Umvolken - Entvolken - Einvolken

14-07-2009 von Albert von Königsloew


Die deutsche Sprache hält für den Prozess der Überfremdung und der Entfremdung von der eigenen Kultur eine ganze Reihe schöner Wörter bereit. So hat sich mittlerweile der Begriff “Umvolkung” als bedeutungsähnlich zu ”Überfremdung” in der nonkonformen Publizistik etabliert. Dem Begriff ”Überfremdung” wohnt ein eher passives Hinnehmen der Landnahme fremder Völker inne. Hingegen betont das Wort “Umvolkung” die aktive Komplizenschaft der politischen Eliten am Prozess der Überfremdung.

Die Worte “entvolken” und “einvolken” hört man jedoch relativ selten. Zum ersten Mal hörte ich die beiden Wörter vor ca. 4 Jahren aus dem Mund eines jungen Nationalen, der sich die Aufgabe gesetzt hatte, die “entvolkten” Jugendlichen eines Berliner Plattenbaughettos wieder “einzuvolken.” Darunter verstand er, mit einer Gruppe von ca. 30 MTV-sozialisierten Plattenbaukindern im Berliner Umland wandern zu gehen und abends beim Lagerfeuer bündische und nationale Lieder zu klampfen und ihnen aus unserer Geschichte zu erzählen. Sinn der Sache: den Jugendlichen das deutsche kulturelle Erbe und Identität zu vermitteln. Leider weiß ich nicht, was daraus geworden ist; ich höre nur noch selten von ihm und seiner Gruppe.

Jedoch ist mir sein Anliegen im Gedächtnis geblieben: Er war der Meinung, daß Eigeninitiative her müsse, wenn der deutsche Staat das Bedürfniss nach Identität nicht mehr stillt; immerhin hat der Schutz der deutschen Identität Verfassungsrang. Wenn in den Schulen jungen Deutschen ein negatives Selbstbild vermittelt wird, müsse man dem im Privaten eine nationale Selbsterziehung entgegensetzen.

Noch faszinierender war seine historische Interpretation: Er verglich die 1990er mit den 1890er Jahren. Als Ende des 19. Jahrhunderts die Industrialisierung Tausende Bauernsöhne aus den Dörfern in die Städte lockte, unterschätzten Deutschlands Kirchen und das deutsche Bürgertum die Bedeutung der Urbanisierung. Das Resultat: Hunderttausende junger Industriearbeiter wuchsen um 1900 in den Mietskasernen des Ruhrgebiets und der großen Industriestädte ohne jede bürgerliche und christlich-kulturelle Sozialisation auf. Dennoch begannen die Arbeiter, sich selbst kulturell zu organisieren. Dies war die Geburtsstunde der deutschen Arbeiterbewegung mit einer eigenen Arbeiterkultur (Volksbühnen, Arbeiterdichter, Proletkult) aus kämpferischem Atheismus (Jugendweihe) und antibürgerlichem Ressentiment.

Der junge Nationale war der Ansicht, daß sich dieser Prozess in unserer Zeit wiederhole. Die Deindustrialisierung/Globalisierung bewirke, daß den einstigen Arbeitern die Fabrik als sozialen Interaktionsraum nehme und sie, sozialstaatlich alimentiert, auf ihre vier Wände beschränke. Dadurch kämen die Arbeiterkinder nur noch mit der identitätsfeindlichen Schule und dem Unterschichten-TV in Berührung. Auch hier und heute werde sich wieder eine eigene Kultur ausbilden. Diesmal speise sie sich wieder aus antibürgerlichem Ressentiment und Versatzstücken des Unterschichten-TV. Da dieser Schicht eine gewachsene, kulturelle Identität vorenthalten werde, seien sie anfälliger für Mischehen, Kevinismus und Suff. Mittelfristig werde in den Plattenbaughettos eine vernegerte Population tätowierter Hartz-IV-Abhängiger entstehen – eine “Treibsandbevölkerung”, die mangels Identität rastlos jeder Mode hinterherhechelt und anfällig für jedes noch so dürftige Identitätskonzept ist.

Eine realistische Prognose?

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  1. lord albertros von nasehoch sagte:

    mensch, dieser junge nationale, der scheint aber ein schlauer bursche zu sein… ein bekannter eines verwandten meines opas väterlicherseits pflegte immer zu sagen: mit den kühen verhält es sich wie mit den menschen. sie leben und sie sterben und zwischendurch produzieren sie jede menge scheiße. das is ne lebensweisheit, die ich hier und jetzt in einen wunderschönen artikel auswälzen könnte, aber ich lass es lieber. was ich damit sagen will ist dir hoffentlich klar. und jetzt geh in den stall und reite deinen schönsten zuchthengst aus, lord kacke.

  2. Calito sagte:

    Das ist keine Prognose, sondern bereits fortschreitende Realität.

    Allerdings sollten zusätzliche Aspekte noch erwähnt werden. Beispielsweise natürlich die unumgängliche Präsenz des Islams als Ersatz-Leitkultur (außer du sprichst von Ost-Berliner Plattenbauten oder Plattenbauten in den neuen Bundesländern, dort entfällt dieser Aspekt). Da Deutsche sozusagen keine Identität vermittelt bekommen, erkennen viele eben den Islam als die ihre an. Dieser füllt das Wertevakuum und vermittelt eine junge Vitalität, die den zahnlosen Kirchen heute nunmal fehlt. Konversionen sind vor allem hier sehr häufig.

    Allerdings führt die Annahme der Islamisierung als Leitkultur nicht zwangsläufig zur Konversion, sondern größtenteils "nur" zur Adaption türkisch-arabischer Verhaltensnormen (Bruderküsschen), Sitten (Shisha-Rauchen oder das Hören orientalischer Musik) und Erscheinungsweisen (Goldkettchen, Tyson-Schnitt, ...).

    Natürlich gibt es auch in den Unterschichten Deutsche, die sich davon abgrenzen. Die einen – jedoch in Westdeutschland nur sehr sehr wenige – driften in den Rechtsextremismus ab. Andere betonen vage ihren Patriotismus und ihre Ablehnung von Überfremdung und Islamisierung. Diese Bekenntnisse sind jedoch wenig fundiert und vage. Im Zweifelsfalle verschweigen sie ihre Meinung und bekunden diese ausschließlich im Kreis ihrer Vertrauten, die eben größtenteils auch das gleiche Schicksal teilen. Dies führt zur gezielten sozialen Isolierung des Deutschen, der sich nicht in die Überfremdung "integriert". Unterschichts-Patrioten, wie ich sie mal nenne, frönen ansonsten aber einen ähnlich dekadenten Lebensstil, wie er im Beitrag von AvK beschrieben wurde. Es fehlt halt einfach die identitätsstiftende Leitung und Erziehung…

    Was mir kürzlich Mut machte: Vor geraumer Zeit sah ich bei PI-news ein Video zu einer – von der Pro-Bewegung initiierten – Anti-Moschee-Demo in Leverkusen. Zu sehen waren mehrere deutsche Jugendliche aus dem sozialen Brennpunkt, wo eine weitere Großmoschee gegen den Willen der Deutschen durchgeboxt werden soll. In breitestem "Kiezdeutsch" bekundeten diese mit Anti-Moschee-Schildern auf der Demo, dass sie "nichts gegen Ausländer/Muslime hätten", die Überfremdung allerdings für Deutsche mittlerweile unerträglich sei. Außerdem dürften Christen "dort" auch keine Kirchen bauen. Ich bewunderte ihren offenen Mut, dies so offen vor der Kamera zu sagen.

    Einige Tage später kamen Berichte auf, wonach ein paar dieser jungen Deutschen erkannt, und von Muslimen bedroht wurden.

    Was ich damit aber sagen will: Auch, oder vllt gerade dort, wo man Islamisierung und Überfremdung am meisten abbekommt, regt sich durchaus was. Hier ist Potenzial. Die soziologische Betrachtung der Lebensumstände in multikulturellen Brennpunkten, aber auch in mitteldeutschen Plattenbauvierteln (wobei ich bei letzterem nicht von eigenen Erfahrungen sprechen kann), sollte in unseren Überlegungen hohen Stellenwert haben!

  3. reconquista sagte:

    So wird umgevolkt:

    http://de.tinypic.com/r/5f3uk7/3

  4. Cherusker sagte:

    @calito
    "Da Deutsche sozusagen keine Identität vermittelt bekommen, erkennen viele eben den Islam als die ihre an.(...)"

    Mal ernsthaft. Wo und wie erkennen Deutsche (!) denn ernsthaft den Islam als ihre "eigene Identität" an? Ich lebe selbst in einer total überfremdeten Region, aber habe noch nie auch nur einen Deutschen getroffen, der den Islam als Teil einer "deutschen identität" betrachtet hätte. Konvertiten oder Frauen aus dem Grünen-Milieu mit türkischen Lebensabschnittsgefährten mal ausgenommen. Ganz so weit ist es also noch nicht.

    "Allerdings führt die Annahme der Islamisierung als Leitkultur nicht zwangsläufig zur Konversion, sondern größtenteils "nur" zur Adaption türkisch-arabischer Verhaltensnormen (Bruderküsschen), Sitten (Shisha-Rauchen oder das Hören orientalischer Musik) und Erscheinungsweisen (Goldkettchen, Tyson-Schnitt, ...)"

    Das ist doch allenfalls bei jugendlichen Unterschichtlern zu beobachten. Welcher deutsche Abiturient läuft im Bushido-Look herum?

    @AvK

    Die Prognose Deines jungen Nationalen trifft 100% zu. Nur muss man dazu sagen, daß sich auch die türkische u. arabische Unterschicht nicht anders gibt und verhält, obwohl sie ja durchaus über nationale Identität verfügen dürfte. Es handelt sich also vielleicht eher um ein Phänomenen der Proletarisierung.

  5. Calito sagte:

    Nein Cherusker, ich habe nicht gemeint, dass Deutsche in den Unterschichten den Islam als "ihre Kultur" anerkennen, sondern, dass diese den Islam als einzig präsente Leitkultur wahrnehmen.

    Und ich habe vor einigen Monaten Abitur gemacht. Sicher, ganz so schlimm wie in Hauptschulen ist es da natürlich nicht, aber ein dezenter Bushido-Look ist auch hier anzutreffen. Wie gesagt, auch bei Deutschen. Evtl. dürfte (wenns noch klappt) in der kommenden JF ein Artikel von mir zu diesem Phänomen erscheinen.

  6. Cherusker sagte:

    @Calito

    " (..)ich habe nicht gemeint, dass Deutsche in den Unterschichten den Islam als "ihre Kultur" anerkennen, sondern, dass diese den Islam als einzig präsente Leitkultur wahrnehmen. "

    Das dürfte m. E. daran liegen, dass sich Türken und Araber in der Unterschicht massieren und quantitativ diese dominieren. Ein grosser Teil der deutschen Unterschicht ist in der BRD der Aufstieg in die Mittelschicht geglückt. Der Teil, der es nicht gepackt hat, geht in der Masse der Orientalen einfach unter und übernimmt natürlich teilweise deren Kultur, wie zB. Shisha-Rauchen und Bushido-Look.

    Generell glaube ich, dass der islam in dieser hedonistischen Spassgesellschaft keine Anziehungskraft auf die ethnodeutschen Massen ausüben wird. Einige wenige Sinnsucher mal ausgenommen. Dazu ist diese Religion zu archaisch und zu streng. Allein schon das Alkoholverbot.

    "Sicher, ganz so schlimm wie in Hauptschulen ist es da natürlich nicht, aber ein dezenter Bushido-Look ist auch hier anzutreffen. "

    Nach meiner Beobachtung ist das vor allen bei deutschen Jugendlichen der Fall, die sich in der Freizeit in Sportvereinen herumtummeln, die praktisch ausschließlich von Orientalen frequentiert werden. Sprich Fußball oder manche Kampfspotarten wie Boxen/Kickboxen. Paradebeispiel war doch die U21 im Fußball. Die Quoten-Deutschen haben, wie dem ein oder anderen Presse-Porträt zu entnehmen war, komplett die Kultur der Orientalen und Neger übernommen: Bushido-Look, Goldkettchen, Baggy-Jeans, Hören von "Black Music" u. ä. Der ganze Habitus scheint sich ihnen angeglichen zu haben.

  7. O sagte:

    @ Cherusker
    Für die nächsten Jahrzehnte wird sich der Islam sicher nicht als Leitkultur durchsetzen, auch nicht in der Unterschicht, da hast Du bestimmt recht. Aber eine Vermischung der Kulturen findet statt und das reicht vorerst auch: Alkohol und Partyhedonismus (zumindest mit westlichen Frauen, "Deutschenhure", "Spermaeimer"...) gemischt mit orientalischen Kulturelementen (Männer küssen sich auf die Wange usw.), Gewaltkult, Prollkult, Hiphop, Goldkettchen, "Reschpekt" vor "Allah und Muhammed, seinem Propheten".
    Ob in 75-100 Jahren Europa so islamisiert sein wird, wie die Türkei heute, das wird sich zeigen. Derzeit braucht der Islam sich nur in, äh, "Traditionskompanien" zu behaupten, die sich nicht integrieren und stattdessen "Sezession" üben… Das sind die Keimzellen. Mit dem Unterschied, dass der Islam über den gesamten Nahen Osten (Iran, Afghanistan, Pakistan, Saudi Arabien usw.) als kulturellen Rückzugsraum verfügt, strenge unverrückbare Dogmen besitzt (Koran, Haditen, vier Rechtsschulen usw.) und weltweit über 1 Milliarde Mitglieder hat. Integration der "europäischen Moslems" in die abendländische Kultur ist da eher unwahrscheinlich.

    Wenn ein Deutscher Hartz-4 Empfänger neben Alkohol und Hedonismus dann auch noch einige Kulturelemente der Orientalen übernimmt, vielleicht sogar "Reschpekt" vor "Allah und Muhammed, seinem Propheten" lernt, dann ist diese Multikulti-Melange, dieser kulturell-moralische Relativismus, kein Beweis für die Resistenz des Westens vor der Strenge des Islam, sondern das sind Speerspitzen der Orientalisierung und Überfremdung. Beziehungsweise die Saat, die in einigen Jahrzehnten mal voll aufgehen könnte (zu spät wird es schon vorher sein!).

  8. O sagte:

    Die orientalischer Kultur, in deren Zentrum und an deren Spitze der Islam steht, kann zur führenden Kultur werden, ohne dass jeder Unterschichtler gleich alle Hadithen auswendig kennt. Ein verwestlichter Türke oder selbst ein Deutscher, der sich milieubedingt so orientiert, wird den Islam im Huckepack verfahren "respektieren" lernen. Das Christentum darf verachtet werden, der Islam darf nicht verachtet werden. Das ist wie bei den Pawlow'schen Hunden, das ist Konditionierung. Wer was gegen den Islam sagt, kriegt aufs Maul. Das hinterlässt Lerneffekte, zumal wenn man dem Milieu nicht entkommen kann und sich daher mit mal mehr mal weniger überzeugten Moslems arrangieren MUSS.
    Umgekehrt gelten die Laner-Prolls in der Unterschicht als Vorbild für Stärke und Durchsetzungsfähigkeit, manche (derzeit noch wenige) Deutsche fangen an Kanak-Sprak zu sprechen, selbst wenn sie perfekt Deutsch können. Zumindest in Konfliktsituationen, ner Schlägerei oder so, fangen einige Deutsche an, gebrochenes Ausländerdeutsch zu sprechen, weil sie meinen, dies flöße dem anderen "Reschpekt" ein. – Und es stimmt ja auch, das tuts auch… (in diesem Sinne gar nicht mal so dumm von denen, denn auch ein Hauptschüler möchte 'überleben'; Die Übernahme solcher Rollenmuster und Verhaltensweisen ist da eine ganz normale psychische Reaktion. Auch eine Form der [umgekehrten] Integration…).

    Überhaupt: Alokohol und Islam schließen sich nicht mal soweit aus, wie Kondome und Katholizismus. Wie viele Katholiken gibt es, die noch nie ein Kondom verwendet haben? Was in der Unterschicht – z.B. über das Tabu ein negatives Wort darüber zu verlieren – gaanz langsam an Leitfunktion gewinnt, ist nicht der "Hochislam" der Koranschüler und Scharia-Rechtausleger, sondern ein mit der westlichen Großstadtdekadenz synkretischer Straßenislam. Leitfunktion hat die alltäglich vorgelebte Lebensweise der in der Unterschicht etablierten Moslems, nicht irgendwelche religiösen Lehren aus Texten usw.

  9. Calito sagte:

    @ O:

    "Leitfunktion hat die alltäglich vorgelebte Lebensweise der in der Unterschicht etablierten Moslems, nicht irgendwelche religiösen Lehren aus Texten usw."

    Auf das sozio-kulturelle Verhalten in irgendwelchen abgeschotteten Plattenblocks mag das sicher so sein. Auch halte ich es – wie du – für unwahrscheinlich, dass Europa eines Tages islamisches Territorium im klassischen Sinne sein wird.

    Dennoch beobachte ich, zumindest in Kreisen von gut gebildeten Muslims aus der Unter- oder der Mittelschicht (mit den Hauptschul-Bushidos will ich ja auch nichts zu tun haben), dass hier durchaus ein "Hochislam", wie du es nennst, gelebt wird, der sich wenig mit westlicher Großstadtdekadenz mischt, und oftmals nur die Vorteile des westlichen Systems nutzt, beispielsweise Sozialleistungen, Migrantenstipendien (START), Quotenregelungen, etc.

    Als ich islamische Mitabiturientinnen, einige mit besten Einser-Schnitten (wobei das hier natürlich auch wesentlich leichter ist, als in Bayern z.B.), nach ihren Zukunftsplänen gefragt habe, stand für viele die Familiengründung an erster Stelle. Karriere, egal ob Jura, Lehramt, Medizin oder Architektur, wurden dem untergeordnet.

    Für viele Westler beirrend empfundene Dinge wie "Stolz" oder "Ehre" wirken sich in Familienzusammenhalt und Ehrung v.a. der Mutter aus.

    Klar, viele Mädchen tragen vorerst (noch) nicht das Kopftuch, viele gehen kaum in die Moschee. Aber der Glaube in Reinform ist unbeirrt vorhanden. Verzicht auf Schweinefleisch, Alkohol oder das Fasten im Fastenmonat wird von allen gelebt, und auch weitestgehende Enthaltsamkeit vor der Ehe sind für sie also mehr als nur folkloristische Elemente.

    Soviel zu meinen Beobachtungen im Alltag. Wie sollte es aber weitergehen? Versuch der staatlichen Kontrolle durch islamischen Schulunterricht und Miteinbeziehung der Verbände? Versuch, doch noch einen liberalen Euro-Islam zu propagieren? Oder ein kulturelles Nebeneinander mit dem Ziel, dass es friedlich bleibt und Deutsche irgendwann doch noch nen Schub Kinder bekommen? Das klärt aber nicht das Problem mit der westlichen Dekadenz. Kann man aus meinen eben beschriebenen Zuständen Nutzen ziehen für die Deutschen?

  10. O sagte:

    Von den türkischen Streberinnen halte ich noch weniger als von den Straßenlans. Sie gelten dem System als Beweis gelungener Integration, sind in Wahrheit aber nahezu immer 100% loyal zu ihrer orientalischen Mischpoche (Türkei, Kurdistan…) und zum System des Islam (zur weltweiten „Umma“). Die werden uns in Zukunft als Migrationsrechte-Anwältinnen und ProMigrations-Politikerinnen, oder gleich als U-Boote für die Interessen der türkischen Regierung, noch zu schaffen machen, das wird auch eine längere Babypause bei einigen von denen nicht ändern. Ich kenne auch eine ehemalige türkische Einser-Abiturientin (es sind immer nur Frauen, ist wohl deren Form sich ganz leicht zu emanzipieren oder sich den Respekt der Eltern zu erwerben), die ebenfalls eine ziemlich gute Studentin ist. Sie ist aber nicht kreativ, und damit nicht wirklich intelligent. Ich hab keinen einzigen (!) eigenständigen Gedanken von ihr gehört. Und das sag ich nicht nur so, oder aus "ausländerfeindlichen" oder "chauvinistischen" Gründen. Ich meine wirklich keinen einzigen eigenständigen Gedanken! Sie hat nur auswendig gelernte Sätze aus dem Buch runter gerattert und in Vorlesungen immer brav alles mit notiert – aber das reicht ja heutzutage. Wahrscheinlich ist das gut so, dass sie in Wahrheit nichts drauf hat… Sie steht jedenfalls felsenfest zum Islam und zur Türkei, trotz BRD-Pass sagt sie, sie sei Türkin (stimmt ja auch), außerdem wollte sie noch Arabistik oder Orientalistik als Zweitstudium machen – hat das aber mittlerweile wohl gesteckt. Das zeigt aber, wo hier die Interessen und die Loyalitäten liegen…

    Natürlich gibt’s, wie gesagt, Segmente wo ein reiner Islam gelebt wird. Die verweigern fast immer jede Integration (auch eine Art "Sezession"). Daneben gibt’s alle Abstufungen und Mischformen.

    Zu Deinem letzten Absatz: Wie es weitergehen soll.
    Bekanntlich gibt es zwei große Ansätze.

    1. Integration oder sogar Assimilation
    2. Rückführung

    Realistischer weise kommen wir wahrscheinlich um eine Mischungen der beiden Ansätze nicht herum. Man kann unmöglich alle integrieren, man wird aber auch sicher nicht alle wieder auf die Heimreise schicken können.

    – Islamische Verbände mit einzubeziehen dient nur der Aufrechterhaltung des allernötigsten äußeren Frieden zum Erhalt der BRD-Gesellschaft von heute, und damit des Honoratiorensystems für die etablierten Parteien. Es ist quasi eine Integration von uns in die hinein, die Anpassung unserer an deren Interessen durch Erfüllung von deren Interessen. – Auch islamischer Schulunterricht ist derzeit nur ein Schritt in Richtung Euro-Islam (der nicht konstruierbar ist, so wenig wie die Neue Mensch, so wenig wie praktisch jede andere linksidealistische Utopie). In einer globalisierten Zeit und bei immer neuen Zuwanderern wird das kaum funktionieren können. Ihnen wird dort auch nicht Integration in die abendländische Gesellschaft, sondern Minimalakzeptanz der "westlichen Freiheitswerte" gelehrt, in linksliberaler Auslegung (Wowereit, Roth, Heiner Geissler). Die Lehrpläne werden wohl von islamischen Imamen in Zusammenarbeit mit linken GEW-PädagogInnen ausgearbeitet. Solange nicht eher rechtsorientierte Leute da was mitzusprechen haben, wird kaum was vernünftiges bei raus kommen… – „Deutsche irgendwann doch noch nen Schub Kinder bekommen“
    Man soll sich darum bemühen, aber man soll nicht darauf hoffen. – Ich kann keine praktikable Möglichkeit erkennen, wie der Islam effektiv zur Reduzierung westlicher Dekadenz nutzbar gemacht werden könnte. Wo jemand zum Moslemkonvertiten wird, da wird sicher die Dekadenz reduziert – echte Konvertiten praktizieren keinen „Straßenislam“. Echte Konvertiten leben meist strenger als 99% der „echten Moslems“/geborenen Moslems/Orientalen. Aber es wäre töricht darauf zu hoffen, dass der Islam in absehbarer Zukunft (d.h. bevor er theoretisch ganz Europa in 70 Jahren mal islamisiert haben könnte) die westl. Dekadenz reduziert.

    Mein Vorschlag:
    Wo der Islam in strenger Form praktiziert wird, respektiert oder bewundert wird, auf die sittlichen Elemente hinweisen. Die Euro-Islam Bemühungen gehen letztlich wohl in die entgegengesetzte Richtung (liberaler, relativistischer Islam, sprich: mit der westlichen Dekadenz auch theologisch kompatibel gemachter Islam, zusammen mit dem alltäglichen „Straßenislam“ junger türkischer K.O.-Säufer und –Schläger eine wirklich brisante Mischung, ganz im Sinne der jetzigen pseudoliberalen Machthaber, denen wir die heutige desolate Situation in Europa und der ganzen Welt zu verdanken haben). Stattdessen die Leute auffordern, sich entsprechend der sittlichen Elemente zu benehmen. Wo der Islam abgelehnt oder kritisiert wird, die Leute dazu anhalten, dass mehr Disziplin, mehr Kampf für die eigenen Werte nötig sein wird, um den Islam „einzuhegen“. Sei mal dahingestellt, in welcher Form der Islam eingehegt werden soll.

  11. O sagte:

    Warum ist das jetzt in Fettschrift und alle Gedankenstriche in einem Block zusammengefasst?

  12. Cherusker sagte:

    @Calito
    "Verzicht auf Schweinefleisch, Alkohol oder das Fasten im Fastenmonat wird von allen gelebt, und auch weitestgehende Enthaltsamkeit vor der Ehe sind für sie also mehr als nur folkloristische Elemente."

    Also diese Sprüche mit der Enthaltsamkeit sollte man nicht 100% ernst nehmen. Glaub mal, die moslemischen Mädchen sind auch nicht anderes drauf als die deutschen. Das dringt nur nicht so nach aussen, aber jeder Türke würde es Dir unter 4 Augen bestätigen. Es gibt in D sogar türkische Ärzte, die sich darauf spezialisiert haben, den äußeren Schein der Enthalsamkeit vor der Hochzeit wiederherzustellen. Aber die deutschen Frauen sind angeblich alles "Schlampen". Was für ein verlogenes Volk!

    @O

    "Von den türkischen Streberinnen halte ich noch weniger als von den Straßenlans. Sie gelten dem System als Beweis gelungener Integration, sind in Wahrheit aber nahezu immer 100% loyal zu ihrer orientalischen Mischpoche (Türkei, Kurdistan…) und zum System des Islam (zur weltweiten „Umma“). Die werden uns in Zukunft als Migrationsrechte-Anwältinnen und ProMigrations-Politikerinnen, oder gleich als U-Boote für die Interessen der türkischen Regierung, noch zu schaffen machen"

    Das hast Du 100% richtig erkannt. Diese Frauen stehen klar auf der Seite unserer Gegner. Das sind teilweise die übelsten Nationalistinnen, die durch den doppelten Bonus als Frau und "Migrantin" unter Artenschutz in Politik und Medien stehen.

  13. Calito sagte:

    @ O:

    "Ich meine wirklich keinen einzigen eigenständigen Gedanken! Sie hat nur auswendig gelernte Sätze aus dem Buch runter gerattert und in Vorlesungen immer brav alles mit notiert – aber das reicht ja heutzutage. Wahrscheinlich ist das gut so, dass sie in Wahrheit nichts drauf hat…"

    Deinen Beobachtungen zu muslimischen Streberinnen muss ich ein weiteres Mal beipflichten. Sehe hier diesbezüglich das gleiche. Selbstreflexion, kritische eigene Gedanken, Philosophisches, Fehlanzeige. Ihre aalglatte Konformität, hinsichtlich des kritiklosen Hinnehmens islamischer Traditionen genau wie das opportune Nutzen des (oftmals eigentlich selber verachteten BRD-Systems) machen sie zu vermeintlichen Integrationsvorbildern. In der Tat entstehen hier aber beste SPD/Grüne-Karrieren und somit auch hausgemachte, staatlich alimentierte Migranten-Lobbys.

    Aber du schreibst oben, dass es „wahrscheinlich“ gut wäre, dass sie prinzipiell „nichts drauf“ hätten. Aber wieso ist das gut? Wären diese START-Streberinnen weniger konform und hörig gegenüber der islamischen Familie und weniger opportun gegenüber den BRD-Trotteln, dann wären sie zu kritischer Selbstreflexion in der Lage. Necla Kelek ist hier doch bestes Beispiel. Die ist Deutschland-patriotischer als jeder CDU-Bundestagsabgeordneter und mahnt immer wieder, das abendländische Erbe Europas nicht zu vergessen.

    „Ihnen wird dort auch nicht Integration in die abendländische Gesellschaft, sondern Minimalakzeptanz der "westlichen Freiheitswerte" gelehrt, in linksliberaler Auslegung (…)“

    Du sagst, ein sogenannter Euro-Islam wäre nicht konstruierbar und sei vergleichbar mit linken Umerziehungsphantasien wie Gender Mainstreaming. Auch schreibst du, dass – sollte unter staatlicher Administration etwas in dieser Richtung propagiert werden – dieses doch ohnehin wieder mit linksliberaler Dekadenz und Gutmenschelei durchsetzt wäre.
    Im Prinzip ist die Sorge mehr als berechtigt. Allerdings sehe ich zwei Dinge, weshalb dieser Weg meines Erachtens der einzig begehbare ist: Zum einen aufgrund der Alternativlosigkeit (Rückführung ist unrealistisch und kulturelles Nebeneinander führt kampflos zum GAU). Zum anderen ist es nicht ausgeschlossen, dass auch unter Nichtteilnahme „rechtsgerichteter“ Leute etwas entstehen könnte, dass mehr ist als die „Minimalakzeptanz der "westlichen Freiheitswerte" gelehrt, in linksliberaler Auslegung“. Wichtig ist hierbei, dass dieser Euro-Islam nicht von Westlern diktiert wird, sondern dass er von Muslimen geformt wird und sich kontinuierlich entwickelt. Das soll jetzt nicht gutmenschlich oder so rüberkommen, jedoch wird ein Euro-Islam, der von deutschen Politikern und Sozialpädagogen konstruiert wird, von Muslimen immer als „Amerikanisierungs-Versuch“ rüberkommen und somit bei diesen auch scheitern. Ziel sollte es eben auch sein, neben deutscher Sprache oder dem Respektieren „westlicher Freiheitswerte“ die kulturelle Verankerung ins christlich-geprägte Abendland elementar festzulegen. Genug fähige Muslime zu finden, die sich so etwas auf die Fahnen schreiben würden (und das wird es sicher irgendwo noch geben), dies sollte eigentlich Perspektive und Aufgabe sein.

    @ Cherusker:

    Ich bezweifle nicht, dass viele von ihnen heuchlerisch sind, und den Finger erheben, um vermeintliche moralische Überlegenheit zu zeigen. Ich finde es keineswegs vorbildlich, jedoch impliziert der – oftmals noch nicht mal selbst wirklich gelebte – Schein der Überlegenheit einen gewissen (falschen) Stolz und Selbstbewusstsein. Als Kontrast zur bewusst nach außen getragenen offenen Dekadenz der Deutschen/Westler (einmal MTV oder RTL2 einschalten). Auch wenn türkische Paschas, auch Mädels, ihre „haram“-Leichen im Keller haben, würden sie sich sicher nicht so schnell bei „Frauentausch“ vor Millionen-Publikum der Würde entblößen lassen.

    Beispielhaft ist es nicht, sicher. Aber es könnte Deutschen, vor allem deutschen Jugendlichen (die sich bei uns in der Oberstufe durch Dauerkiffen, schulische Sorglosigkeit, Party statt Hirn etc. hervorgetan haben) förderlich sein, hinsichtlich der erhofften Änderung der Mentalität zu mehr Würde, Stolz, geschichtliches/religiöses/kulturelles Bewusstsein, Patriotismus.

  14. derherold sagte:

    Ich weiß nicht, was mit "Euro-Islam" gemeint ist, zumal in Istanbul zu großen Teilen "westlicher" gelebt wird als bspw. in Duisburg-Marxloh.

    Vielleicht einmal Tendenzen und mögliche Entwicklungen:
    a) "Mehr Bildung" führt nicht zu (weiterer) Verwestlichung. Tendenziell bedeutet steigender Bildungsgrad von moslemischen Einwanderer(kinder)n steigende(!) Identifkation mit (gesellschafts-)polit. Inhalten des Islam (s. @cherusker)

    b) Es ist noch völlig offen, wie das türkisch-arabische Deutschland aussehen wird, weil (bisher !) mangels moslemischer Eliten noch gar kein ernsthafter Versuch gemacht wurde, hier diese Bevölkerungsgruppe politisch zu organisieren.
    Gespräche mit islam. Verbänden dienen dem "Einhegen" möglicher Radikalisierung: ob das erfolgreich ist, bleibt abzuwarten.

    c) Bisher waren die pro-multikulturellen Anwandlungen der sog. babyboomer deshalb so erfolgreich, weil der liberale Otto-Normal-Gutverdiener überhaupt keinerlei Konkurrenz durch Einwanderer verspürte – hier sind (zwangsläufig) in den nächsten 10 Jahren Verteilungskämpfe zu erwarten.

  15. Cherusker sagte:

    Der sog. "Euro-Islam" ist genauso eine realitätsferne Hirngeburt von Intellektuellen wie die "multikulturelle Gesellschaft" und der "Verfassungspatriotismus".

    Zum einen ist der Islam in D. aus der Türkei politisch gesteuert. Das türkische Religionsministerium beeinflußt direkt die Personalentscheidungen in deutschen (türkisch frequentierten) Moscheen. Arabische Moscheen scheiden ohnehin aus, weil sie politisch radikaler sind als türkische. Da wird kein "Euro-Islam" entstehen.

    Zum anderen dient die verstärkte Zuwendung der Türken/Araber zum Islam der Pflege des eigenen kulturellen Erbes. Der Islam und die Moschee ist die Brücke zur Heimat. Vor dem Hintergrund haben sie überhaupt kein Interesse, ihre Religion zu verwestlichen. Würde der Islam in D. jedoch verwestlicht, würde dies mittelfristig auf eine Assimilation der Zuwanderer hinauslaufen.

    Wir sollten uns auch fragen, ob diese Vermischung/Angleichung der Kulturen und Religionen überhaupt wünschenswert ist. In den Konflikten der Zukunft wird der islam der gegner im eigenen Land sein. je klarer er sich darstellt, desto besser.

    "Als Kontrast zur bewusst nach außen getragenen offenen Dekadenz der Deutschen/Westler (einmal MTV oder RTL2 einschalten). Auch wenn türkische Paschas, auch Mädels, ihre „haram“-Leichen im Keller haben, würden sie sich sicher nicht so schnell bei „Frauentausch“ vor Millionen-Publikum der Würde entblößen lassen. "

    Ich denke, man sollte das Fernsehen nicht für Realität halten. De facto findet in diesem Land jeden Tag ein quasi sozialdarwinistischer Kampf statt. Das Fernsehen hält die Fiktion der Spassgesellschaft aufrecht. Es ist lediglich das Opium, dass diesen Kampf erträglich macht.

    Im übrigen ist die Medienverwahrlosung bei Türken etc. weitaus stärker ausgeprägt als bei Deutschen. Sie konsumieren fleißig die westliche Dekadenz, die sie selber verachten. Daher sage ich auch hier wieder – ein verlogenes Volk.

  16. derherold sagte:

    Eine "Vermischung" wird schon deshalb nicht im großen Stil auftauchen, weil die staatstragende Mittelschicht daran überhaupt kein Interesse hat.

    Man darf nicht vergessen, daß Kreuzberg ein einzigartiges Biotop ist und selbst dort dürfte "Vermischung" nicht die Regel sein.

    Es ist weniger die Frage, ob der Islam in Deutschland zum "Gegner" wird, sondern welche ökonomischen Interessen unsere sog. Polit- und Medienelite hat und inwieweitauf die o.g. staatragende Mittelschichte Rücksicht genommen wird, denn eines ist doch klar: Daß der "Kampf gegen rechts" eine Inszenierung ist und Politk und Medien bei "Kollateralschäden" der eigenen, einheimischen Bevölkerung eher dezent wegschauen, ist auch jedem FDP- oder Grün-wählenden Liberalen bewußt.

  17. Cherusker sagte:

    @derherold
    "Es ist weniger die Frage, ob der Islam in Deutschland zum "Gegner" wird, sondern welche ökonomischen Interessen unsere sog. Polit- und Medienelite hat und inwieweitauf die o.g. staatragende Mittelschichte Rücksicht genommen wird,"

    ...na ja, die öknomomischen Interessen der Mittelschicht werden durch die Zuwanderung doch jetzt schon mit Füssen getreten. De facto wird die Islamisierung unseres Landes durch die Steuern der Mittelschicht finanziert. Ihre Steuern sichern den Moslems das Kindergeld, die Sozialhilfe, den Sprachkurs, die ganzen Integrationshilfen. Moslems tragen zu 90% rein gar nichts zur Finanzierung unseres Gemeinwesens bei. Das macht der deutsche "Schweinefresser".

    Wann soll die Mittelschicht denn aufwachen? Sie weicht dem Konflikt doch aus! Um Klein-Ali und Papa Öztürk nicht zu "provozieren", wird dem Kind kein Schweineschinken auf Pausenbrot mitgegeben. Bei jedem Multikultifest an der Schule sind deutsche Eltern vorne mit dabei. Bei jeder Wahl werden die bürgerlichen Parteien gewählt. Macht in der Nachbarschaft eine Moschee auf, wird festgestellt, wie "schön" diese doch sei.

    Wann muckt die Mittelschicht denn auf? In Raspails "Heerlager der Heiligen" wird das typische Verhalten der Mittelschicht angesichts der Invasion der Fremdstämmigen (Inder, Neger, Araber) treffend beschrieben: Freiwillig tritt sie ihre teuren Wohnungen ab und freut sich noch darüber.

    Da kann man zumindest derzeit nichts erwarten.

  18. O sagte:

    @ herold
    >"Zumal in Istanbul zu großen Teilen "westlicher" gelebt wird als bspw. in Duisburg-Marxloh."

    Es gibt eine Anzahl an laizistischen Kemalisten und überraschend viele Kommunisten (und damit Atheisten) in der Türkei. Die meisten Kurden in Deutschland z.B. kamen ja zuvor aus Istanbul. Die kurdische PKK aber, der sehr sehr sehr viele Kurden nahe stehen, ist eine linksradikale Organisation. Man kann natürlich nicht linksradikale Atheisten als Beweis für einen gemäßigten Islam in der Türkei heranziehen. Die Religiösen unter den Kurden sind noch dazu Aleviten. Praktizierende türkische Moslems sind durchaus sehr orthodox (jedoch selten Sulafi/Sulafiten und nahezu niemals Wahabiten!).

    @ Cherusker

    Es wird leider keine Integration des Islam geben. Der Islam hat sich noch nie integriert. Nicht in Indien, Südthailand, Indonesien, Afrika, nicht im Kosovo, nirgendwo wo er mit anderen Kulturen in Berührung kommt.

    Zu einem dezidierten Kampf gegen die weltweite Umma – zumindest gegen die Islamisierung Europas – gibt es letztlich keine echte Alternative. Aus den so-und-so-viel Millionen Moslems in Deutschland, Frankreich, Großbritannien usw. werden doch immer mehr werden, durch eigene Fruchtbarkeit und durch weitere Zuwanderung. Gerade, wenn selbst Rechte jetzt auf Integrationskuschelkurs machen.

    Die maximale Annäherung zum Islam, die ich mir vorstellen könnte, finden wir im politischen Traditionalismus, oder in Weltanschauungen wie der russischen Eurasienbewegung. Diese Bewegungen greifen ekklektizistisch Elemente des Christentums, Heidentums, Taoismus, Buddhismus, Konfuzianismus, Islam usw. auf, ebenso wie den Deutschen Idealismus, Nietzsche, Heidegger usw. Es werden da sozusagen die universellen, ewigen, "perennialen" philosophischen Aussagen dieser Kulturgüter betont. Leider sind Eurasienbewegung und Traditionalismus mehrheitlich weltfremd, nicht mehrheitsfähig und derzeit auch nicht sonstwie (z.B. durch irgendeine Elite) politisierbar. Aber man kann die "perennialen" Elemente des Islam loben.

    Wir können leider nicht einerseits den Islam bekämpfen ala PI-News, und andererseits halbherzig einen Euro-Islam wollen. Denn wenn wir den Islam einerseits antagonisieren, treiben wir die ganz wenigen Integrationswilligenb zurück in die Hände der weltweiten, islampolitischen und islamistischen Umma bzw. festigen die Bindung von Türken in Deutschland an die Klauen Ankaras. Zwischen den Stühlen stehen und entschlossen Unentschlossen bringt nichts! Entweder die Rechte entscheidet sich mehrheitlich für Integration und Euro-Islam, also für Multikulti, dann müssten Geschichten wie Pro-Köln und PI-News drei Gänge runter schalten, und es gibt selbst dann keine Hinweis darauf, dass die exponentielle Vermehrung der Moslems künftig zurückgehen wird und dass weitere Neuzuwanderung gestoppt werden kann.

    Ich halte diese Vorstellung, gerade auch wegen dem extremen antichristlichen wie antideutschen Hass dieser Gruppen und der Alltäglichkeit der Übergriffe von Orientalen gegen Deutsche, für ganz a b w e g i g, oder man entschließt sich dazu, die Islamisierung dezisioniert zu bekämpfen. Ein paar Wenige können ja integriert werden, ich denke da vor allem an Ex-Moslems und Konvertiten.

    Ansonsten sage ich nur: Islamkritik, Koranverbot und Schächtverbot + Verbot von Import tierrechtlich bedenklich gechächteter Tiere (= Halalverbot) können bei der Ermunterung zur Heimreise Wunder wirken. Die Alternative ist ein europäischer Bürgerkrieg in einigen Jahrzehnten. Je früher, desto besser für uns, je später, desto besser für die Moslems. Oder, als letzte Option, kampflose Hinnahme der Islamisierung Europas. Die Islamisierung bzw. (meinetwegen auch atheistische) Orientalisierung und ethnische Verdrängung (Umvolkung) mag 100-150 Jahre dauern, aber sie erfolgt dann. Vergleich: Wie lange hat es gedauert, ohne moderne Transportmittel, ohne Massenmigration und ungleiche Bevölkerungsdemographie z.B. Tschetschenien zu islamisieren? Ca. 200-300 Jahre.

  19. derherold sagte:

    "...na ja, die öknomomischen Interessen der Mittelschicht werden durch die Zuwanderung doch jetzt schon mit Füssen getreten."

    Das ist so nicht richtig. Eine Friseurin oder der Autoschlosser sind (eigentlich) keine Mittelschicht. Tatsache ist, daß sich die ökonomische Situation für Ärzte, Beamte, Ingenieure, Lehrer, Rentner, Vermieter, PR-Berater, eigentlich auch Facharbeiter, seit den 70igern eher verbessert als verschlechtert hat.

    Die (Pseudo-)Akademisierung hat zugenommen, "jedes Mittelschichtskind" bekommt ein Studium finanziert, Privatschulen boomen (auch mit Steuergeldern), das Erbe von Nazi-Opa wurde auch vom 68er ohne zu Zucken eingesteckt, ein gesellschaft. notwendige Erhöhung der Erbschaftsteuer ist unterbelieben, Rot-Grün hat schnell Steuersenkungen vorgenommen und – vor allem: "Führungspositionen", insbesondere in den multikultur-freundlichen Sektoren wie (Hoch)Schule, Medien, Kultur, sind so "weiß" wie die besseren Wohngegenden: Die präsentierte "pro Einwanderung"-Haltung ist ERKAUFT und ERSUBVENTIONIERT worden… und das nicht nur in Deutschland.

    Ob das "Heerlager" wirklich eine aktuelle Bedeutung bekommt, wird man sehen. Zunächst wird wenn(!) die Weltwirtschaftskrise im Rahmen bleibt 2020 der gesellschaftl. Sprengsatz gezündet, weil doch wohl jedem klar ist, daß bei Eintritt der letzten geburtenstarken Jahrgänge ins Pensionsalter weder die wirtschaftl. Dynamik, noch das Renteniveau aufrechterhalten werden kann.

    ... und noch(!) sind Bundeswehr und Polizei "deutsch".

  20. O sagte:

    @ herold
    Aber das (ehemals) kostenslose Studium wurde von bürgerlichen Steuern finanziert, also letztlich wurden bloß Gelder von einer bürgerlichen Tasche in die andere umgebettet. Das ist für das mittlere und gehobene Kleinbürgertum, zumal für Millionäre, "Großbürger", keine Erkaufung und Ersunbventionierung gewesen.

    Multikulti dagegen ist ein Abfluß von Kapital aus der Mittelschicht, die ständig von internationalen Finanzheuschrecken einerseits und von Multikulti und verrückten Gewerkschaften andererseits in die Zange genommen wird. Also die ökonomischen Interessen der Mittelschicht werden schon lange von der linken Politik tangiert, es hat nie einen Hauch von Widerstand gegeben.

  21. derherold sagte:

    Na ja, direkte Wohltaten (auch subventionierte Theatersitze) werden aber anders wahrgenommen als Besteuerung.
    Es gibt die "two tier" These, nach der seit Mitte der 70iger die Wachstumszuwächse im wesentlichen an Mittel-, obere Mittel- und Oberschicht gegangen sind: Kennzeichen von Verarmung der Mittelschicht gibt es de facto nicht … aber den Verfall von Stadtteilen. Gehälter best. Berufsgruppen, wie Lehrer oder Ärzte, die "Quasi-Reserveoffiziere einer Konterrevolution", sind seit ´68 explodiert. Die Verdreifachung der Abiturientenquote und das (unausgesprochene) Versprechen, eine besser bezahlte Tätigkeit zu erhalten, haben erst die "Liberalisierung" möglich gemacht.

    Ich kann zudem in der Regierungszeit von 1998-2005 wirtschaftlich(!) keine "linke Politik" erkennen. Ein Landesminister wie Laschet kündigt die stärkere Förderung von Migranten mit Migrationshintergrund an und äußert sich über die Maßen pc aber gleichzeitig werden in NRW reihenweise die Schulbezirksgrenzen aufgehoben. :-))

    Nebenbei: pi-news und proKöln.
    Ich will ja niemandem zu nahe treten aber ist man sicher, daß die nicht "von Amts wegen" aktiv sind ?

  22. Cherusker sagte:

    @derherold

    Ja natürlich, die relevanten machtpositionen in dieser Gesellschaft sind "weiss" besetzt. Die Moslems sind auf den guten Willen der Deutschen angewiesen. Ohne den guten Willen der deutschen werden sie größtenteils auf ewig der Unterschicht angehören. Sie sind das euopäische Pendant der Afroamerikaner, die es als einzige Einwandergruppe in den USA bis heute nicht gepackt haben. Die Moslems sind schwach, und nicht stark.

    Solange die Ethnodeutschen die Schaltstellen besetzen, macht es auch nichts aus, ob der Anteil der Moslems an der deutschen Bevölkerung zunimmt oder nicht.

    "Tatsache ist, daß sich die ökonomische Situation für Ärzte, Beamte, Ingenieure, Lehrer, Rentner, Vermieter, PR-Berater, eigentlich auch Facharbeiter, seit den 70igern eher verbessert als verschlechtert hat."

    Ja, aber trotzdem hat diese Schicht bis Anfang diesen Monats bisher in diesem Steuerjahr ausschließlich für das Finanzamt gearbeitet, dass diese Steuern in die Integrationsindustrie buttert. Aber scheinbar wird das in Deutschland von der Mittelschicht bereitwillig ertragen.

    @O

    "Entweder die Rechte entscheidet sich mehrheitlich für Integration und Euro-Islam, also für Multikulti, dann müssten Geschichten wie Pro-Köln und PI-News drei Gänge runter schalten, und es gibt selbst dann keine Hinweis darauf, dass die exponentielle Vermehrung der Moslems künftig zurückgehen wird und dass weitere Neuzuwanderung gestoppt werden kann."

    Ein "Euro-Islam" wird es nicht geben, dass hatte ich ja oben geschrieben. Ich pers. bin ganz klar gegen Islam, Zuwanderung v. Moslems, Orientalisierung etc. Eine Haltung Pro Islam, pro Türkei, pro Moslem-Zuwanderung ist innerhalb der Rechten doch gar nicht vermittelbar.

    Allerdings – Die islmakritische Bewegung ist im Netz zwar stark, in der Parteipolitik jedoch schwach. Selbst die CDU ist komplett auf Multikulti, "Integration" umgeschwenkt; CDU-Politiker wie Laschet kriegen sich bei der Eröffnung von Moscheen vor Glückseligkeit mittlerweile gar nicht mehr ein. Und die Parteien rechts der Union sind stigmatisiert.

    "Ansonsten sage ich nur: Islamkritik, Koranverbot und Schächtverbot + Verbot von Import tierrechtlich bedenklich gechächteter Tiere (= Halalverbot) können bei der Ermunterung zur Heimreise Wunder wirken. "

    Wie willst Du denn den Koran verbieten? Selbst "Mein Kampf" ist nicht verboten, und das will schon etwas heissen! Beim Schächten kommt hinzu, dass auch die Juden es praktizieren. Und die sind in der BRD unantastbar.

    Letztlich kann man nur ein Meinungsklima produzieren, dass auch die Politik nicht unbeeindruckt lässt und an die Heimreisewilligkeit der Muslime appelliert.

  23. Doc sagte:

    Fakten, Fakten, Fakten …

    "Solange wir nicht wagen, nach dem harten Kern dieser kulturellen Differenzen zu fragen, solange wir bei der von der Migrationswissenschaft und den Islamverbänden ausgegebenen Parole bleiben, dass Integrationshindernisse ›mit dem Islam nichts zu tun‹ haben, werden wir wie Sisyphos den schweren Stein immer wieder den Berg hinaufschleppen müssen, nur um festzustellen, dass er gleich darauf wieder unten angekommen ist".
    Necla Kelek, in: FAZ Nr. 134/2009

    Die Lage nüchtern analysiert hat der holländische Soziologe Paul Scheffer in seinem Buch "Die Eingewanderten – Toleranz in einer grenzenlosen Welt" auf 536 Seiten. In seiner Rezension fasst Prof. Dr. Dauenhauer zusammen (siehe http://www.walthari.com/wz4.html):

    "Man kann es seit langem wissen: Die Integration ist weitgehend gescheitert. Davor verschließen nicht allein die sog. politischen Eliten und die Parteien die Augen, sondern auch die Gesellschaft. ... Um dies zu vertuschen, mißbraucht man die Toleranzidee und schwingt die Rassismuskeule. ... In Frankreich, Holland, England und in den meisten anderen westeuropäischen Staaten beschränkt sich die nationale Identität mittlerweile auf eine schrumpfende Kerngesellschaft, der Geschichte, Kultur und Mentalität den meisten Eingewanderte völlig fremd bleibt. Einem anatolischen Türken in Berlin oder Köln bedeuten Beethoven oder Fontane nichts. ... In Frankreich und Holland ist dieses Ende nahe, in England und Deutschland auf gutem Wege. Die westlichen Versorgungsstaaten wirken wie ein globaler Migrationsmagnet. Ungeniert sagte ein Pakistani in London: »Wir sind hier, weil auch ihr hier seid.« Warum nur zieht es nicht Millionen West-Europäer nach Pakistan, in die Türkei, nach Afrika?"

  24. derherold sagte:

    Das sind zwar keine Fakten, sondern Meinungen, Meinungen, Meinungen … und die "vergessen" zu erwähnen, warum XYZ "die Augen verschließen".

    Ich glaube nicht an diese Umerziehungsnummer, sondern nur daran, daß ein (auch negatives) Anreizsystem geschaffen wurde, um eine "Meinungs-Regime" in dieser Frage zu etablieren – da kann Kelek schreiben, was immer sie will.

    Es gibt offenbar "gesellschaftl. Gruppen", die ein Interesse am "Anti-Rassismus", ob aus lifestyle-(baby-boomer), politischen (die Linke) oder geostrategischen (USA) Gründen. Fraglich ist, wie man ab 2020 den Verschuldungs+Rentner-Staat finanzieren will.

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