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Grüne Gleichschaltung

Montag, 04 November 2013 08:20 von Robin Slupinski

Schon auf dem Zwischentag sorgte Edgar L. Gärtners Buch „Öko-​Nihilismus“ für Diskussionsstoff. Robin Slupinski hat für uns einen Blick in das Werk geworfen.

In Öko-​Nihilismus 2012 – Selbstmord in Grün beschreibt Edgar L. Gärtner die „Gleichschaltung des Denkens“ anhand der Ideologie des angeblich vom Menschen verursachten Klimawandels und dessen politischernKonsequenzen.

Die Hinterfragung des Treibhauseffektes: ein Tabu

Gärtners Auffassung zufolge ist der vom Weltklimarat IPCC (Intergouvernemental Panel on Climate Change) und dessen Gefolgschaft (Al Gore and Friends) propagierte Treibhausgaseffekt per se ideologisch und unwissenschaftlich. Dieser trage mittlerweile die Züge einer monotheistischen Religion und stehe damit im krassen Gegensatz zur rationalen Wissenschaft.

Anders als empirische Untersuchungen basiere diese Theorie auf Computersimulationen mit unzähligen Parametern, durch deren Vielzahl die Ergebnisse nie und nimmer als realistische Prognose angenommen werden könnten. Zur Untermauerung führt Gärtner zahlreiche Belege an, beispielsweise dass Kohlenstoffdioxid nur ein drittrangiger Parameter für das Klima ist, hinter Wasserstoff und Sauerstoff und damit nicht maßgeblich ausschlaggebend für die Temperaturveränderung.

Manipulierte und unvollständige Messergebnisse

Vielmehr sei es so, dass eine Erhöhung der durchschnittlichen Erdtemperatur einen höheren Kohlenstoffanteil in der Erdatmosphäre bedinge und nicht umgekehrt. Apropos durchschnittliche Erdtemperatur: eine solche, die stets als Indikator der globalen Erderwärmung herangezogen wird, gibt es nur theoretisch. Diese sei zudem aufgrund der global vorhandenen Unterschiede belanglos.

Darüber hinaus werde jene durch die gezielte Selektion von Messstationen manipuliert. Der sogenannte Treibhausgaseffekt, nach dem das Kohlendioxid wie die Glasscheibe eines Gewächshauses das Entweichen von Wärme aus der Atmosphäre verhindert, sei somit wissenschaftlich nicht verifizierbar.

Gärtner sieht den Grund für Klimaveränderungen vor allem in der Veränderung der Sonnenaktivität. Vorfälle wie die Climategate Affäre aus dem Jahr 2009, durch welche die Manipulation von Forschungsdaten publik wurde, stützen Gärtners These.

Auf den Kalten Krieg folgt der Klimawandel-​Sozialismus

Die politischen Konsequenzen aus der Klimawandel-​Ideologie stellen für Gärtner einen globalen Sozialismus dar. Dreh– und Angelpunkt sind dabei diverse Klimakonferenzen wie die in Rio de Janeiro 1992 oder Kyoto 1997. Ideologisch reihe sich der Klimawandel an den Kalten Krieg an.

Nicht ohne Grund hätten zahlreiche Rüstungskonzerne mittlerweile Tochterunternehmen im erneuerbaren Energiesektor. Nota bene: auch zahlreiche Bundestagsabgeordnete gründeten fraktionsübergreifend Unternehmen, um von den selbst verabschiedeten Erneuerbare-​Energien-​Gesetzen (EEG) zu profitieren. Letztendlich gehe es darum, zumindest einen staatsfinanzierten Sektor zu haben, der sich auf ein Feindbild konzentriert. Ausführlich erläutert Gärtner deshalb, dass das gesamte Vorhaben der Energiewende alles andere als nachhaltig ist, und nicht zuletzt den finanziellen Ruin mancher Volkswirtschaften bedeuten kann.

Wer nicht mitmacht ist Rechtspopulist

Gärtner argumentiert wirtschaftsliberal, so beruft er sich am häufigsten auf Friedrich August von Hayek. Es gebe heutzutage keinen herrschaftsfreien Diskurs. Alle in Auftrag gegebenen Studien seien ergebnisorientiert. Dies führe gar so weit, dass die freie Wissenschaft – je nach Ergebnisse – im Verdacht stünde, rechtspopulistisch oder gar faschistoid zu sein. Dieses „nicht zu glauben, was ist“ (Albert Camus), begründet seine These vom Öko-​Nihilismus. An der politischen und medialen Elite lässt er deshalb kein gutes Haar, wobei er der Letzteren eher eine skandalisierende, wenn auch passive Rolle zugesteht.

Auch wenn Gärtners Thesen an der einen oder anderen Stelle ein Beleg mehr nicht hätte Schaden können, ist dieses sehr vielseitige Buch lesenswert. Durch die historische, philosophische, (meta-)politische und naturwissenschaftliche Bearbeitung des Themenkomplexes hat Gärtner eine sehr umfassende Abhandlung geschaffen, die in der Gesamtschau keinen Zweifel daran lassen kann, dass auch hier das Volk hinters Licht geführt werden soll.

Edgar L. Gärtner: Öko-​Nihilismus 2012 – Selbstmord in Grün. 317 Seiten, TvR Medienverlag 2012. 19,90 Euro.

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