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Studienschau: Wikipedia nicht neutral, Hoffnung Casting-Show und Europa fehlt Ideenreichtum PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: BN-Redaktion   
Freitag, den 10. Februar 2012 um 08:34 Uhr

Dem Internetkompendium Wikipedia ist in der vergangenen Zeit wiederholt vorgeworfen wurden, gerade in Artikeln zu politischen Themen auf die gebotene Neutralität zu verzichten. Nach vielen Dementi seitens der amerikanischen Mutter von Wikipedia hat jetzt eine Studie erstmals den Vorwurf erhärtet, zumindest für die englische Version. Insgesamt wurden über 70.000 Artikel zur amerikanischen Politik in Hinblick auf Begriffe untersucht, die eindeutig zu Demokraten oder Republikanern gehören. Das Ergebnis: In mehr als 40% gibt es eine ideologische Schlagseite. Von Seiten der deutschen Wikipedia wird allerdings vor ungerechtfertigten Schlüssen gewarnt: „Der Ansatz ist spannend, die Ergebnisse sind aber nicht auf die deutschsprachige Wikipedia anwendbar. Die Sprachversionen unterscheiden sich in Arbeitsweise, Mentalität und Relevanzkriterien", sagte Wikimedia-Deutschland-Sprecherin Catrin Schoneville gegenüber dem Nachrichtenmagazin pressetext.com.

Immer mehr Jugendliche in Deutschland sehen in Fernsehshows eine reale Zukunftschance. Dies berichtet die aktuelle „Shell-Jugendstudie“. Dabei sei die Anziehungskraft besonders auf „Bildungsverlierer“ groß, so Mathias Albert, Professor für Politikwissenschaft an der Universität Bielefeld und Mitautor der Studie. Für viele sei ein Blitzaufstieg im Fernsehen durch Bohlen, Klum und co. mittlerweile zu einer ernsthaften Überlegung geworden: „Die Jugendllichen sehen, dass sie mit einem Hauptschulabschluss nicht weit kommen. In dieser Situation wirken Casting-Shows wie ein großes Versprechen." Dabei ist die Beziehung eine wechselseitige: Casting-Shows werden immer stärker zu einem Unterschichtenphänomen, warnt die Studie. Die Verantwortlichen gestalteten ihre Sendung inzwischen bewusst möglichst attraktiv für bildungsferne Schichten.

Europa hängt mit seiner Innovationsfähigkeit hinter den anderen Erdteilen hinterher. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der EU-Kommission, die am Dienstag in Brüssel vorgestellt wurde. Darin heißt es, Europa hole in Sachen Wirtschaft und Forschung den Vorsprung der USA und Chinas nicht ein. „Die diesjährigen Ergebnisse sind ein deutliches Warnsignal dafür, dass wir mehr Anstrengungen zur Förderung der Innovation unternehmen müssen", warnte EU-Industriekommissar Antonio Tajani. Besonders die Privatwirtschaft müsse sich mehr ins Zeug legen. Deutschland ist im europäischen Vergleich nach Schweden und Dänemark das drittinnovativste Land.

(Bild: Poster der Wikipedia-Konferenz „Critical Point of View“ in Amsterdam/ Copyright: Anne Helmond)

 
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