Startseite Anstoß Demokraten üben nie Gewalt aus: Über Ägyptens Wunderrebellen
Demokraten üben nie Gewalt aus: Über Ägyptens Wunderrebellen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dennis Berke   
Sonntag, den 05. Februar 2012 um 13:44 Uhr

Dass die ägyptischen Rebellen hierzulande ausnahmslosen Lob ernten, wird an einem neuen Beispiel deutlich: Letzten Mittwoch kam es nach einem Fußballspiel der Mannschaften Al-Masry und Al-Ahly zu schweren Krawallen, bei denen mehr als 70 Fans ums Leben kamen. Genau wie in der Vergangenheit werden auch jetzt wieder so schnell wie möglich Thesen aufgestellt, die die gewalttätigen Rebellen in ein besseres Licht stellen. Die meisten Journalisten bedienen sich dabei oft der Aussagen von „Augenzeugen“, überprüfen deren Richtigkeit jedoch nicht.

Klar ist, dass es am vergangenen Mittwoch zu Gewaltausbrüchen kam. Unklar jedoch warum? Eine Theorie besagt, dass die Sicherheitskräfte zurückgezogen wurden, um die Eskalation zu provozieren. Diese These hält jedoch nur schwer stand, wenn man sich einmal im Internet die Bilder anschaut. Die Präsenz und der Einsatz der Sicherheitskräfte sind auf den meisten Bildern unübersehbar. Die Fakten, die für jeden Menschen klar ersichtlich sind, stellen dennoch mehr Fragen als Antworten in den Raum. Und trotz dieser unklaren Lage feuert die etablierte Medienmaschinerie aus allen Kanonen, um ihre Wunderrebellen in Schutz zu nehmen. Denn wie wir alle wissen, üben Demokraten nie Gewalt aus, und wenn es doch so ist, dann müssen halt die Fakten „anders“ dargestellt werden.

Außer Acht bleibt so der kulturelle Hintergrund in dieser Region. Den arabischen Völkern spricht man ein gewisses Aggressionspotential zu. Dazu kommt auch noch, die typisch südländische Opferrolle, in der viele Südländer meinen, sich zu befinden. Für Kamerateams hat das jedoch auch sein Gutes: Sie finden immer jemand, der hochemotional Halbwahrheiten von sich gibt. Inwiefern die Bevölkerung im Norden Afrikas sich nun wirklich unterdrückt fühlt bzw. fühlte, kann man in Anbetracht dieses Charakteristikums schlechter beurteilen.

In Deutschland haben wir ähnliche Probleme. Die südländischen Migranten fühlen sich oft benachteiligt und rassistisch behandelt. Auch wenn in den meisten Fällen keine Anhaltspunkte für Rassismus zu finden sind, hält sich die Behauptung hartnäckig. Die deutsche Gesellschaft sei systematisch rassistisch. Die Deutschenfeindlichkeit auf unseren Schulhöfen wird doch somit in ein ganz anderes Licht gestellt. Warum vergisst man also den kulturellen Unterschied, wenn wir ihn doch vor der Tür haben?

 
ANZEIGE

Rundbrief







Aufgepasst!

Banner

Umfrage

Das größte Problem in Deutschland ist ...
 
Die dringlichste Aufgabe der deutschen Konservativen ist ...