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Studie: Perfektionsdruck lässt Frauen auf Kinder verzichten PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: BN-Redaktion   
Donnerstag, den 25. November 2010 um 13:32 Uhr

KinderLaut einer Studie des Rheingold-Instituts lässt vor allem der Perfektionsdruck junge Frauen davor zurückschrecken, Kinder zu bekommen. Viele fühlten sich den Ansprüchen gleichzeitig treusorgende Mutter, attraktive Partnerin und erfolgreich im Beruf zu sein, nicht gewachsen. Hinzu kommt noch ein neues Ideal bei der gesellschaftlichen Bewertung der Mütter. „Alles soll schön leicht aussehen“, so die Psychologin Ines Imdahl gegenüber der Frankfurter Rundschau.

Vor allem Gelassenheit sei Maßstab für eine gute Mutter. Zwar sehen auch mehr als drei Viertel der Frauen in der Gelassenheit einen Schlüssel in der Erziehung und im Spagat zwischen Familie und Beruf. Es gab aber nur knapp die Hälfte an, tatsächlich entspannt zu sein.

61 Prozent der befragten Frauen sehen Kinder als eine Kostbarkeit an, doch fast genauso viele sehen in Kindern auch eine enorme finanzielle Belastung. Fast die Hälfte verbindet mit der Mutterschaft konkrete finanzielle Sorgen. Auch der damit verbundene mögliche soziale Abstieg belastet junge Frauen und Mütter. Ebenso spielt die Angst vieler Mütter, von ihrem Partner verlassen zu werden, ein Rolle.

Um die Ängste abzubauen fordert die Studie ein neues Mütterideal. „Die Frauen dürfen nicht mehr als ein Wesen dargestellt werden, das auf allen Gebieten – Mutter, Geliebte, Berufstätige – perfekt ist. Außerdem muss die Familienpolitik beständiger werden“, so Imdahl im Berliner Kurier. Mutterschaft müsse wieder „etwas Normales, Unspektakuläres“ werden. Den jungen Müttern riet sie zu „echter Gelassenheit und weniger Strenge mit sich selbst.“

 
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