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Geschrieben von: BN-Redaktion
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Mittwoch, den 22. Februar 2012 um 16:15 Uhr |
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Bereits am 18. September 2011 wurde der 22-jährige Matthias B. in Osnabrück mit einem Messer tödlich verletzt, nachdem es zuvor zu deutschenfeindlichen Beleidigungen kam. Polizei und Staatsanwaltschaft verschleiern jedoch bis heute die Herkunft der Täter, weshalb erst jetzt zum Prozeßauftakt die Hintergründe der Tat ans Licht kamen.
An jenem Septembertag war eine Gruppe von Jugendlichen auf ihr späteres Opfer getroffen. Er war in Begleitung seiner Freundin sowie drei weiterer Frauen. Diese kannten die Täter bereits und wollten ihnen deshalb ausweichen, was aufgrund des Straßenverkehrs jedoch nicht möglich war. Ein ausländischer Jugendlicher beschimpfte Matthias B. dann zunächst als „Kartoffel“. Dieser wehrte sich verbal, indem er darauf verwies, daß es doch nicht sein könne, angegriffen zu werden, „nur weil ich Deutscher bin“. Ömer S. (19) schlug daraufhin zu. Sein Bruder Hüseyin (18) und Michael A. (17) unterstützten ihn dabei. Der vierte Jugendliche aus der Gruppe, Marco E. (19), stand unbeteiligt neben seinen Freunden. Auch als das Opfer zu Boden ging, hörten die Täter nicht auf. Im Gegenteil: Michael A. zog ein Messer und stach zu. Matthias B. starb kurze Zeit später im Krankenhaus. Daß an der tödlichen Auseinandersetzung in jedem Fall auch Ausländer beteiligt waren, verschwiegen nach der Tat sowohl Polizei als auch Staatsanwaltschaft in zwei Pressemitteilungen. Auch auf Nachfrage äußerte sich die Staatsanwaltschaft bisher nicht zu dem Fall. Die Osnabrücker hingegen zeigten ihr Unverständnis über die Tat, indem sie eine Mahnwache sowie einen Schweigemarsch veranstalteten. Vor Gericht versucht die Verteidigung derzeit, den Spieß umzudrehen, und wirft dem Opfer Ausländerfeindlichkeit vor. Der Prozeß dauert noch an. Bei einem Jugendlichen kann im Fall einer Verurteilung wegen Totschlags eine Jugendstrafe von maximal 10 Jahren verhängt werden. |