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Geschrieben von: Christoph Rothämel
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Mittwoch, den 13. Oktober 2010 um 08:06 Uhr |
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Auf Klett-Cotta ist Verlass: Sieben Jahre nach Ernst Jüngers Tod bringt dessen Hausverlag erstmals seine Kriegstagebücher aus den Jahren 1914 bis 1918 auf den Buchmarkt. Bibliophil aufgemacht, im Originaltext unverändert und reichlich kommentiert sind diese nun für jedermann erwerbbar. Es klingelt am Vormittag. Es ist der Paketdienst. Rasch wird die Pappverpackung der Büchersendung aufgerupft, um die Vorfreude endlich stillen zu können. Wie erwartet befindet sich in der Lieferung Ernst Jüngers Kriegstagebuch aus dem Ersten Weltkrieg. Dieses diente als Vorlage für das berühmte „In Stahlgewittern“ und steht als Kriegsbuch von konservativer Seite solitär neben Erich Maria Remarques „Im Westen nichts Neues“.
In dieser Edition findet sich der Originaltext von Jüngers Kriegsaufzeichnungen inklusive der Fehler, Schreibunsicherheiten und Streichungen. Die archivierten Originalunterlagen wurden vom Herausgeber Helmuth Kiesel gesichtet und nach Möglichkeit eins zu eins auf die Neuausgabe übertragen. Damit erwartet den Leser ein weitgehend unverfälschter Einblick in Jüngers aufgeschriebene Erlebnisse. Hohe Qualität für Bücherfreunde Das Buch wird in einem verzierten Umschlag aus Pappe ausgeliefert, ist wie üblich bei Klett-Cotta mit einem Lesebändchen ausgestattet und hochwertig gebunden. Die Ausgabe enthält außerdem Jüngers Käferbuch aus den Kriegsjahren sowie eine umfassende Kommentierung, die dem Leser die Einordnung der geschilderten Begebenheiten erleichtern soll. Einziger Wermutstropfen ist der stolze Preis, der aber für eingefleischte Jünger-Fans kein Kaufhindernis darstellen wird. Helmuth Kiesel (Hsrg): Kriegstagebuch 1914 – 1918. Klett-Cotta 2010. 1. Aufl. gebunden ohne Schutzumschlag, Faksimiles. 655 Seiten. 33,90 Euro
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