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Weihnachten zum Besinnen

Donnerstag, 20 Dezember 2012 08:51 von Nando-​Dragan Augener
Geistiges zu Weihnachten Geistiges zu Weihnachten

Weihnachten steht vor der Tür und das Jahr liegt in seinen letzten Zügen. Eine Zeit, in der wir Menschen in uns gehen – könnte man meinen.

Leider ist die Weihnachtszeit auch eine Zeit, in der man viel Dekadenz und degenerierende Tendenzen wahrnehmen kann. Dazu muss man nur durch die Straßen schlendern und die hiesigen Weihnachtsmärkte besuchen. Wenn das buntbeleuchtete Kinderkarussell mit Partyhits beschallt wird, wenn es neuerdings Döner-​Weihnachtsmarktstände gibt, oder wenn der erste schwul-​lebsische Weihnachtsmarkt in Köln seine Pforten öffnet. Sexy Gay-​Unterwäsche am Weihnachtsstand. Rosafarbene Weihnachtsmänner sind auch mit dabei. Darauf hat die Welt gewartet! Dann doch lieber der von Coca-​Cola.

Verblasste Kirchen

Man muss kein Christ sein, um zu spüren, dass das heutige Geschehen nicht mehr dem Sinn der traditionellen Weihnacht entspricht. Weihnachten als Party. Kirchen verkommen zu Orten, in denen Spendengalas mit Versteigerungen stattfinden. Ein Schelm, wer an die Geschichte Jesu und die Tempelvertreibung denkt. Die Zeiten eines Karl Heinrich Waggerls und dessen besinnlicher Weihnachtserzählungen sind vorbei.

Fragen am Ende des Jahres

Schon so einige haben sich über konsumorientierte Weihnachten aufgeregt. Mehr als ein Kopfnicken oder Kopfschütteln erntet man sowieso nicht. Weg vom Rausch der Kalorien, hin zu einem weihnachtlichen Verständnis im Sinne von Gilbert Keith Chesterton: Weihnachten als „unsterbliches Abenteuer“. Deswegen kommt es darauf an, uns selbst am Ende eines Jahreszyklus den Fragen unseres abenteuerlichen Daseins zuzuwenden.

Wofür lohnt es sich einzutreten? Welche Spur wollen wir wie eine Furche durch den Acker des Lebens ziehen? Nicht jeder wird die gleichen Antworten finden. Wichtig wäre aber, dass jeder sich diese Fragen stellt. Hauptsache, jeder setzt sich für etwas Tiefgründiges ein und versucht den aufrechten Gang des Menschen.

Philosophieren unter dem Weihnachtsbaum

Weihnachten kann ein Empfinden von Freiheit und innerem Frieden hervorrufen. Frei können wir durch das uns berührende Metaphysische werden. Ansonsten bleiben wir nur allzu sehr irdisch gebunden. Durch das immer wiederkehrende Lichterfest werden wir an die Übersinnlichkeit erinnert. Wir sollten erkennen, dass der Bezug zum Geistigen immanent wichtig ist, um uns zu verorten im Kreislauf des Lebens. Weihnachten lässt sich als das Zusammenprallen von Unendlichkeit und Endlichkeit auffassen. Eine bedenkenswerte Perspektive.

(Bild: Adelina Horn/www.leipzig-leben.de/flickr.com/cc)

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