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Politisches Asyl in den USA: „Der deutsche Staat versucht, ideologische Uniformität herzustellen in einer Weise, die beängstigend ist.“ PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: BN-Redaktion   
Mittwoch, den 27. Januar 2010 um 14:23 Uhr

Home SchoolingEin US-Einwanderungsrichter gewährte gestern einer deutschen Familie politisches Asyl. Die evangelikalen Christen gaben an, aufgrund der allgemeinen Schulpflicht in Deutschland verfolgt zu werden. „Der deutsche Staat versucht, ideologische Uniformität herzustellen in einer Weise, die beängstigend ist“, bemerkte dazu Mike Donelly, Vertreter der amerikanischen Home School Legal Defense Association in einer Online-Stellungsnahme.

Die Schulpflicht: „beschämend für Deutschland“

2007 äußerte der Präsident der Kultusministerkonferenz, E. Jürgen Zöllner, auf die Kritik von UN-Sonderberichterstatter Vernor Muñoz Villalobos zur allgemeinen Schulpflicht: „Die Kultusministerkonferenz weist diesen Vorschlag des Sonderberichterstatters nachdrücklich zurück, weil damit der Entstehung von Parallelgesellschaften Vorschub geleistet würde. Kinder und Jugendliche sollen weiterhin die Werte einer offenen, demokratischen und pluralen Gesellschaft in ihrem Schulalltag erfahren können.“

Uwe und Hannelore Romeike aber können nun mit ihren fünf Kindern in Morristown (Tennessee) leben. „Menschen, die ihre Kinder zu Hause unterrichten wollen, sind eine besondere soziale Gruppe, die die deutsche Regierung zu unterdrücken versucht“, begründete der Richter sein Urteil. „Hier wird ein grundlegendes Menschenrecht verletzt, kein Land der Welt hat dazu das Recht. [...] Die deutsche Regierung bezeichnet Homeschooler als Mitglieder einer Parallelgesellschaft und versucht sie auszumerzen.“ Donnelly zufolge seien Homeschooler außerdem in allen akademischen und sozialen Bereichen überdurchschnittlich erfolgreich. „Es ist beschämend für Deutschland, inzwischen sollte eine westliche Nation die grundlegenden Menschenrechte gewährleisten“, kritisierte er weiterhin.

„Unchristliches Treiben“ an Deutschlands Schulen

Musiklehrer Uwe Romeike wollte seinen Kindern das „unchristliche Treiben“ an deutschen Schulen ersparen. Im November 2009 verurteilte ein deutsches Gericht ein Ehepaar aus Nordhessen zu 120 Euro Geldstrafe. Das war damals eine bemerkenswert geringe Strafe, da die Staatsanwaltschaft drei Monate Haft ohne Bewährung gefordert hatte. Die Eltern gaben ebenfalls an, der Lehrstoff an den Schulen sei nicht mit ihrem christlichen Wertbild vereinbar.

 
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