Startseite Aktuelles Sicherheitslücken und vertrödelte Arbeitszeiten: Unternehmen machen gegen Facebook, Twitter und Studivz mobil
Sicherheitslücken und vertrödelte Arbeitszeiten: Unternehmen machen gegen Facebook, Twitter und Studivz mobil PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: BN-Redaktion   
Montag, den 25. Oktober 2010 um 12:08 Uhr

Der Besuch von Facebook und Twitter am Arbeitsplatz ist vorerst passe. Mehrere börsennotierte Unternehmen haben den Zugang zu den sozialen Netzwerken für ihre Angestellten gesperrt. Offiziell wird das mit Sicherheitsbedenken begründet. Doch auch die vertrödelte Arbeitszeit spielt eine gewichtige Rolle. „Für den Großteil unserer Mitarbeiter sind viele externe Social-Media-Angebote aus Sicherheitsgründen am Arbeitsplatz nicht zugänglich“, teilte die Commerzbank der diese Woche erscheinenden Wirtschaftswoche mit.

Facebook kämpft weiter mit erheblichen Sicherheitslücken

Nach Angaben des Sicherheitsdienstleisters Clearswift befürchten 30 Prozent der deutschen Unternehmen dank Facebook, Studivz, Youtube und Twitter negative Folgen für die Produktivität. 56 Prozent der Unternehmen nennen Sicherheitsbedenken als Hauptgrund. „Früher war die E-Mail das beliebteste Einfallstor für schädliche Software, heute sind es soziale Netzwerke“, erklärte Christian Fuchs vom Sicherheitsspezialisten Kaspersky der Wirtschaftswoche.

Die Stanford-Informatikerin Aleksandra Korolova wies vor kurzem nach, wie man auch ohne Freundschaft sexuelle Orientierung, Wohnort, politische Einstellung und Vorlieben einzelner Facebook-Mitglieder herausfinden kann. Inzwischen hat Facebook reagiert und die sogenannten Targeting-Einstellungen angepasst. Koroleva zeigte daraufhin aber, dass sich über Fake-Profile innerhalb weniger Stunden trotzdem sehr persönliche Daten ermitteln lassen.

Neben der Commerzbank haben auch Porsche und VW ihren Mitarbeitern den Zugang zu den Netzwerken untersagt. Bei E.ON, Linde und Daimler ist der Zugang bisher nur an einzelnen Standorten möglich.

 
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