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Ausländergewalt: Afghanische Familie bekommt in Kanada nach Ehrenmord lebenslang PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: BN-Redaktion   
Mittwoch, den 01. Februar 2012 um 08:36 Uhr

Im Sommer 2009 werden die afghanischen Mädchen Zainab, Sahar und Geeti Shafia sowie ihre Stiefmutter in der Nähe der kanadischen Stadt Kingston ertränkt. Es handelte sich um einen Ehrenmord. Ihr Vater, die Mutter und der älteste Sohn wollten sich den westlichen Lebensstil der Frauen nicht länger ansehen. Ein Gericht verurteilte die Täter nun zu lebenslanger Haft.

Der Richter sagte: „Ihr krankes und verdorbenes Ehrverständnis hat in einer zivilisierten Gesellschaft keinen Platz.“ Insbesondere der Vater kam nicht damit zurecht, daß sich seine pubertierenden Töchter ihre ersten Freunde suchten. „Ich habe mich jedes Mal wie ein betrogener Ehemann gefühlt, wenn ich sie aus den Armen irgendwelcher Jungs abholen mußte“, soll er gesagt haben. Indem sie nicht seine Regeln befolgten, seien seine Töchter „Verräterinnen“ und „Prostituierte“ geworden.

Brisant ist, daß der Vater selbst in polygamer Ehe lebte. Da seine erste Ehefrau die jüngste Tochter bei der Suche nach einer neuen Pflegefamilie unterstützte, tötete die Familie sie mit.

In Kanada war es der bisher spektakulärste Ehrenmord. In Deutschland ist es 2012 auch bereits zu zwei versuchten Ehrenmorden gekommen. Das Archiv ehrenmord.de dokumentiert zudem für das Jahr 2011 17 Ehrenmorde sowie mehrere Mordversuche.

 
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