| Kulturtipps: Die Tigermutter und sozialistische Traumschiffe als Buch, Rilkes Freund Otto Modersohn im Kino |
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| Geschrieben von: BN-Redaktion |
| Freitag, den 04. Februar 2011 um 10:04 Uhr |
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Nicht nur die Nationalsozialisten kannten Programme, mit denen sie fleißige Arbeiter belohnen wollten, auch in der DDR gab es ähnliches. Treue Staatsbürger sollten mit Reisen belohnt und nebenbei dem kapitalistischen Ausland gezeigt werden, wie fortschrittlich man selbst war. Der Betrieb verschlang allerdings Millionen, sodass die Schiffe während der Schlechtwettermonate sogar an die BRD verchartert werden mussten. Der Historiker Andreas Stirn hat sich bereits in seiner Dissertation mit dem Thema beschäftigt und präsentiert seine Ergebnisse nun dem breiten Publikum: Traumschiffe des Sozialismus: Die Geschichte der DDR-Urlauberschiffe 1953-1990 (Metropol Verlag, 814 Seiten, 29,90€).
Otto Modersohn, Mitbegründer der Künstlerkolonie in Worpswede, versuchte mit seiner Kunst immer unabhängig zu bleiben. Bekannt sind vor allem seine norddeutschen Landschaften. Sein Freund, Rainer Maria Rilke, schrieb anlässlich des großen Erfolges der Worpsweder Maler und vor allem Modersohns auf der Jahresausstellung im Münchener Glaspalast 1895: „Das waren Kontraste. Krieg und Frieden, Hymne und Hirtenlied […]. Man stand vor Erlebnissen.“ Der Film So weit und groß, der seit diesen Donnerstag in den deutschen Kinos zu sehen ist, zeichnet die Lebensgeschichte Otto Modersohns nach, ausschließlich mit Originalquellen: Filme, Fotografien, Reproduktionen von Gemälden, Zeichnungen und Schriftdokumente. Die eingesprochenen Texte entstammen Tagebuchaufzeichnungen, Briefen und Texten von Otto Modersohn selbst, Paula Modersohn-Becker oder Rainer Maria Rilke. Der Trailer zu So weit und groß: |