Startseite Aktuelles Studienschau: Keine Studie über rechtsradikale Türken, Facebook macht unglücklich und Vorratsdatenspeicherung bringt nichts
Studienschau: Keine Studie über rechtsradikale Türken, Facebook macht unglücklich und Vorratsdatenspeicherung bringt nichts PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: BN-Redaktion   
Freitag, den 27. Januar 2012 um 09:03 Uhr

Die Kölner Stadtverwaltung will keine weitere Studie über die Verbreitung rechtsradikalen Gedankenguts in türkischen Milieus durchführen. Eine erste Studie 2010 war zu dem Ergebnis gekommen, dass Gedankengut und Symbole der rechtsnationalistischen „Grauen Wölfe“ unter türkischstämmigen Jugendlichen in Köln weit verbreitet seien. Die jetzige Studie sollte das dahinterstehende Gefahrenpotenzial untersuchen. Aufgrund der aktuellen Ermittlungen gegen die Terrorgruppe NSU werde jedoch von der Studie abgesehen. Ein solche Studie sei nicht zu vermitteln, „nachdem sich staatliche Stellen Jahrzehntelang nicht angemessen um deutsche Rechtsradikale gekümmert haben“, so Ina-Beate Fohlmeister vom Interkulturellen Referat der Stadt gegenüber dem Kölner Stadtanzeiger. Auch fehle die politische Unterstützung.

Menschen, die viel Zeit im sozialen Netzwerk Facebook verbringen, glauben häufig, andere Menschen führten ein besseres Leben als sie. Eine Studie zweier Soziologen an der Utah Valley Universität zufolge sind Menschen, die mehr Zeit mit „echten“ Freunden außerhalb der virtuellen Welt verbringen glücklicher. Eine andere Studie hatte bereits im vergangenen Jahr gezeigt, dass die übermäßige Nutzung sozialer Netzwerke narzisstische Tendenzen fördern könne.

Laut einer Studie des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht in Freiburg beeinflusst die Vorratsdatenspeicherung die Aufklärungsquote von Verbrechen nicht. Nach dem Wegfall der Speicherung infolge eines Urteils des Bundesverfassungsgerichts gebe es keine feststellbaren Sicherheitslücken. Die Autoren der Studie verweisen aber auch darauf, dass das Ergebnis nur eine Momentaufnahme sei. Die Datengrundlage sei noch sehr unsicher und systematische empirische Untersuchungen fehlten.

 
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