Startseite Aktuelles Neue Bücher: Wozu Kunst? Ästhetik nach Darwin, Habermas „Zur Verfassung Europas“, Fjordman: Europa verteidigen, Schluss mit dem Ausverkauf
Neue Bücher: Wozu Kunst? Ästhetik nach Darwin, Habermas „Zur Verfassung Europas“, Fjordman: Europa verteidigen, Schluss mit dem Ausverkauf PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: BN-Redaktion   
Donnerstag, den 24. November 2011 um 08:36 Uhr

Entgegen seiner öffentlichen Berühmtheit für seine biologischen Forschungen hat sich Charles Darwin auch mit Kunst beschäftigt. Darauf weist Winfried Menninghaus in seinem neuen Buch Wozu Kunst? Ästhetik nach Darwin hin, das jüngst bei Suhrkamp erschienen ist. Menninghaus widerlegt, daß Darwins Musiktheorie für den Menschen einen direkten Zusammenhang von Musik und sexuellem Werbungserfolg postuliere. „Singing for sex“ sei nur mehr eine archaische Erinnerungsspur, die die Künste latent sexuell auflädt. Mit diesem Ansatz versucht Menninghaus die Entstehung der Kunst zu veranschaulichen.

Ebenfalls bei Suhrkamp ist in diesen Tagen ein Essay von Jürgen Habermas erschienen. In Zur Verfassung Europas beschäftigt sich der Philosoph mit der Euro-Krise und kritisiert die populistischen Reaktionen der Politik auf diese. Habermas betont: „Ich möchte mit meinen Mitteln den Versuch machen, Denkblockaden aus dem Weg zu räumen, die gegenüber einer Transnationalisierung der Demokratie immer noch bestehen. Dabei ordne ich die europäische Einigung in den langfristigen Zusammenhang einer demokratischen Verrechtlichung und Zivilisierung staatlicher Gewalt ein.“

Bei Edition Antaios ist in diesen Tagen eine Aufsatzsammlung des norwegischen Bloggers Fjordman erschienen. Der norwegische Attentäter Anders Breivik hat sich in seinem Pamphlet zur Tat immer wieder auf den Internet-Publizisten Fjordman berufen, der im Internet den Untergang Europas aufgrund von Masseneinwanderung und Verteidigungsschwäche skizzierte. Martin Lichtmesz und Manfred Kleine-Hartlage dokumentieren in dem Buch Europa verteidigen zehn der wichtigsten Essays Fjordmans. Sie analysieren in flankierenden Texten, ob und wo es einen Zusammenhang der Analysen Fjordmans, der Überfremdungskritik insgesamt und der grausamen Tat des Amokläufers Anders Breivik geben könnte.

In Schluss mit dem Ausverkauf, das im Landt-Verlag erschienen ist, kommentieren Arnulf Baring, Josef Kraus, Mechthild Löhr und Jörg Schönbohm auf 128 Seiten den „traurigen Niedergang der Union“. Sie habe bedingungslos vor dem Zeitgeist und allgemeinen Verfall des Parteiensystems kapituliert. In den Leitmedien wurde dieses kleine konservative Bändchen erstaunlich häufig thematisiert. Wolfram Weimer meint gar für das Handelsblatt, die Schrift kursiere in der Union wie ein „Brandsatz“.

 
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