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Geschrieben von: Melissa Grimm
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Mittwoch, den 21. April 2010 um 07:57 Uhr |
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Der am 15. April erschienene Film Coco Chanel & Igor Stravinsky, welcher nur in ausgewählten Kinos läuft, setzt dort ein, wo bereits der letzte Coco-Chanel-Film Beginn einer Leidenschaft aus dem Jahre 2009 aufhört, nämlich zum bereits erreichten Höhepunkt ihrer Karriere.
Zwei Künstler treffen aufeinander Sie (Anna Mouglais) war aus der Modewelt nicht wegzudenken und machte die Menschen mit ihren Kreationen glücklich. Er (Mads Mikkelsen) hingegen verzauberte die Mitmenschen mit seiner Musik. Beide waren im frühen 20. Jahrhundert sehr populär. So musste es dazu kommen, dass sie aufeinandertreffen. Wir schreiben das Jahr 1913 und beide halten sich zu diesem Zeitpunkt in Paris auf. Igor Stravinsky präsentiert seine neueste Komposition: Le sacre du printemps im Théâtre des Champs-Elysée. Doch die oberen 10.000 der französischen Gesellschaft sind noch nicht bereit für so viel Modernität. Die Menge ist im Aufruhr, nur Coco Chanel schaut sich amüsiert die empörten Menschen an. Sieben Jahre später geht es weiter mit den beiden. Coco Chanel gehört zu den reichen Frauen, während Igor Stravinsky nach der Misere in Paris im russischen Exil lebt. Gutmütig wie sie ist, lädt Coco den ruinierten Mann auf ihren Landsitz ein, seine gesamte Familie ist natürlich auch willkommen. So bringt Stravinsky auch seine bettlägerige Ehefrau mit, die Cocos großzügige Ader schnell zu spüren bekommt. Ein Hin und Her zwischen Gefühlen und der Pflicht Schnell spürt man die sexuelle Anspannung zwischen den beiden Künstlern, welche schnell im Bett endet. Coco ist für Igor die Frau sexueller Begierde, die Eleganz, Erotik und Erfolg zugleich verkörpert. Doch er kann sich nicht von seiner Frau Catherine (Elena Morozova) losreißen. Immerhin ist sie diejenige, die die Stravinsky-Familie zusammenhält und ihn bei seinen Kompositionen assistiert. Schlicht unersetzlich ist sie für ihn und er auch für sie, denn immerhin ist sie auf seine Hilfe und Pflege angewiesen. Die Beziehung zwischen den beiden und das Schicksal der Catherine scheint schnell interessanter für den Zuschauer, als die Affäre zwischen Coco Chanel und Igor Stravinsky. Sie wird schnell zu einer Nebensache. Bloß eine biografische Kreuzung Letzlich behandelt der Film bloß ein biografisches Fragment beider Künstler. Warum genau diese Geschichte vom Regisseur Jan Kounen verfilmt wurde, bleibt unklar. Weder ist diese Geschichte für die Coco Chanel-Fans relevant, noch steckt eine tatkräftige Aussage dahinter. Im Endeffekt ist dieser Film reine Unterhaltung für all diejenigen, die auf Dramen und vor allem auf die berühmte Modedesignerin stehen. Bild: PA CO
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