| Neue Bücher: Widmers Stille Post, Winklers dreißigjähriger Bürgerkrieg 1914 - 1945 und Jüngers Ästhetik der Entschleunigung |
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| Geschrieben von: BN-Redaktion |
| Dienstag, den 27. September 2011 um 12:33 Uhr |
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Als Darstellungsformen wählte Widmer u. a. Rollenprosa, Zwiegespräch, poeme en prose und Traumgespräch. Stille Post. Kleine Prosa. ist bei Diogenes erschienen, kostet 19,90 Euro und umfasst 169 Seiten. In seiner Überblicksdarstellung Geschichte des Westens. Die Zeit der Weltkriege. 1914 - 1945. schildert Heinrich August Winkler den „Europäischen dreißigjährigen Bürgerkrieg” (Albert Muller). Winkler konzentriert sich in seiner Darstellung auf den „Unruhefaktor Deutschland”. Dessen Ausscheren aus dem Projekt der europäischen Moderne 1933 hätte die freiheitlichen Kräfte Europas in die Krise gebracht, der Sieg sei nur durch die USA und die britischen Dominions möglich geworden. Winkler konzentriert sich auf den Nationalismus der zwanziger und dreißiger Jahre sowie die wachsende Defensivhaltung der westlichen Demokratien. Die Geschichte des Westens ist bei C. H. Beck erschienen, umfasst 1350 Seiten und kostet 38 Euro. Der Germanist und Historiker Jan Robert Weber hat sich in seinem Buch Ästhetik der Entschleunigung. Ernst Jüngers Reisetagebücher. mit den Reisen Ernst Jüngers auseinandergesetzt. Zugrunde liegen seiner Untersuchung größtenteils unbekannte Dokumente des Nachlasses von authentischen Reisenotizen und unveröffentlichte Briefe. So wird deutlich, inwiefern Jünger die Moderne als Beschleunigungsgeschichte erlebte und das Reisen als Ästhetik der Entschleunigung begriff. Weber sieht darin zugleich Verhaltensregeln für eine Epoche, der es am Zeit-für-sich-haben zunehmend fehlt. Das 525 Seiten umfassende Buch ist bei Matthes & Seitz erschienen und für 39,90 Euro erhältlich.
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