Startseite Gesichtet Grundsätzlich und Grundlegend XI: Die geheimen Akteure und Motive des Gender Mainstreaming
Grundsätzlich und Grundlegend XI: Die geheimen Akteure und Motive des Gender Mainstreaming PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: André Rebenow   
Donnerstag, den 02. Februar 2012 um 18:16 Uhr

Mittlerweile ist jedem, der dafür ein wenig Interesse zeigt, bekannt, was Gender Mainstreaming (GM) bedeutet und was damit bezweckt werden soll. Dennoch stößt selbst im öffentlichen Leben der Begriff auf erschreckend viel Unkenntnis. Damit im Zusammenhang stehende Auswirkungen und andere Bemühungen ideologisierender Art von Politik und Staatsführung, die das Bewußtsein und Denken der Menschen verändern sollen, liegen bereits vor der Haustür: die Feminisierung der Sprache und des Bildungssystems, die political correctness und ständige Angriffe gegen Religion und Kirche, so sie christlich sind.

Gegenargumente beantworten Anhänger von GM oft mit der Gleichsetzung von Konservativen und Rechtsradikalen. Und dies, obwohl Konservative heute im Gegensatz zu Rechtsradikalen nicht einmal eine Partei haben, die sie guten Gewissens wählen könnten.

Staat und Medien verschweigen die weibliche, psychische Gewalt im Haus

Aus der Herabsetzung der Männer folgt die  Entrechtung der Väter, die in Scheidungskriegen oft physisch, psychisch und sozial zerstört werden. Solche Fälle reichen bis zur Zerstörung der Familie und Falschdarstellungen bei häuslicher Gewalt bzw. Verharmlosung und Nichterwähnung weiblicher Gewalt. So fällt es schwer daran zu glauben, es sei alles nur ein Zufall oder „irgendwie aus dem Ruder gelaufen“.

Angeblich soll heute alles gerechter gemacht werden. Eine Gesellschaft aber gerechter machen zu wollen, impliziert natürlich, daß es vorher ungerecht gewesen sein muß. Der Anspruch, die Gesellschaft „gerechter“ zu machen bedeutet, daß alles, was sich bis dahin entwickelte, was den verschiedenen Aufgaben verschiedener „Bevölkerungsschichten“ entsprach, plötzlich als ungerecht gilt. Dies betrifft selbst die unterschiedlichen Aufgaben der Geschlechter, die aus deren Verschiedenheit entspringen und auf ihr basieren. Ein Staat, der sich nicht mit der „üblichen“ Macht eines Staates zufrieden gibt, sondern Macht bis ins Denken jedes Einzelnen ausüben will, geht von Anfang an den Weg einer Diktatur. In letzter Konsequenz geht es damit um die absolute Macht über den Menschen ? via sexueller Umerziehung.

Auch vor GM mussten Männer ebenso wie Frauen gleichermaßen Verantwortung tragen

Bei jeder Gelegenheit wird thematisch angeführt, daß Frauen kein Wahlrecht hatten. Den Männern ging es für lange Zeit nicht anders. 1871 wurde das Allgemeine Wahlrecht im Deutschen Reich eingeführt. Männer durften nun wählen. Das Frauenwahlrecht ließ nicht lange auf sich warten: Es zog 1918 nach. Weiter wird gern angeführt, daß Frauen früher ihren Mann fragen mußten, wenn sie einer beruflichen Tätigkeit nachgehen wollten. Männer mußten damals ihren Chef fragen, ob sie heiraten durften. Jede der angeblichen Frauenbenachteiligungen hatte ein entsprechend verantwortungsvolles Pendant auf der Seite der Männer. Letztlich sind die Einschränkungen und Bevormundungen im Prozeß anfänglich vorsichtiger Demokratisierungsversuche abgeschafft worden. Erst für die Männer, danach für die Frauen. Das hat seine Ursache darin, daß Männer zu allen Zeiten ihren natürlichen Aufgaben gemäß im Außenbereich von Familie und Gesellschaft tätig waren.

Die Auflösung klassischer Geschlechterrollen spielt dem Staat in die Hände

Das heute herrschende System hat ein großes Interesse daran, daß möglichst alle Frauen in Berufe gedrückt werden. Nichts einfacher als ihnen eine Ungerechtigkeit zu suggerieren, was dazu führt, daß die Frauen „ausbrechen“ und einem Beruf nachjagen wollen. Ebenso wollen sie wie Männer dort verständlicherweise Erfüllung finden. Gleichzeitig aber wundern sie sich, wenn vor allem die Männer sie nicht mehr als Frau behandeln.

Dem Staat ist das recht: Einerseits bringt er Frauen in Arbeit und kassiert von ihnen ebenfalls Steuern und Abgaben. Andererseits erhält er die durch kognitive Dissonanzen geschaffene Unzufriedenheit. Er redet ihnen ein, diese nur durch Karriere oder durch Trennung von der Familie in den Griff zu bekommen. Das funktioniert natürlich nicht. Doch das Krisenpotential wird erhalten und angeheizt. Einen weiteren nicht zu unterschätzenden Punkt gönnt sich der Staat: Die Kinder. Wenn beide Eltern arbeiten, müssen die Kinder irgendwo betreut werden. So werden Kinderkrippen und -gärten eingerichtet und zur Ideologisierung von klein auf genutzt.

Der Denkfehler des GM: Ungleichheit bedeutet Ungerechtigkeit

Die Kinder werden heute von klein auf mit ideologischem Müll, vor allem mit der Ideologie der Gleichheit vollgestopft. Man macht sie orientierungslos, besonders die Jungen. Sie werden in einer Art und Weise „erzogen“, dank derer sie unfähig bleiben, sich mit ihrem Geschlecht zu identifizieren und sich als Jungen wohlzufühlen. Doch Wissenschaft und Technik befinden sich fest in männlichen Händen. Das würden die Vertreter der Gender-Ideologie gern ändern. Es schwebt ihnen eine 50/50-Parität, also gleicher Männer- und Frauenanteil, in allen Lebensbereichen vor, eben auch im Bereich Technik und Forschung. Daß es Bereiche gibt, in denen ein weit höherer Frauenanteil vorherrscht, z. B. im Bildungssystem, scheint wiederum nicht so wichtig zu sein.

Dem GM liegt ein Denkfehler zugrunde: Ungleichheiten, die bestehen, weil die Geschlechter weder körperlich noch seelisch identisch sind, werden als Ungerechtigkeiten definiert. Das ist der Ansatzpunkt des GM. Doch wenn der Ansatzpunkt einer Theorie schon auf einem Irrtum basiert, kann  alles Weitere nicht besser sein kann. Nach GM muß man nur die gesellschaftlichen Strukturen verändern und man erhält einen neuen Menschen. So soll auch das Geschlecht nur anerzogen und Ergebnis der sozialen Rolle sein. Verändere also die Rolle und du erhältst ein anderes Geschlecht. Doch die simple Gleichung will nicht aufgehen.

Die „positive Diskriminierung”: Männern wird nichts gegönnt

Die Bundesrepublik läßt sich die Umerziehung viel Geld kosten. Jährlich verteilt Vater Staat Milliardenbeträge. So werden hohe Geldsummen in Programme investiert, die Mädchen in technische Studiengänge bringen sollen. Mädchen sollen Ingenieure und wenig später Chef ihrer eigenen Handwerkerfirma werden. Andererseits möchte man Jungen in minder bezahlte Berufe bringen, sie sollen nicht Arzt, sondern Pfleger, nicht Ingenieur, sondern Hilfsarbeiter, nicht Chef, sondern Reinigungskraft werden. Die Anstrengungen, die staatlicherseits unternommen werden, wie z. B. jener grenzenlose Frauenförderwahn, reichen längst nicht aus, um eine Parität in der Verteilung männlich-weiblich in allen Bereichen, zu erreichen. So gingen die Gender-Ideologen einen weiteren  Schritt und erfanden die positive Diskriminierung. Wenn Frauen nicht Chef sein können, weil sie vielleicht nicht die Ausbildung haben, weil ihnen das Leistungsniveau fehlt, dann sollen Männer das auch nicht.

Der EU-Gerichtshof macht Männerdiskriminiereung möglich

1997 wurde vom Europäischen Gerichtshof im „Leitfaden zur Bewertung geschlechterspezifischer Auswirkungen“ festgehalten, daß die Ungleichbehandlung von Männern und die Förderung von Frauen eine positive Aktion sei, denn sie diene dazu Frauen die beruflichen Wege zu ebnen. Auch, wenn sie ein nicht so hohes Ausbildungsniveau vorweisen könnten, wie ein entsprechender männlicher Bewerber, sollen sie führende Positionen besetzen.

Die staatlichen Schulen machen es den Jungen bewußt schwer. Die Lehrinhalte und die Art der „Wissens“-vermittlung sind dergestalt verändert worden, daß sie an den Ansprüchen der Jungs vorbei gehen. Sachbücher, Comics, Geschichten mit positiven männlichen Protagonisten tauchen bei schulischem Lesestoff nicht auf. Es gibt kaum Jungenbücher, dafür aber tonnenweise Mädchenbücher. Die Benachteiligung von Jungen in der Leistungsbewertung macht die Mädchen nicht besser. Aber zusammen mit der Abschaffung bzw. Aufweichung des Leistungsprinzips lassen sich nun auch Noten „nach Gefühl“ verteilen, etwa mit der Bemerkung „Sie hat sich sehr bemüht. Das ist eine 1 wert.“ Und dies geschieht auch, wenn die Leistung längst keine 1 war. Im Gegensatz bekommen Jungen für gleiche Leistungen im Schnitt eine schlechtere Note.

Ritalin soll die Wut benachteiligter Jungen senken

Dazu kommt die Austreibung typisch männlichen Verhaltens. Wenn sich Jungen nicht mehr körperlich messen dürfen, wenn sie geistig nicht gefordert werden, kocht irgendwann der Kessel über. Das beschert uns so ziemlich alles, von Aggressionen bis hin zu Autoaggressionen. Die politisch korrekte Antwort darauf heißt Ritalin. Ein Amphetamin, das verschreibungspflichtig ist und dem Betäubungsmittelgesetz unterliegt. Es soll die Aufmerksamkeit steigern, Müdigkeit vertreiben, Blutdruck und Puls steigen. Ritalin heilt nicht, es ist kein Therapeutikum. Es unterdrückt Symptome, muß also ständig genommen werden. Spätfolgen sind Drogenabhängigkeit, die dazu gehörende Kriminalität der Beschaffung, Körperverletzungen, Suizide, schwere psychische Erkrankungen. Kein rühmliches Ergebnis von einer angeblichen Wunderdroge.

Es bringt nichts, sich auf die Euphemismen der Politiker einzulassen. Nicht umsonst verlieren sie kein Wort über GM. Bekannt sein dürfte ihnen die sexuelle Gleichschaltung inkl. der Folgen schon längst.

Literaturhinweise:

- MANNdat e. V. zu GM

- „Befreiungsbewegung für Männer“ agens e. V., Hrsg. E. Kuhla

- „Medusa schenkt man keine Rosen“ von Michail A. Xenos

- „The Gender Agenda“, Dale O’Leary

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