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Erste Wahlen nach dem Massaker in Norwegen: rechte „Fortschrittspartei” verliert klar, konservative „Høyre” legt zu PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: BN-Redaktion   
Dienstag, den 13. September 2011 um 11:23 Uhr

Die zuwanderungs- und islamkritische „Fortschrittspartei” (FrP) hat bei den Kommunalwahlen in Norwegen drastisch an Stimmen verloren. Die Zahl der Wähler hat sich mit 11,5 Prozent gegenüber den Parlamentswahlen von 2009 halbiert. Dies geht aus dem an diesem Dienstag bekanntgegebenen, vorläufigen Endergebnis hervor. Zahlreiche Wähler wanderten zur konservativen „Høyre” (zu deutsch: „Rechts”) ab. Diese verzeichnete mit 27,9 Prozent einen Zuwachs um neun Prozent. Sieger ist mit 31,7 Prozent die sozialdemokratische „Arbeiterpartei” des Ministerpräsidenten Jens Stoltenberg.

Analysten: Attentat von Utøya und Oslo für Verluste der FrP verantwortlich

Es handelt sich um die ersten Wahlen nach dem Massaker von Anders Behring Breivik in Utøya und Oslo. Analysten sehen im Attentat den Grund für die Wahlverluste der „Fortschrittspartei”, deren Mitglied Breivik zeitweise war. Zugleich habe die besonnene Reaktion von Stoltenberg den Sozialdemokraten zusätzliche Prozentpunkte beschert. Mit 62,9 Prozent blieb die Wahlbeteiligung gegenüber den Kommunalwahlen von 2007 konstant.

Das Verfahren gegen Breivik wird am 19. September in einer offenen Anhörung fortgesetzt. Erstmals sollen auch Überlebende und Angehörige der Opfer des Massakers zugelassen werden. Richterin Anne Margrethe will über die Verlängerung von Breiviks Untersuchungshaft sowie die Fortsetzung der völligen Isolation entscheiden.

 
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