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Hochschulrektorenkonferenz hält trotz Protesten an Bachelor und Master fest PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Felix Menzel   
Dienstag, den 24. November 2009 um 17:37 Uhr

BildungsstreikIn Leipzig tagte heute unter Studentenprotesten die Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Der sich selbst als „Stimme der Hochschulen“ bezeichnende, freiwillige Zusammenschluß von 256 Hochschulen und Universitäten machte klar, daß die Einführung von Bachelor und Master „irreversibel“ sei: „Es ist den Hochschulen gelungen, nahezu alle Studiengänge aus eigener Kraft auf eine neue, international verständliche Struktur umzustellen, ohne dafür zusätzliche Mittel erhalten zu haben“, heißt es in einer Stellungnahme.

Im Vorfeld der Konferenz hatte das Bündnis des Bundesweiten Bildungsstreiks von der HRK gefordert, sich deutlich gegen Studiengebühren und Zulassungsbeschränkungen auszusprechen. Außerdem sollten die Rektoren die Umsetzung des Bologna-Prozesses kritisch prüfen.

Die Präsidentin der HRK, Margret Wintermantel, erweckte noch vor zwei Wochen den Eindruck, als liege ihr ein Kompromiß zwischen Studenten, Hochschulen und Politik am Herzen: „Es ist richtig, dass die Studierenden sich zu Wort melden und deutlich machen, dass ihre Studienbedingungen besser werden müssen und mehr für ihre soziale Sicherung getan werden muss.“ Politische Konsequenzen seien deshalb dringend notwendig. „Wir brauchen mehr Personal in der Lehre, um die Qualität des Studiums zu halten und zu verbessern“, betonte die Präsidentin.

Doch trotz massiver Proteste ignorierte die Hochschulrektorenkonferenz gestern und heute die Forderungen der hauptsächlich linken Studenten und machte deutlich, daß der eingeschlagene Weg fortgesetzt werden soll: „Das vordringliche Ziel des Bologna-Prozesses war und ist die Schaffung eines gemeinsamen europäischen Hochschulraums. Die dazu gehörige Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen ist irreversibel.“ Einzig an die Länder richtete die HRK Kritik. Sie sollten die Hochschulen finanziell besser ausstatten.

 
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