mittwoch, den 01. September 2010 um 12:13 Uhr

In München findet am 11. September die „Nacht der Autoren“ statt. 19 Uhr stellt Alex Rühle seine selbstreferentielle Reportage „Ohne Netz. Mein halbes Jahr offline“ vor. Veranstaltungsort ist das Münchner Ampère (Der Club im Muffatwerk, Zellstr 4, München). Im Gespräch mit Dirk von Gehlen streitet Rühle über Sinn und Unsinn des Internets. Sein Buch erzählt vom Versuch, ein halbes Jahr ohne Internet und Handy zu leben. Aus dem Buch: „War ein eher ruhiger Tag: 68 Mails im Eingang, 45 geschrieben. Ich mach den Rechner aus, zieh meine Jacke an, stell mich in den Aufzug und denke:,Harakiri. Gute Nacht, du schöne Welt.'“

Trotz der Absage der Decius-Buchhandlung in Hildesheim hält Thilo Sarrazin (SPD) weitere Lesungen seines Buches „Deutschland schafft sich ab“. Am 9. September 20 Uhr liest er im Waschhaus/ Kunstraum (Schiffbauergasse 4d, Potsdam). Veranstalter ist u.a. das „Brandenburgische Literaturbüro“. Karten können unter 0331/271560 vorbestellt werden. Am 15. September 19 Uhr tritt der Sarazene in Brüssel in der Gutenberg-Buchhandlung auf. Eine Anmeldung unter 0032/2/5124510 ist erforderlich. Im Literaturhaus München (Am Salvatorplatz 1) legt er am 29. September 20 Uhr nach. Weitere Informationen zu den Lesungen des streitlustigen Bundesbankers gibt’s hier.

Im Rahmen des „Zehnten Internationalen Literaturfestivals Berlin vom 15. bis 25. September 2010 liest der Schauspieler Burghart Klaußner unter dem Motto „Wann hat dieser Scheißkrieg ein Ende?“ aus Ernst Jüngers Kriegstagebuch 1914–1918. Die Veranstaltung beginnt am 23. September 21 Uhr. Veranstaltungsort ist das „Haus der Kulturen der Welt“ (Konferenzraum 1, John-Foster-Dulles-Allee 10) Berlin. Die Einführung hält Julia Encke, Autorin des Buchs „Augenblicke der Gefahr. Der Krieg und die Sinne. 1914-1934“. Im Anschluß diskutiert sie mit dem Jünger-Biographen Heimo Schwilk. Dabei wollen sich die Autoren aus biographischer, hermeneutischer und allegorischer Ebene dem Jünger des „Großen Krieges“ nähern.

Zusammen mit der Konrad-Adenauer-Stiftung präsentiert die „Stiftung 20. Juli“ ab dem 10. September die Ausstellung „Claus Schenk Graf von Stauffenberg und der Umsturzversuch vom 20. Juli 1944“. Die Veranstaltungen wurden für niedersächsische Schulen konzipiert. Den Auftakt bildet das Gymnasium Solingen am 10. September, es folgen Buchholz am 17. September (Am Kattenberge) und Göttingen am 24. September (Hainberg-Gymnasium). Uhrzeiten und weitere Termine werden hier bekanntgegeben. Dabei wollen die Veranstalter das Attentat Claus Schenk Graf von Stauffenbergs und seiner Mitverschwörer auf Hitler besonders in Hinsicht auf den Kampf für „Demokratie und Rechtsstaat“ beleuchten. Fragen zur Ausstellung beantwortet Dr. Klaus Jochen Arnold: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. .

Die Friedrich-Naumann-Stiftung präsentiert am 13. September 19 Uhr im Filmmuseum Potsdam (Breite Str. 1A) den Dokumentarfilm „Vier Schüler gegen Stalin“. Am 13. September 1950 verurteilte ein sowjetisches Militärgericht in Weimar eine Widerstandsgruppe. Sie hatte antikommunistische Flugblätter verteilt und versucht, mit einem selbstgebauten Radiosender eine Rede des DDR-Präsidenten Wilhelm Pieck zu Ehren Stalins zu stören. Zur Aufführung und der anschließenden Diskussion ist auch der Zeitzeuge Gerhard Schmale anwesend. Informationen gibt es bei Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. . Der Eintritt ist frei.

Am 18. September richtet der „Bundesverband Lebensrecht“ (BVL) in Berlin den „Marsch für das Leben 2010“ aus, um der Abtreibungsopfer zu gedenken. Die Veranstaltung beginnt um 13 Uhr mit einer Kundgebung am Neptunbrunnen zwischen Marienkirche und Rotem Rathaus, wo in Gesprächen mit bekannten Lebensrechtlern auf das Unrecht der Tötung von mehr als 110.000 noch nicht geborenen Menschen pro Jahr allein in Deutschland hingewiesen wird. Anschließend ziehen die Teilnehmer zur Hedwigskathedrale, wo sich ein ökumenischer Gottesdienst anschließt. Für 17 Uhr ist das Veranstaltungsende eingeplant.

Heute Abend reitet der Sarazene (SPD) 21.45 Uhr auf ARD bei „Hart aber Fair“ u. a. gegen Michel Friedman (CDU). Zur Seite stehen könnte ihm der Historiker Arnulf Baring. Gebalgt wird um Zuwanderung, soziale Hängematten und Sarrazins Buch. Frank Plasberg moderiert das Turnier.

Am Donnerstag, den 2. September 21 Uhr, begeben sich die ZDF-Reporter ins Migrantenmilieu. Sie stellen sich die Frage: „Funktioniert unsere multikulturelle Gesellschaft?“ Es geht dabei um Chancen und Misserfolge der Integration.

Freitagnacht, am 3. September 1.35 Uhr, spotten Rainald Grebe und „Die Kapelle der Versöhnung“ bei 3sat über die 68er. Grebe, der Dadaist unter den Kabarettisten, führt mit Martin Brauer und Marcus Baumgart zeitkritische Unterhaltung auf. Grebe wurde 2008 mit dem Kleinkunstpreis „Salzburger Stier“ ausgezeichnet.

 
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