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Provokant: Rückkehr zum Patriarchat? Frauen als volkswirtschaftlicher Schaden

Mittwoch, 30 Mai 2012 08:37 von Margit Strobl

Die Wiedereinführung der Drachme in Griechenland würde Deutschland 77 Milliarden Euro kosten – ein Schnäppchen im Vergleich zur Frauenförderung. Diese verschlingt laut einer „Gender Budgeting Analyse“ von MANNdat über 100 Milliarden: jährlich! Auf Dauer ist das nicht zu finanzieren, nicht im rezessionsgebeutelten Europa. Ein heißes Eisen, das deutsche Politiker lieber nicht anfassen. Eher sucht man die Ursache diverser Krisen woanders; nicht im Geschlechterverhältnis, wo sie allerdings wurzelt.

Männer finanzieren, Frauen profitieren

Wir leben in einer Kultur, die Männer ausbeutet, konstatiert der Autor Roy F. Baumeister trocken. Bei der Kranken– und Pensionsversicherung, im Gesundheitswesen, der Pflege, bei Steuern und durch Unterhalt. Männer werden überall dort geschröpft, wo Geld fließt. Und die Belastungen werden jedes Jahr größer. Österreichische Juristinnen träumen bereits vom verpflichtenden Unterhalt in ganz normalen Beziehungen. Es wird viel getan, um das Ausmaß des Betrugs zu vertuschen: So werden Alimente als Konsumausgaben des Mannes, und nicht als Einkommensminderung gewertet. Männer werden also künstlich reich-​, und Frauen armgerechnet. Die staatliche Diskriminierung ist aber nur eine Seite der Medaille.

Auch im privaten, „geschlechtlichen“ Alltag zahlt der Mann voll drauf. So erwarten die meisten Frauen nach wie vor, dass Männer ihnen „den Hof machen“. Der Begriff mag angestaubt sein, an den wirksamen Mechanismen des Zusammenlebens hat sich aber wenig geändert: Der Mann zahlt, die Frau konsumiert. Dazu passt, dass Frauen 90 Prozent aller Kaufentscheidungen treffen. Es spielt somit gar keine Rolle, dass Frauen ein Drittel weniger Geld verdienen. Die Kontrolle über die Ausgaben ist das Entscheidende. Dort ist die Lage noch dramatischer. Männer zahlen fast 90 Prozent aller Lohnsteuern. Nur fünf Milliarden Euro haben deutsche Frauen 2008 an Lohnsteuer gezahlt (Männer: 48 Mrd.). Damit lässt sich nicht mal die Frauenförderung finanzieren.

Der organisierte Raub beginnt im Schlafzimmer

Frauenförderung kann von einer aufstrebenden Jungwirtschaft gestemmt werden, aber nicht von einem alternden, dekadenten Europa, das sich jeden Luxus leistet. Die Zukunft ist weiblich!, tönt es trotzig und wider jeden Sinn für Realität aus feminisierten Redaktionsstuben. Sie vermögen uns zu überzeugen wie die Worte des nordkoreanischen Kommunistenführers, der vor dem jubelnden Volk eine Lobeshymne auf die blühende Wirtschaft seines verrotteten Landes anstimmt.

Wenn die Zukunft weiblich ist, dann ist der Sensenmann eine Frau. Und der nagt schwer am alten Kontinent. Eine Rückbesinnung darauf, was Europa stark gemacht hat, ist überfällig. Weniger Utopie und mehr Kostenwahrheit! Kann, soll, oder muss es Aufgabe der Politik sein, eine 50/​50-​Verteilung auch bei den Ausgaben zu schaffen? Eine Entlastung von Männern wäre bitter nötig. Dafür brauchen wir ein Werkzeug wie Gender Mainstreaming, das sich bisher als Ergänzung zur Frauenförderung versteht – natürlich nicht. Wir müssen ausmisten und uns fragen, was wir uns leisten wollen.

Frauenalimentierung oder Europa?

Würden sich europäische Frauen paritätisch am Erwerb beteiligen, könnte sich Europa jedes Jahr wenigstens eine Staatspleite leisten. Europa hat keine Wirtschaftskrise. Europa hat eine Frauenkrise! Dasselbe Problem, das der Staat damit hat, Frauen zu finanzieren, herrscht innerhalb der Familien vor. Hier sitzt die Krebszelle des Staates: Kaum eine Frau finanziert sich über längere Zeit selbst. Die gelegentliche Unterbrechung der weiblichen Freizeit durch Arbeit ist entweder zu kurz oder zu wenig effektiv.

Der Traum, Frauen als gleichwertige Partner den Männern auf Augenhöhe gegenüberzustellen, ist ein löblicher, wünschenswerter, aber auch teurer, womöglich gefährlicher. Der Anschein der Gleichheit lässt sich nur solange aufrechterhalten, wie es dem Westen dank männlicher Arbeitskraft möglich ist. Die Grenzen der Belastbarkeit sind in vielen EU-​Staaten allerdings erreicht. Ein Rückfall in traditionelle Familien– und Erwerbsstrukturen ist zu befürchten. Im Rückblick auf die aktuelle Epoche könnte sich die bittere Erkenntnis einstellen, dass Feminismus und Frauenförderung „Spiele für das Volk“ waren, die Europa wirtschaftlich zugrunde gerichtet haben. Die Ironie an der Geschichte: Es wird der Feminismus sein, der das Patriarchat wiederhergestellt hat.

(Bild: crl!/flickr.com)

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