|
Geschrieben von: BN-Redaktion
|
|
Dienstag, den 24. Mai 2011 um 11:48 Uhr |
|
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sieht in dem gestrigen Brandanschlag auf die Berliner S-Bahn eine „neue Eskalationsstufe des linksextremistischen Terrors“. Ihr Vorsitzender, Bernhard Witthaut, erklärte: „Berlin steht vor einer neuen sicherheitspolitischen Herausforderung.“ Witthaut zieht Parallelen zum RAF-Terror, der auch „mit der verharmlosenden sogenannten Gewalt gegen Sachen begonnen“ habe: „Später wurden Menschen ermordet.“
Um die Eskalation linker Gewalt konsequent zu bekämpfen, müsse der Verfassungsschutz und der polizeiliche Staatsschutz personell verstärkt werden. Ein weiteres Problem sieht Witthaut im politischen Rückhalt, dessen Linksextremisten „bis hinein in etablierte Parteien“ sicher sein könnten. Dadurch werde ein günstiges Milieu geschaffen. Der Vorsitzende der Berliner CDU, Frank Henkel, sieht in dem Brandanschlag eine „Kampfansage der militanten Linken an ganz Berlin“. Er sieht darin, laut Berliner Umschau ein weiteres Beispiel für die „Rücksichtslosigkeit der militanten Linken“. Diese reiche von „Einschüchterungsversuchen in den Kiezen“ über „Intoleranz gegenüber Menschen, die nicht ins linke Weltbild passen“ bis zu Anschlägen auf „Fahrzeuge, Polizeiwachen und Wirtschaftseinrichtungen“. Der Berliner S-Bahnverkehr ist weiterhin gestört. Ein Sprecher der Bahn erklärte laut Hamburger Abendblatt, man könne erst am Abend absehen, wie lange die Reparaturarbeiten noch dauern würden. Der Anschlag hatte auch bundesweit zu Beeinträchtigungen des Zugverkehrs geführt. Die Polizei hält das Bekennerschreiben der bisher unbekannten Gruppe „Das Grollen des Eyjafjallajökull“ für authentisch. Eine konkrete Spur gebe es aber, dem Focus zufolge, noch nicht. In dem Bekennerschreiben hatte die Gruppe angegeben, mit dem Anschlag gegen die Atom-, Rüstungs- und Flüchtlingspolitik, sowie gegen Rassismus vorgehen zu wollen. |