Startseite Aktuelles Antifa: Gegendemo anläßlich „1000 Kreuze für das Leben“
Antifa: Gegendemo anläßlich „1000 Kreuze für das Leben“ PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Marco Reese   
Mittwoch, den 08. Oktober 2008 um 02:00 Uhr

AntifaMan möchte meinen, daß irgendwo eine Grenze für Anstands- und Respektlosigkeit bestehe, auch bei den zu gut bekannten „fortschrittlichen“ Gruppierungen, d. h. vor allem der sogenannten „Antifa“, die eine Neigung zu entsprechendem Verhalten aufweist. Doch nein, anscheinend täuscht man sich, geht man davon aus, daß für genannte Kreise Tabus bestünden. Denn selbst haßerfüllte Parolen wie „Nie wieder Deutschland“ oder „Deutschland halt’s Maul“ markieren noch lange nicht den Schluß. Ein Bericht von einer „Gegendemo“ in München am vergangenen Wochenende.

So verlangen „Antifaschisten“ beim jährlichen Trauermarsch zum Gedenken der Opfer des alliierten Bombenterrors im Februar 1945 im Gebrüll und auf Transparenten, der damals Verantwortliche möge doch bitte noch einmal so handeln, und es wird bekundet, daß man Deutsche nicht für Opfer halte. Solcherlei widerliche Auslassungen sind neben dem erwähnten Trauermarsch in unterschiedlicher Weise auch auf anderen linken „Gegendemonstrationen“ zu hören. Am Samstag, den 4. Oktober 2008, trat die Antifa nun in München bei einem Gebetszug gegen Abtreibung, der im Rahmen eines Kongresses von „Euro ProLife stattfand, auf.

Wie zwei Wochen zuvor in Berlin, versammelten sich am Samstagnachmittag in München viele Menschen unter dem Motto
„1000 Kreuze für das Leben“, um abwechselnd betend, singend und schweigend ihren Protest gegen den Mord an den Ungeborenen auszudrücken. Wie bereits in Berlin tauchten jedoch ebenso zumeist jugendliche Linke mit Transparenten und Pfeifen und in teils alberner Selbstentstellung auf, um den friedlichen Zug, welcher am Marienplatz begann, zu stören. Ein entsprechendes Polizeiaufgebot war vor Ort und beschützte die friedlichen Demonstranten vor den Linken, die auf ihren Plakaten unter anderem Unverschämtheiten wie „God go home“ oder „I asked God – she [sic!] was pro choice“ mit sich führten.

Christliche Demonstration für das Leben von linken Störern behindert

Das
„Antisexistische Aktionsbündnis München“ klärte während der Kundgebung ganz im Sinne von „gender mainstreaming“ darüber auf, daß es sich bei den Geschlechtern um anerzogene Rollen handele. Im Sprechchor wiederholt vortragende Worte wie „Kein Gott, kein Staat, kein Patriarchat“ zeugten von der Geisteshaltung und den Zielen der anwesenden „Humanität“, während bei Vernehmen der Parole „Selbstbestimmung muß es geben – für die Freiheit, für das Leben“ die Frage aufkam, woher wohl die Dreistigkeit dieser Leute komme, noch von „Leben“ zu sprechen. Sie verkauften ihren Haß auf Bindung als Zuneigung zur Freiheit.

Auch war zu Anfang deutlich der Satz
„Abtreibung ist Menschenrecht“ zu hören. Die „Gegendemonstranten“ ließen keine Gelegenheit aus, ihr Sinnen und Trachten unter Beweis zu stellen. Knieten die Teilnehmer des Zuges zum Gebet nieder, hieß es: „Knie nieder, du Bauer“. Auch als im Rahmen einer Trauerzeremonie an der Isar während der Nennung unterschiedlicher Vornamen und unter Glockengeläut Rosen für Abtreibungsopfer in den Fluß geworfen wurden, verstummte das beständige Pfeifen nicht. Die ebenfalls im Zuge anwesenden wenigen „freien Nationalisten“, welche allerdings größtenteils nicht mitbeteten, nahm der Gegner zum Anlaß, „Deutsche Christen laufen mit Faschisten“ und auch „Nazis raus“ zu schreien. Dabei vergaßen sie, daß die Veranstalter deutlich gemacht hatten, daß Nazis nicht eingeladen seien und lediglich aufgrund des Versammlungsrechts geduldet werden. Die Nazis aber verhielten sich im Gegensatz zu ihren roten Pendants still.

Die Antifa und ihre „Gegen“-Ideologie

Der Münchner Polizei konnte man an diesem Tage, wohl im Unterschied zu ihren Kölner Kollegen zwei Wochen davor, nichts vorwerfen. Man mag sich mittlerweile an die stets vorhandenen
„antifaschistischen“ Ausbrüche gewöhnt haben, welchen christliche und patriotische Veranstaltungen ausgesetzt sind. Man darf sich durch jene nur nicht von der Teilnahme an diesen abhalten lassen. Es ist kaum zu fassen, aber bezeichnend für unsere Zeit, daß Antifa-Gruppen von öffentlichen Einrichtungen gesponsert werden. Daß das Ziel solcher Kreise schlicht Zerstörung all dessen ist, was noch steht, ist gar nicht zu bezweifeln. Die dahinterstehende Ideologie, die auch vor dem Leben nicht halt macht, ist stets dieselbe „antifaschistische“, „antirassistische“, „antisexistische“: gegen Kirche, gegen Religion, gegen Tradition, gegen Staat, gegen Nation, gegen Familie, gegen Geschlechterrollen und sofort.

Der Schwerpunkt liegt mal auf der Ablehnung des Nationalen, mal des Staates, mal der Kriegsgeneration, mal der Kirche, mal des
„Patriarchats“. An die Stelle des Abgelehnten soll, wie schon von diversen Sekten lange vorher, aber seit dem Ende des 18. Jahrhunderts auch mit großer Resonanz erträumt, das „freie“, „selbstbestimmte“ Individuum treten, in Gleichheit, mit Rechten, ohne Pflichten. Ihre Vertreter lassen in der Tat meist nur ein solches autonomes, bindungsloses, zügelloses, dämonisches Individuum erkennen und keine Persönlichkeit. Auch in München starrte und kreischte den Lebensrechtlern eine Front des Nichts entgegen – eine traurige, beinahe teuflische Leere, eine bunt-graue Masse. Das gute Gewissen dieser modern-postmodernen Leere ist, heute weit mehr als alles „Vormoderne“, der Nationalsozialismus: im Namen des Kampfes gegen diesen kann jede Unmenschlichkeit vertreten und beklatscht werden, so Kriegs- und Nachkriegsverbrechen an Deutschen, so Überfälle auf vermeintliche „Nazis“, so aber auch der Mord an den Ungeborenen.
 
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