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500 Millionen Freunde und ein paar Feinde: Facebook kommt ins Kino PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: BN-Redaktion   
Donnerstag, den 02. September 2010 um 09:24 Uhr

„Du kannst keine 500 Millionen Freunde haben, ohne dir ein paar Feinde zu machen“, mit diesem Untertitel startet „The Social Network“ am 7. Oktober in den deutschen Kinos. In den USA löst der Streifen bereits heftige Debatten aus. Den „Film des Jahres, der das Jahrzehnt brillant porträtiert“, nennt ihn das wichtige US-Magazin „Rolling Stone“. Facebook-Chef und -Gründer Mark Zuckerbergs Versuche, die Hollywood-Produzenten auf inhaltliche Veränderungen zu verklagen, scheiterten.

Zuckerbergs Motivation: Sex, Geld und Aufmerksamkeit

Der Film stellt Zuckerberg als machtgeil und skrupellos dar. Regisseur David Fincher, der bereits „Fight Club“ drehte, sieht in „The Social Network“ aber keine reine Dokumentation, sondern vielmehr Fiktion. Der Film basiert auf dem Dokuroman des US-Journalisten Ben Mezrich, „The Accidental Billionaires. The Founding of Facebook. A Tale of Sex, Money, Genius and Betrayal“. (zu Deutsch: „Die zufälligen Milliardäre. Die Gründung von Facebook. Eine Geschichte von Sex, Geld, Genie und Verrat.“)

Im Film bekommt Zuckerberg nach der ersten Million, dass, was er immer wollte – aber als „Streber“ nie erreichte: endlosen Sex und Ruhm. So heften sich an den Jungmilliardär zahlreiche schöne Groupies. Facebook versuchte erfolglos, einzelne Erotiksequenzen rauszuklagen.

Der Film thematisiert auch die Plagiatsvorwürfe gegenüber den Gründern. In der Vergangenheit gab es diesbezüglich immer wieder neue Vorwürfe. So sollen die Facebook-Gründer nach Berichten des US-Magazins „Business Insider“ vom März 2010 das Modell des „social networks“ an der US-amerikanischen Harvard-University gestohlen und sich zudem in fremde Mailkonten gehackt haben. Inzwischen hat Facebook auch seine neuste Datenschutzrechtlinie, weitestgehend im Unwissen der meisten Nutzer, durchgeboxt. Diese ermöglicht es Arbeitgebern u.a., auch ohne virtuelle Freundschaft zu einem Bewerber dessen Daten einzusehen.

Nach „The Social Network“ soll übrigens bald ein Streifen über die Google-Gründer Sergey Brin und Larry Page folgen. Geplanter Titel: „Googled: The End of the World as We Know It.“ Ironischerweise bestimmen die beiden Internetriesen den Erfolg der Streifen. Denn ohne Facebook oder Google werden die wenigsten der 20-35 jährigen Zielgruppe von „The Social Network“ oder „Googled“ erfahren.

Bild: Facebook-Gründer Marc Zuckerberg/ Copyright: Facebook Press Relations 2010


 
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