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Geschrieben von: BN-Redaktion
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Mittwoch, den 30. März 2011 um 21:17 Uhr |
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Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Hans-Peter Keitel, hat in einem Brief an die Teilnehmer des Spitzentreffens der Bundesregierung mit Vorständen der 30 DAX-Konzerne deutlich gemacht, warum sich Unternehmen der Idee einer Frauenquote öffnen könnten: „In nicht allzu ferner Zeit wird es sich auszahlen, einen guten Ruf zu haben in Sachen Frauenförderung und Unternehmenskultur.“ Mehr Frauen in der Führungsetage dürften also dieser Ansicht zufolge hauptsächlich eine notwendige PR-Maßnahme sein, um dem politischen Zeitgeist zu entsprechen.
Die Erklärung der DAX-Konzerne zur Frauenquote nach dem Treffen mit Vertretern der Bundesregierung tänzelt auf ähnliche Weise ums eigentliche Thema herum und bringt dabei Widersprüche hervor. So soll einerseits Chancengleichheit gewahrt bleiben, andererseits verpflichtet man sich zur besonderen Förderung von Frauen. Positiv, allerdings wenig konkret, sind die Aussagen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. So wollen die Unternehmen „betriebliche Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowohl an Mütter als auch an Väter richten.“ Mütter und Väter sollen die Kindererziehung und -betreuung künftig besser verteilen können. Der Weg dahin bleibt offen. Gestern trafen sich auf Einladung von Familienministerin Kristina Schröder, Ursula von der Leyen (beide CDU) sowie Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Rainer Brüderle (beide FDP) Vorstandsmitglieder der 30 DAX-Konzerne, um über die Frauenquote zu debattieren. Schröder stellte bei dem Treffen ihre „FlexiQuote“ vor. Sie wird wirksam, wenn sich bundesweit zu einem bestimmten Stichtag im Jahr 2013 der durchschnittliche Anteil von Frauen in Vorständen und Aufsichtsräten nicht verdreifacht hat. „Durch die FlexiQuote tritt an die Stelle der bisherigen freiwilligen Selbstverpflichtungen eine gesetzliche Pflicht zur Selbstverpflichtung“, sagte die Bundesfamilienministerin. Unternehmen müssen also selbst eine Quote für den Aufsichtsrat und Vorstand festlegen und diese auch veröffentlichen. Dies soll den öffentlichen Druck erhöhen, zu dem sich Keitel ja implizit äußerte. |