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Maik Baumgärtner: Familienministerium unterstützt Journalisten mit Kontakten zu Linksextremisten PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: BN-Redaktion   
Mittwoch, den 15. Juli 2009 um 00:00 Uhr

Ursula von der Leyen (CDU)Die vor kurzem erschienene Informationsbroschüre „Wer trägt die schwarze Fahne dort …“ war schnell vergriffen. Ein Erfolg für die Autoren Maik Baumgärtner, Jesko Wrede und ihr Netzwerk! Über Jahre hinweg haben sie fleißig Daten über angeblich völkische und neurechte Gruppen der Bündischen Jugend gesammelt. Damit eröffnen sie nun nach dem Verbot der „Heimattreuen Deutschen Jugend“ (HDJ) im März 2009 die Jagd auf weitere Bünde. Die staatliche Förderung durch das Bundesprogramm „Vielfalt tut gut“ beschert der Arbeit von Baumgärtner und Wrede dabei das Siegel der Unbedenklichkeit. Daß gerade Baumgärtner überhaupt nicht unbedenklich ist, beweisen jedoch seine engen Kontakte zu Linksextremisten.

 

Minderjährige Teilnehmer aus der Ferne fotografiert und katalogisiert

Für ihre Recherche zu völkischen und neurechten Jugendbünden haben Baumgärtner und seine Mitstreiter keine Mühen gescheut und sich höchstpersönlich auf die Lauer gelegt. Laut einem der Redaktion vorliegenden Dossier über Baumgärtner habe sich dieser sogar unter falschem Namen bei Jugendlagern angemeldet, „um die zumeist minderjährigen Teilnehmer aus der Ferne zu fotografieren und die Kinder im Nachgang regelrecht zu katalogisieren.“

Wer ist dieser Maik Baumgärtner? Er sei ein freier Journalist, der zum Themenkomplex „Rechtsextremismus“ arbeite, gibt er über sich selbst an und betont seine Tätigkeit für den Deutschlandfunk und „die Tageszeitung“. Ein Blick hinter die Kulissen offenbart ein anderes Bild: Baumgärtner schrieb etliche Male für das vom Verfassungsschutz als linksextrem eingestufte Internetportal Indymedia. Und das ist keine Ausnahme, sondern die Regel, denn der „freie“ Journalist nahm sich auch die Freiheit, für viele weitere linksextreme Publikationen zu arbeiten: u.a. für das Infoblatt „Der rechte Rand“ und die „junge Welt“.

 

Scharnierfunktion zum linken Rand

 

Ebenfalls auffällig ist die Impressumsadresse, die Baumgärtner auf seiner Internetseite angibt. Bei der Kreutzigerstraße 23 handelt es sich um ein ehemals heiß umkämpftes, besetztes Haus in Berlin-Friedrichshain, das von linksextremistisch beeinflußten Vereinigungen wie der „Roten Hilfe“ und der im Umfeld der DKP beheimateten „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten“ (VVN-BdA) unterstützt wird. In diesem Umfeld hält Baumgärtner seine Vorträge und weist auf angeblich „gefährliche“ Personen hin, die dann womöglich die Methoden der örtlichen Antifa zu spüren bekommen. Trotz Nachfrage von BlaueNarzisse.de äußerte sich der Journalist nicht zu seiner Autorschaft bei linksextremistischen Zeitschriften und seinen Kontakten zu diesem Milieu.

 

Vor diesem Hintergrund erscheint die von der „Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt“ (ARUG) herausgegebene Broschüre „Wer trägt die schwarze Fahne dort …“ in einem anderen Licht. Die in Braunschweig ansässige ARUG scheut den Kontakt zu Linksextremisten jedoch ebensowenig wie ihre Autoren. So referierte ein Filmemacher der ARUG Anfang 2009 bei der vom Verfassungsschutz beobachteten „Antifa Nienburg“, welche selbst bloßen „Antimarxismus“ als Faschismus wertet.

Warum das Bundesfamilienministerium diese linksextremistisch beeinflußte Arbeitsstelle mit dem Programm „Vielfalt tut gut“ fördert, bleibt wohl das Geheimnis der Behörde. Das Ministerium von Ursula von der Leyen (CDU) unterstützt damit indirekt die Diffamierung von Heranwachsenden, die sich ihre Jugendgruppe frei auswählen wollen.

Viele der angegriffenen Personen, die Baumgärtner und Wrede in die Nähe der NPD und anderer rechtsextremer Organisation rücken, sind durchaus Konservative, einige sogar offen rechts, aber Extremisten nun wirklich nicht. Durch die Beschuldigungen in der staatlich geförderten ARUG-Broschüre fürchten sie nun, in Zukunft insbesondere im Berufsleben Nachteile zu erleiden.

 

Appell an die Familienministerin, die Förderung der ARUG einzustellen

Unter anderem aus diesem Grund hat sich der Aktivensprecher der Deutschen Gildenschaft, einer der meistgenannten in Baumgärtners und Wredes Broschüre, mit einem Brief an Familienministerin von der Leyen gewandt: „Ich bitte sie daher dringend – auch für die vielen anderen in dieser Schrift mit vollem Namen (und tlw. sogar mit Arbeitsstätte) genannten Personen – die weitere Verbreitung dieser Schrift (auch in erneuerten Auflagen) zu verhindern und eine weitere Förderung dieser Autoren umgehend einzustellen“, appelliert der Jugendbewegte an die Familienministerin.

 

Welches Verhältnis Maik Baumgärtner und Jesko Wrede zum Staat haben und wie sie sich die Kooperation mit ihm zur Rechtsextremismusbekämpfung vorstellen, machte unlängst ein Flugblatt mit dem Titel „Wehret den Anfängen!“ deutlich, welches auf einem politischen Seminar verteilt wurde, zu dem die beiden öffentlich eingeladen hatten: „Unser Staat wird mit den Mitteln, die ihm das Gesetz zuläßt, vorgehen. Da unserem Staat aber Grenzen gesetzt sind, werden wir aus Notwehr aber auch Mittel einsetzen müssen, die dem Staat nicht erlaubt sind, um die braune Pest einzudämmen.“

 
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