Startseite Aktuelles Kulturtipps: „Deutsche Reise“, eine Welt ohne Wachstum und eine Hommage an das Banat
Kulturtipps: „Deutsche Reise“, eine Welt ohne Wachstum und eine Hommage an das Banat PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: BN-Redaktion   
Freitag, den 11. März 2011 um 09:40 Uhr

DeutschlandVor kurzem hat unser Chefredakteur Felix Menzel seinen Plan dargelegt, eine Deutsche Reise wie Werner Bergengruen im Jahr 1933 unternehmen zu wollen. Etwas ähnliches haben Austin Lynch, Sohn des Regisseurs David Lynch, und sein Freund und Kameramann Jason S. nun vorgemacht. Auf ihrer 27tägigen, nicht festgelegten Route durch unser Land sind 50 zufällige, fünf- bis siebenminütige Interviews entstanden, die im nächsten halben Jahr auf http://www.interviewproject.de/ veröffentlicht werden, je zwei pro Woche. Überrascht waren sie, nach eigener Aussage, über die Offenheit, mit der ihnen ihre Gesprächspartner Auskunft über ihr Leben gaben (siehe auch Trailer am Ende dieses Artikels).

Das globalisierungskritische Netzwerk attac sucht eine „Gesellschaft jenseits des Wachstumswahns“. Dazu bereitet sie in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-, der Heinrich-Böll-, der Otto-Brenner- und der Rosa-Luxemburg-Stiftung einen Kongress vor, der mit ca. 1000 Teilnehmern vom 20. bis 22. Mai an der TU Berlin stattfinden soll. Über 100 Experten aus dem In- und Ausland werden unter den Referenten vertreten sein. Sicherlich wird die Veranstaltung einigermaßen linkslastig sein, wer sich trotzdem anmelden möchte, kann dies hier tun, die Teilnahmegebühr beträgt 25 Euro, ermäßigt 10 Euro.

Literarisch ist das Banat vor allem durch die Romane Herta Müllers und Richard Wagners bekannt geworden. Einen eigenen Blick auf die Region versucht nun die Übersetzerin und Autorin Esther Kinsky mit ihrem Roman Banatsko (Matthes&Seitz, 246 Seiten, 19,90 Euro). Dabei beschreibt sie die Dreiländerregion aus der Position derjenigen, die nach 15 Jahren Großstadtleben in London nach Battonya, in den äußersten Südosten Ungarns zog und dort am „Rande des Vergessens“ lebte. Ihre erste literarische Verarbeitung der Zeit im Banat war der Roman Sommerfrische (Matthes&Seitz, 128 Seiten, 16,80 Euro).


 
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