| Studienschau: Böll-Stiftung sieht Öko-Bewegungen von „Nazis“ unterwandert / Bildungsaufstieg in Deutschland besonders schwer |
|
|
|
| Geschrieben von: BN-Redaktion |
| Freitag, den 20. Januar 2012 um 08:38 Uhr |
|
Aber auch auf eine andere Entwicklung lenkt die Studie den Blick. So sollen allein im Raum Güstrow/Teterow bereits 60 Erwachsene mit ihren Kindern eine regelrechte „Siedlerkultur“ aufgebaut haben. Sie wollen eine „germanische“ und „artgerechte“ Lebensform aufbauen, heißt es in einem Interview mit einem Gemeinderatsmitgliedes aus dem Landkreis. „Sie kommen ganz gezielt hierher, weil sie genau wissen, dass es sich hinsichtlich ökonomischer, kultureller und sozialer Strukturen um einen leeren Raum handelt.“ Eine Studie, die weiterhin versucht, die Ökologisch-demokratische Partei (ÖDP) in die Nähe des „braunen Sumpfes“ zu stellen, kann man allerdings nur als Machtsicherungs-„Wissenschaft“ bezeichnen. Kinder aus den unteren sozialen Schichten haben es beim Bildungsaufstieg in Deutschland besonders schwer. Zu diesem Ergebnis kommt der vierte Eurostudent-Reports des Hochschulinformationssystem (HIS) in Hannover. So hat bei über zwei Drittel der Studenten ein Elternteil selbst einen akademischen Abschluss. Auf der anderen Seite der sozialen Leiter sieht es hingegen düster aus: Nur 2% der deutschen Studenten kommen aus bildungsfernen Schichten. Damit bildet Deutschland zusammen mit Polen, Lettland, Kroatien und der Slowakei das Schlusslicht im Vergleich von 25 europäischen Staaten. Polen und Portugal, auf der anderen Seite, zeigen die größte soziale Durchlässigkeit: Hier stammt ca. 45% der Studentenschaft aus Elternhäuser mit niedrigem Bildungshintergrund. Als zu solchem zugehörig definiert die Studie jeden, der nur über den Hauptschulabschluss verfügt oder ein Berufsvorbereitungsjahr absolviert hat. |