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Geschrieben von: BN-Redaktion
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Freitag, den 20. November 2009 um 09:46 Uhr |
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Harmlos und nett: Die Integrationsdezernentin der Stadt Frankfurt, Nargess Eskandari-Grünberg, begrüßt den "lieben" Daniel Cohn-Bendit und direkt an seiner Seite Armin Laschet (CDU). Moderator Volker Zastrow weiß nicht so recht, was er sagen soll, und erzählt vom Klavierspielen. Er will eine gemütliche Diskussion einläuten. Eskandari-Grünberg indes wünscht sich "freie Meinungsäußerung" und diese kommt dann auch gleich: Die konservativ-subversive aktion (ksa) um Götz Kubitschek und Felix Menzel ergreift das Wort und skandiert: "Wo ist Sarrazin?" Jetzt geht es los: kurze Absprachen, alle Aktivisten haben es samt Transparenten in den Saal geschafft. Der Verleger Götz Kubitschek greift zu seinem Megaphon: "Daniel Cohn-Bendit, Sie verweigern sich der Wirklichkeit. Schauen Sie bitte raus und nehmen zur Kenntnis, daß die multikulturelle Gesellschaft hart und grausam ist."Zwei Polizisten laufen zu Kubitschek. In diesem Moment besetzen etwa 20 Aktivisten das Podium und kreisen Cohn-Bendit und Armin Laschet ein. Die Ordnungshüter wissen nicht, wie sie reagieren sollen und rufen Verstärkung herbei. Derweil bricht im Publikum ein Tumult aus: Manche solidarisieren sich mit den konservativen Aktivisten, andere fordern, die Störenfriede sollen den Saal verlassen. Junge Männer verteilen Flugblätter, auf denen Fälle von Ausländerkriminalität aufgeführt sind. Immer mehr Leute versammeln sich auf dem Podium. An eine ruhige Diskussion ist nicht zu denken. Die Veranstalter versuchen die Plakate der Aktivisten zu zerreißen, aber diese bleiben standhaft und weichen nicht von der Stelle. Immer wieder: "Wirklichkeitsverweigerer!" und "Wo ist Sarrazin?"Es vergehen fünf bis zehn bewegende Minuten. So langsam gelingt es, die ksa aus dem Raum zu drängen. Cohn-Bendit danach: "Ich bin das ja gewohnt, ich weiß nur nie, ob es sich um eine rechte oder linke Gruppierung handelt." Es war eine rechte. Und was bedeutet das nun? Den Beginn eines Paradigmenwechsels?
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