|
„Aufstand der Schüler“ titelte das ZDF. Am 12. November 2008 haben deutschlandweit ca. 10.000 Schüler die Schule geschwänzt und demonstriert. Sie setzten sich für mehr Lehrer, kleinere Klassen, weniger Lernstoff, Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems, Abschaffung von G8 und Lehrmittelfreiheit ein. Der Forderungskatalog klingt nicht nur wieder nach typisch linker Schulpolitik, er ist es auch. Der „Aufstand der Schüler“ ist nicht mehr als ein Betriebsausflug der organisierten linksradikalen Schülerschaft, um kräftig Werbung in eigener Sache zu machen.
Veranstalter war eine unbekannte Initiative „Schulaction“, die mit typischem Antifa-Vokabular wie „Bildungsblockaden einreißen!“ für sich wirbt. Aufmachung und Gestaltung der Plakate und Flugblätter erinnern extrem an die der Linkspartei. Wer genau hinter dieser Initiative steckt, ist nicht bekannt. Es ist aber anzunehmen, dass es nur eine Strohmannorganisation der Linksjugend ist, denn in den Berichten zu den Demonstrationen waren sehr viele [’solid]-Fahnen zu sehen. Diese waren aber nicht alleine, Antifa- und „Die Falken“-Fahnen waren ebenfalls zusehen. Die liberalste, vertretene Organisation waren die Grünen.
Linke vereinnahmen junge unpolitische Schüler
Ziel der Veranstaltung war es, sich in Schülerkreisen zu positionieren und zu werben. Der populäre Aufruf zur Demonstration gegen alles – und das ganze während der Schulzeit – soll die Schüler mit linksradikalen Organisationen konfrontieren und diese als nett und freundlich erscheinen lassen. Dazu wird ausgenutzt, dass jeder jüngere Schüler, der von Politik noch nicht allzu viel Ahnung hat, durch die Medien mitbekommen hat, dass das deutsche Bildungssystem in irgendeiner Form schlecht ist. Die Linksradikalen treten nun als Freund auf und geben dem Schüler die Möglichkeit, etwas dagegen zu unternehmen.
Da viele junge Schüler von Politik nichts verstehen, werden sie den linken Organisationen vertrauen und mitmarschieren – auch unter der [’solid]-Fahne. Für unwissende Schüler ist die [’solid] nun eine Organisation, die ihnen hilft und vertritt. Es ist fraglich, ob irgendwo Aufklärung stattgefunden hat. Die Schüler können sicherlich die Namen sämtlicher rechtsradikaler und rechter Organisationen der Gegend runterbeten, aber hier sind sie anfällig. Linksextremismus, was ist das? Und wie geht das überhaupt? Deutsche Schüler sind auf dem linken Auge komplett blind.
Des Weiteren führen diese Demonstrationen wieder zu einem Zerrbild in der Öffentlichkeit. Jeder denkt nun, deutsche Schüler seien chronisch links und würden aussehen wie Hausbesetzer. Passend dazu stürmte in Hannover der Demonstrationszug den Landtag, ein weiteres untrügliches Zeichen dafür, dass nicht normale Schüler demonstrieren, sondern die erfahrenen Antifa-Schläger am Start sind.
Bürgerliche Parteien versagen
Die anderen politischen Jugendorganisationen, gemeint sind vor allem Junge Union (JU) und Junge Liberale, haben zurzeit wenig in petto, um für sich Zeichen zu setzen. Einzig in Hamburg hört man von der dortigen Schüler Union, die sich für das dreigliedrige Schulsystem einsetzt und gegen die schwarz-grüne Regierung auf die Barrikaden geht. Vielen Schülern ist komplett unbekannt, dass die SPD das dreigliedrige Schulsystem abschaffen möchte, sagt man es ihnen, sind sie sofort auf CDU-Seite.
Es ist fahrlässig, wie hier kampflos den Linken das Feld überlassen wird. Sie können Werbeplakate für Veranstaltungen der [’solid], beispielsweise wenn sie sich „gegen Rechts“ richten, in Schulen aufhängen und Werbezettel verteilen. Die der CDU nahestehende Schüler Union ist hingegen selbst bei politisch interessierten Jugendlichen unbekannt. Und die JU richtet lieber Fußballturniere aus, als auf die Straße zu gehen und für sich Werbung zu machen. Es ist kein Wunder, warum die Erstwähler laut Umfragen nach links tendieren. Durch die Dauerbeschallung mit linken Floskeln erscheint es ihnen als richtig SPD oder die Grünen zu wählen. Die CDU ist ihnen zu abgehoben und unsozial. Ihre Argumente müssen häufig erklärt werden. Dies sollte die Hauptaufgabe der politischen Jugendorganisationen sein und nicht Fußballturniere oder Volksfeste ausrichten. Die linken Jugendorganisationen haben das verstanden, die bürgerlichen nicht. |