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Geschrieben von: Benjamin Jahn Zschocke
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Dienstag, den 21. Februar 2012 um 05:24 Uhr |
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Meine Vorfahren waren Bauern. Bergbauern mit Vieh und abschüssigem Acker im Grenzgebiet zwischen Böhmen und dem Vogtland mütterlicherseits – väterlicherseits Obstbauern im Erzgebirgsvorland. Was man verzehrte und verbrauchte, schuf man mit eigenen Händen, verteidigte es unter Hitler mit ebendiesen gegen Vereinnahmung und Terror, während des Krieges gegen Hunger und Kälte, danach gegen Rote Armee, Kommunisten und Verstaatlichung. Meine Vorfahren waren, was sie taten – nicht, was sie dachten und wollten.
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Geschrieben von: Gregor Burchardt
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Freitag, den 17. Februar 2012 um 20:14 Uhr |
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Madrid hat Real, London mit Chelsea, Arsenal, Tottenham und West Ham gleich mehrere Topvereine. Rom hat Lazio und AS Roma, Paris hat den FC Saint Germain. Alle Hauptstädte der europäischen Topfußballnationen haben Topvereine. Deutschland hat Hertha BSC. Fragte man einen durchschnittlichen europäischen Fußballfan nach der Hauptstadt der Deutschen, er würde vermutlich „München“ antworten. Die Hertha interessiert bei uns keinen Menschen.
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Geschrieben von: Dennis Spieß
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Dienstag, den 14. Februar 2012 um 10:03 Uhr |
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Niemand wird bestreiten, dass wir in der Bundesrepublik eines der unübersichtlichsten und umfangreichsten Steuerrechte der Welt haben. Mit der einst guten, typisch deutschen Absicht, es jedem (ge)recht zu machen, ist die vermeintlich fehlende Gerechtigkeit heute eine der größten Kritikpunkte an dem historisch gewachsenen, verworrenen Paragraphen-Dschungel. Um aus diesem Gestrüpp wieder herauszukommen, braucht es einen ganzheitlichen, dennoch einfachen Ansatz. Nur halbherziges Beheben von Missständen im Steuerrecht hilft nicht weiter und wird, wie bisher im politischen Betrieb, nur mit Kompromissen durchzusetzen sein – am Ende blieben nur 50 zusätzliche Seiten in den Steuerrechtsbüchern.
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Geschrieben von: Christoph George
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Montag, den 13. Februar 2012 um 07:41 Uhr |
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Zu den Absichten, auf deren Vollendung man in unserem Zeitalter hofft, gehört zweifellos der Versuch, die Gefahr aus dem Leben des Menschen zu verbannen. Das Bestreben darum kann als eines der wichtigsten für das Bürgertum überhaupt gelten, weswegen Bemühungen um eine möglichst gefahrlose Existenz auch zukünftig weitergeführt werden. Sämtliche Versicherungssysteme und Gesetze bis in den familiären Bereich hinein geben hierfür Beispiel ab, welchen Stellenwert ein kalkulierbares Leben hat, und wie alldurchdringend der Wille zu dessen Perfektion ist. Auch ist gerade der Fortschritt in der Medizin bereits so groß, daß die Suggestion der Selbstbefreiung des Menschen als ein erfüllbares Versprechen erscheint, von dem er nur noch Verbesserungen, aber keinerlei Rückschritte mehr erwarten kann. Doch diese vermeintliche Sicherheit muß sich nicht nur aus ihrer Unvollkommenheit heraus als äußerst fragil erweisen, sondern auch der zu schwinden drohenden Mittel wegen.
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Geschrieben von: Florian Miethe
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Donnerstag, den 09. Februar 2012 um 08:15 Uhr |
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Vor ziemlich genau drei Jahren wurde ich Mitglied der Jungen Liberalen und der FDP. An meiner Grundeinstellung zu Politik und Gesellschaft hat sich seitdem wenig geändert, gleichwohl ich in diesen drei Lebensjahren viel dazugelernt habe. Liberalismus ist für mich ein Synonym für Freiheit. Natürlich muss man das in der Politik genauer definieren. Es gibt Gründe, weshalb ich trotz der Unmengen an Pannen in meiner Partei bleibe.
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Geschrieben von: Robin Classen
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Dienstag, den 07. Februar 2012 um 07:56 Uhr |
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Es war ein seltsames Schauspiel, was sich Beobachtern der letzten Tagung des UN-Sicherheitsrates bot. Schon vor der Abstimmung waren die Gesichter der Vertreter der westlichen Länder, insbesondere der US-Botschafterin Susan Rice, von Frustration und Missmut gezeichnet. Nach der Abstimmung, bei der Russland und China ihr Veto einlegten, eskalierte die Situation beinahe. Susan Rice giftete ins Mikrofon, dass man „angewidert“ sei, der britische Außenminister William Hague fragte offen, wie viele Menschen denn noch sterben müssten, bis Russland und China ihre eigenen Interessen hinten anstellten und handelten. Peter Wittig, deutscher Vertreter und der einzige Botschafter, der seine Erklärung nicht in der Landessprache vorlas, griff zum Schul-Englisch und kommentierte das Abstimmungsverhalten der beiden östlichen Vetomächte mit: „This is the real scandal.“
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Geschrieben von: Dennis Berke
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Sonntag, den 05. Februar 2012 um 13:44 Uhr |
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Dass die ägyptischen Rebellen hierzulande ausnahmslosen Lob ernten, wird an einem neuen Beispiel deutlich: Letzten Mittwoch kam es nach einem Fußballspiel der Mannschaften Al-Masry und Al-Ahly zu schweren Krawallen, bei denen mehr als 70 Fans ums Leben kamen. Genau wie in der Vergangenheit werden auch jetzt wieder so schnell wie möglich Thesen aufgestellt, die die gewalttätigen Rebellen in ein besseres Licht stellen. Die meisten Journalisten bedienen sich dabei oft der Aussagen von „Augenzeugen“, überprüfen deren Richtigkeit jedoch nicht.
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Geschrieben von: Gregor Burchardt
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Freitag, den 03. Februar 2012 um 08:00 Uhr |
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Spannend wie nie beginnt die Rückrunde der Fußballbundesliga. Bayern, Dortmund, Schalke und Gladbach marschieren im Gleichschritt an der Tabellenspitze und es scheint sich ein interessanter Kampf um den Titel zu entwickeln. Doch die Medien interessiert vor allem eine Personalie: Michael Ballack. Einer der letzten echten Kerle steht am Ende seiner Karriere. Und sie scheint rumpelig zu Ende zu gehen.
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Geschrieben von: Jonas Ulbrich
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Freitag, den 03. Februar 2012 um 07:14 Uhr |
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Karriere – angeblich hat man Talent dafür, oder eben nicht. Nach den Worten von Meredith Grey wäre Michael Ballack eine steile Laufbahn bestimmt gewesen. Doch eine erfolgreiche Karriere ist eben nicht nur eine Frage des Talents, sondern Ergebnis unterschiedlicher Faktoren, deren Zusammenspiel größer ist, als die Summe seiner Teile.
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Geschrieben von: Sebastian Rast
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Dienstag, den 31. Januar 2012 um 08:08 Uhr |
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In diesem Jahr feiert Deutschland den 300. Geburtstag Friedrichs des Großen. Zum Festakt in Berlin am 24. Januar hielt auch der angeschlagene Bundespräsident Christian Wulff eine Rede. Die Worte des Staatsoberhauptes warfen für die Zukunft Deutschlands bedeutende Fragen auf. Braucht jede Nation ihre Mythen? Und wieviel Heldenkult ist gesund?
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Geschrieben von: Nils Wegner
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Donnerstag, den 26. Januar 2012 um 12:19 Uhr |
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Am 24. Januar jährte sich bekanntlich der Geburtstag Friedrichs des Großen zum 300. Mal. Daß Bundespräsident Wulff einen bezeichnenden sprachlichen Lapsus anläßlich dieses Jahrestags lieferte („In der Lesart Friedrich II. galt alle Liebe dem Vaterland und alles Streben der Ehre. [...] Heute fühlen und handeln wir anders.“), ist durchaus interessant. Eine journalistische Glanzleistung ganz anderer Art leisteten sich aber Welt und Süddeutsche Zeitung: In beiden erschienen gleichzeitig (!) ausgedehnte Artikel über die scheinbar endlich ausgeforschten homosexuellen Neigungen des Preußenkönigs.
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