Startseite Rezension Nils Koppruch wirft mit seinem neuen Album CARUSO die Kernsatzmaschine an
Nils Koppruch wirft mit seinem neuen Album CARUSO die Kernsatzmaschine an PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Benjamin Jahn Zschocke   
Freitag, den 20. August 2010 um 12:35 Uhr

CARUSOEs gab einmal eine Band, die Fink hieß und zwischen 1996 und 2005 sieben deutschsprachige und fein arrangierte Alben herausbrachte. Deren Kopf hieß Nils Koppruch und trägt heute einen Bart.

Wer die Musik von Nils Koppruch mag, lässt gern Drachen steigen, liebt Kinder, Vögel und Spätsommernachmittage, kocht gern Marmelade und verschenkt sie mit Freude und selbstgebastelten Schildchen (mit Jahr und Sorte) an Freunde und Bekannte.

Im August 2010 erschien ein deutschsprachiges und fein arrangiertes Soloalbum mit dem kryptischen Titel CARUSO, das von Kritikern verdächtigt wurde, weil sie darin geheimnisvoll künstlerische Botschaften an unbekannte Adressaten vermuteten.

Nils Koppruch verkleidet sich gern mit dem Pseudonym SAM und ist in dieser Rolle ein erfolgreicher Maler.

Nach der Auflösung von Fink brachte deren ehemaliger Kopf 2007 das kryptische und fein arrangierte Soloalbum DEN TEUFEL TUN heraus, was düster war und melancholisch.

Einige sehr einprägsame Cover der Band Fink wurden von einem Maler gestaltet, der sich geheimnisvoll SAM nannte. Bis heute ist ungeklärt, wer SAM genau war.

Nils Koppruch gibt konspirative Küchenkonzerte und macht die Frauen damit ganz wild.

Es wird vermutet, daß ein gewisser Maler aus Hamburg, der sich SAM nennt, unter dem kryptischen Pseudonym Nils Koppruch mehrere deutschsprachige und fein arrangierte Alben herausgebracht hat, zuletzt CARUSO.

In Wirklichkeit sitzt Nils Koppruch am See unterm Vollmond und wünscht sich, Du wärst mit ihm da.

Das erste Album der Band Fink hieß VOGELBEOBACHTUNG IM WINTER und einige Kritiker vermuteten hinter dem kryptischen Titel eine geheime Botschaft, die nie entschlüsselt werden konnte. Weitere Albumtitel waren LOCH IN DER WELT, MONDSCHEINER, HAIKU AMBULANZ und BAM BAM BAM.

Fink sangen gern über Shuffle und Kompott, Liebe und Sonntagnachmittage auf dem Dorffest und wollten nie ganz groß rauskommen. Sie sagten und spielten immer nur das, was zu sagen und zu spielen war, und Nils Koppruch tut das noch immer.

Nils Koppruch macht genau das, was Kunst tun soll: statt abstrahieren sich mit dem Menschen beschäftigen, sich über das Leben wundern, die Liebe preisen und Trost spenden.

Auch nach der Auflösung von Fink konnte Nils Koppruch nicht anders, als Kunst zu produzieren. Er ist im positiven und schöpferischen Sinne rastlos.

CARUSO ist ein sehr gutes Album geworden.

„Kirschen (wenn der Sommer kommt)“:

 
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