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Geschrieben von: Melanie-Fabiola Klein   
Mittwoch, den 08. Juli 2009 um 00:00 Uhr

KinderDer politischen Klasse erscheinen die von konservativ Gesinnten betonten Kernkompetenzen der Familie als überholt und dem Zeitgeist nicht mehr angepasst. Die Vorstellung von der Familie als kleinster, aber wichtigster Bestandteil einer Gesellschaft stempeln sie als romantisierten Traum ab. Nach konservativer Auffassung ist die Familie weiterhin Ort der Menschlichkeit und Zuneigung sowie Quelle und Refugium der natürlichen Solidarität. Sie ist ein Freiheitsraum individueller Personalität und Schutz der Intimität, in den weder Staat noch Öffentlichkeit eingreifen dürfen.

Allein dem engen Bund der Familie ist es möglich, einen wahren Beitrag zur Erzeugung solidarischen Verhaltens zu leisten, der durch keine staatliche oder öffentliche Erziehungsinstitution ersetzt werden kann.

Familie: ein Rückzugsraum vor Staat und Öffentlichkeit

Staatliches Eingreifen in die Familie ist folglich rein destruktiver Natur, da der Staat sich damit die eigenen Stützpfeiler zersägt, auf denen er sein Machthaus baut. Die Familie war und ist ein unverzichtbares tragendes Fundament einer funktionierenden Gesellschaft. Sie ist zwar die kleinste Parzelle, stellt jedoch in der Summe den grundlegenden und stabilisierenden Baustein einer Nation dar. Aus diesem Grund muss der Erhalt und Schutz der Familie im allgemeinen Interesse liegen.

Um den gesunden Fortbestand der Familie zu gewährleisten, darf die bindende Beziehung zwischen Eltern und Kind keinesfalls unterschätzt werden. Sie ist die Vorraussetzung für eine erfolgreiche Erziehung, da die emotionale Abhängigkeit des Kindes erst eine vertrauensvolle Kontrolle garantiert. Die zuwendungsvolle Bindung liefert die Basis für das spätere Leben und schafft Humanität, Teamfähigkeit und Toleranz. Also immergültige Werte, die in jeder Hinsicht gerade heute gebraucht werden.

Einseitige Wirtschaftsinteressen zerstören Familien

Die marktwirtschaftliche Orientierung des Staates an die Bedürfnisse der Wirtschaft und des Arbeitsmarkts bewirkt eine zunehmende Auflösung der Familie in ihre Einzelbestandteile. Die Rolle der Eltern als Erzieher soll aufgegeben und diese wichtige Aufgabe staatlichen Einrichtungen überlassen werden. Mütter sollen sich möglichst schnell nach der Geburt eines Kindes wieder ins Berufsleben stürzen und das Kind herzlos abgeben. Lange Arbeitszeiten der Eltern machen dann einen intensiven Kontakt zwischen ihnen und ihren Kindern unmöglich und verhindern so eine gesunde Entwicklung des Kindes.

Das kostbarste Gut, das Eltern ihren Kindern schenken können, ist Zeit. Sie ist durch nichts zu ersetzen, weder durch disziplinarische Auferlegungen noch durch materielle Geschenke. Problematisch dabei ist, dass eine beziehungsorientierte Erziehung zeitaufwendiger ist als eine autoritäre. Zuwendung wiederum kann ausschließlich aus eingehender Beschäftigung und Auseinandersetzung mit dem heranwachsenden Kind entspringen. Doch dieses wertvolle Medium „Zeit“ wird ihnen kurzerhand von Wirtschaft und Staat genommen.

Ausreichende Zuwendung zum Kind ist wichtig für die Charakterbildung

Der Staat vergeht sich damit an der kleinsten Parzelle der Nation, der Familie. Er nimmt ihr die Autonomie der Erziehung und setzt sich an ihre Stelle. Da die Eltern „dank“ verfehlter Politik keine Zeit für ihre Kinder haben, kontrolliert und betreut er selbst die Heranwachsenden in Deutschland.

Fatalerweise verfolgen alle großen Parteien diese Familienvernichtungspolitik, ohne die Gefahren zu erkennen, die sie zur Folge haben wird. Es fehlt den Familien schlichtweg an einer entsprechenden politischen Vertretung ihrer Interessen in einer Partei, die es vermag, Werte zu vermitteln und Ideale zu verwirklichen.

 
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