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Geschrieben von: Marius Hempelmann
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Mittwoch, den 21. April 2010 um 07:48 Uhr |
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In der Bundesrepublik überwiegt in der Ehe weiterhin die traditionelle Rollenverteilung. Klassische Hausarbeiten sowie die Erziehung und Betreuung der Kinder werden hauptsächlich von Frauen durchgeführt. Dies geht aus einer Studie zur Aufgabenverteilung im Haushalt von Rostocker Wissenschaftlern hervor. Ein beachtliches Ergebnis in Zeiten, in denen die klassische Familie als Auslaufmodell gilt.
Kinder fördern Rückbesinnung auf traditionelle Geschlechterrollen Demnach sei in der gesamten Bundesrepublik sowohl in Ehen als auch in regulären Partnerschaften weitgehend diese Aufgabenverteilung anzutreffen. Einer Befragung zufolge übernimmt in der Ehe die Frau etwa 80 Prozent der Hausarbeiten und mehr als 80 Prozent der Elternaufgaben. In Partnerschaften verringert sich dieser Anteil um jeweils circa 20 Prozent. Bei jüngeren Paaren werden Hausarbeiten noch stärker egalitär aufgeteilt, während Kinderbetreuung und Erziehung auch bei ihnen hauptsächlich von der Frau getätigt werden. Grund für diesen Unterschied seien die unter jüngeren oft verbreiteten „egalitären Rollenvorstellungen“. Sobald aber ein Paar ihr erstes Kind bekommt, lasse sich meist eine stärkere Einbeziehung der Frau in diese Arbeiten vorfinden. Durch Kinder finde also eine Art traditionelle Rückbesinnung statt. Der Grund sei vermutlich der zwangsläufige Rückzug der Frau aus der Berufswelt. Regionale Unterschiede in der Bundesrepublik Trotz dieses Konsenses gibt es aber regionale Unterschiede. Diese lassen sich vor allem zwischen Ost und West erkennen. So habe sich in der DDR die Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt als „kulturelles Ideal“ bis heute gefestigt. Dadurch ist in den neuen Bundesländern der Anteil der Frauen an Haushalt und Erziehung geringer als im Westen. Grundsätzlich gilt eine schwächere Einbeziehung in diese Aufgaben, wenn eine hohe Erwerbstätigkeit vorliegt. Als Parallele und Beleg dafür dienen Länder wie Norwegen und Schweden, die USA und Kanada. In ersteren sei die „Geschlechtergleichstellung als Grundprinzip ihrer sozialstaatlichen Ausrichtung [zu] verstehen“. In den „liberalen Wohlfahrtsstaaten“ liegt der Grund dagegen eher in der begrenzten Zeit der Frauen. Zukünftige Entwicklung ist unklar Offen gelassen wird von der Studie, ob die egalitären Vorstellungen bei den Jüngeren zu einer langfristigen Veränderung führen werden oder ob die „traditionalisierenden Elemente von Heirat, Partnerschaftsdauer und Familiengründung“ letztlich überwiegen. Genau dies ist eine der wichtigsten Fragen unserer Zeit. Ohne die traditionellen und natürlichen Rollenbilder wird der Erhalt unserer Gesellschaft in keinster Form möglich sein. Sie sind Voraussetzung für eine funktionierende Gesellschaft, in der jeder seine Aufgaben hat. Nach wie vor werden die meisten Kinder in Familien geboren und erfahren in intakten Verhältnissen die besten Bedingungen für eine gute Erziehung. Trotzdem sind in unserem Zeitalter von allgemeinem Werteverfall und Gender Mainstreaming die Ergebnisse der Studie zum großen Teil positiv aufzufassen. Obwohl seit Jahren versucht wird, die Geschlechterrollen zu demontieren, belegt diese Studie ihr Fortbestehen. Dass vor allem Ehepaare an diesen Rollen festhalten, überrascht allerdings nicht. Es erklärt sich vielmehr durch das voraussetzende Vorhandensein von Grundwerten, die notwendig sind, um überhaupt eine Ehe schließen zu wollen. Bei immer weniger Eheschließungen und immer kürzeren Partnerschaften stellt sich dennoch die Frage, wie nachhaltig diese Ergebnisse sind. Wenn nämlich eine Rückbesinnung auf Werte nur in Ehe und langer Partnerschaft stattfindet, diese aber quasi immer weniger existieren, verliert diese Erkenntnis an Relevanz. Der Fortbestand des Volkes ruht auf Familien und Werten Um das zu verhindern und unseren zukünftigen Bestand zu gewährleisten, muss es eine Rückbesinnung auf Werte und die Institution Familie geben. Vor allem aber muss vor dem radikal-feministischen Gender Mainstreaming gewarnt werden, da die gesellschaftliche Entwicklung dieser Ideologie einen Nährboden bietet.
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